
Du kennst das bestimmt: Montagmorgen, du sitzt vor dem leeren Redaktionsplan und fragst dich, worüber du heute schreiben sollst. Die Ideen kommen dann meistens unter Zeitdruck – und selten sind es die besten. Dabei lässt sich Food-Content so viel entspannter planen: mit einer guten Content Kalender Vorlage Food und etwas Vorbereitung einmal im Monat.
Genau dafür habe ich auf Saisonkalender Pro eine Vorlage gebaut, die dir die Ideenfindung abnimmt. Sie spuckt dir auf Knopfdruck 12 fertige Post-Ideen für einen Monat aus – verteilt auf vier Wochen mit je drei Beiträgen. Klingt praktisch? Ist es auch. Aber wie bei jedem guten Tool kommt es auf die richtige Anwendung an.
In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du mit der Vorlage einen Monat Content vorplanst – von der Monatsauswahl bis zum fertigen Redaktionsplan. Und weil ich keine halben Sachen mag, erkläre ich dir auch die eine wichtige Einschränkung, die du kennen solltest, bevor du loslegst.

Was die Content-Kalender-Vorlage kann (und was nicht)
Die Vorlage ist kein KI-Wunderwerk, sondern ein cleveres Werkzeug, das auf einer festen, vorbereiteten Ideen-Datenbank basiert. Rund 65 Rezeptideen sind über alle 12 Monate verteilt gespeichert – saisonal passend, wohlgemerkt. Wählst du einen Monat aus, generiert die Vorlage daraus eine 4-Wochen×3-Posts-Vorlage, also 12 Zeilen mit konkreten Vorschlägen.
Jeder Monat hat außerdem einen thematischen Flaggschiff-Aktionstag hinterlegt, den du als Highlight in deine Planung einbauen kannst. Welcher Aktionstag das für deinen gewählten Monat konkret ist und auf welches Datum er fällt, zeigt dir die Vorlage direkt an — die exakten Termine findest du zusätzlich jederzeit auf der Aktionstage-Übersicht.
Alle Zellen in der generierten Tabelle sind frei editierbar. Du kannst also jeden Vorschlag anpassen, verschieben oder komplett ersetzen. Wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist, exportierst du den Kalender als PDF (Druckansicht) oder CSV – perfekt für die Weiterverarbeitung in Excel, Google Sheets oder deinem Projektmanagement-Tool.
Die ehrliche Einschränkung: Die Vorlage ist bewusst statisch. Sie hat keine Live-Anbindung an echte Kalenderdaten. Die vorgeschlagenen Tages-Platzhalter („Woche 1, Dienstag“) sind nicht an echte Wochentage oder das tatsächliche Jahr gebunden. Das ist kein Bug, sondern ein Feature – es gibt dir maximale Flexibilität. Aber es bedeutet auch: Du musst die konkreten Daten und Aktionstage selbst mit dem echten Kalender abgleichen, bevor du sie fest einplanst. Dafür findest du auf Saisonkalender Pro die Seite /aktionstage – da stehen alle relevanten Food-Aktionstage des Jahres.
Schritt 1: Den richtigen Monat auswählen
Klingt trivial, ist aber der entscheidende erste Schritt. Die Vorlage lebt von ihrer saisonalen Datenbank. Wählst du August, bekommst du Vorschläge mit Tomaten, Pfirsichen, Zucchini und Kräutern – nicht mit Kürbis oder Grünkohl.
Mein Tipp: Plane immer einen Monat im Voraus. Wenn wir jetzt Mitte August 2026 haben, wählst du am besten September. So hast du genug Zeit, um Zutaten zu besorgen, Rezepte zu testen und Fotos zu machen. Die Vorlage lässt dich den Monat einfach über ein Dropdown-Menü auswählen – klick, fertig.
Die 12 generierten Vorschläge sind dann eine Mischung aus:
- Saison-Hauptgerichten (z.B. „Bruschetta mit Pfirsich und Burrata“)
- Beilagen oder Salaten („Zucchini-Salat mit Minze und Feta“)
- Süßspeisen oder Desserts („Pfirsich-Crumble mit Haferflocken-Streuseln“)
- Getränken oder Basics („Selbstgemachte Kräuterlimonade“)
Jeder Vorschlag ist ein kompletter Post-Titel, den du direkt übernehmen oder als Inspiration nutzen kannst.
Schritt 2: Die 12 Post-Ideen an deinen Stil anpassen
Jetzt kommt der kreative Teil. Die Vorlage liefert dir die Rohdiamanten – du schleifst sie. Geh jede der 12 Zeilen durch und frage dich:
- Passt der Vorschlag zu meiner Zielgruppe? Wenn du ein veganes Blog betreibst, aber die Vorlage „Burrata“ vorschlägt, tauschst du es gegen „veganen Cashew-Käse“.
- Kann ich den Post mit einer persönlichen Geschichte anreichern? Statt „Pfirsich-Crumble“ schreibst du „Omas Pfirsich-Crumble – das Rezept, das immer gelingt“.
- Welche Content-Formate möchte ich nutzen? Ein Rezept kann als Blogpost, als Instagram-Reel, als Pinterest-Pin oder als Newsletter-Story erscheinen. Notier dir das gleich in einer extra Spalte.
Die Vorlage hat standardmäßig Spalten für: Woche, Tag (Platzhalter), Post-Titel, Kategorie (z.B. Rezept, Tipp, Story) und Status. Du kannst aber auch eigene Spalten hinzufügen, wenn du die CSV exportierst und in einem Tabellenprogramm öffnest. Zum Beispiel: „Foto fertig?“, „Social-Media-Text geschrieben?“, „Publishing-Zeit“.
Hier ein konkretes Beispiel, wie ich die August-Vorschläge anpassen würde:
| Woche | Platzhalter | Ursprünglicher Vorschlag | Angepasster Titel | Kategorie |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Dienstag | Tomaten-Mozzarella-Salat mit Basilikum | „Der perfekte Tomatensalat – 3 Varianten für heiße Tage“ | Rezept |
| 1 | Donnerstag | Selbstgemachte Kräuterbutter | „Kräuterbutter selber machen: 5 Kräutermischungen für den Grillabend“ | Rezept + Tipp |
| 1 | Samstag | Pfirsich-Eistee | „Pfirsich-Eistee ohne Zucker – erfrischend & einfach“ | Getränk |
| 2 | Dienstag | Zucchini-Puffer mit Kräuterquark | „Zucchini-Puffer: Knusprig, schnell, restlos lecker“ | Rezept |
| 2 | Donnerstag | Aktionstag laut Vorlage | „Zum [Aktionstag]: passendes Rezept oder Hintergrundwissen“ | Aktionstag |
| 2 | Samstag | Gegrillte Aubergine mit Tahini | „Gegrillte Aubergine: So wird sie perfekt – ohne zu matschen“ | Rezept + Tipp |
| 3 | Dienstag | Pfirsich-Crumble | „Pfirsich-Crumble in 20 Minuten – auch mit anderen Früchten“ | Rezept |
| 3 | Donnerstag | Tomaten-Confit | „Tomaten-Confit: Das Rezept, das nach Sommer schmeckt“ | Rezept |
| 3 | Samstag | Kräuterlimonade | „Kräuterlimonade: 3 Rezepte für den Garten“ | Getränk |
| 4 | Dienstag | Gefüllte Zucchiniblüten | „Gefüllte Zucchiniblüten – ein Highlight der Saison“ | Rezept |
| 4 | Donnerstag | Pfirsich-Salsa | „Pfirsich-Salsa: Die Beilage, die zu allem passt“ | Rezept + Beilage |
| 4 | Samstag | August-Erntedank-Rezept | „Erntedank im August: Ein Menü mit 3 Gängen aus dem Garten“ | Menü |
Schritt 3: Die echten Daten mit dem Kalender abgleichen
Hier kommt der wichtigste Schritt – und der, den viele überspringen. Die Vorlage sagt dir „Woche 1, Dienstag“. Aber welcher Dienstag ist das eigentlich? Der 4. August? Der 11.? Und fällt der Flaggschiff-Aktionstag deines Monats wirklich auf einen Donnerstag in deiner Planung?
So gehst du vor:
- Öffne einen echten Kalender für den geplanten Monat und das aktuelle Jahr.
- Notier dir, auf welche Wochentage die Kalenderwochen fallen.
- Leg fest, an welchen Tagen du posten möchtest — zum Beispiel Dienstag, Donnerstag, Samstag.
- Übertrage die Platzhalter aus der Vorlage auf die echten Daten deines Monats.
- Check die exakten Aktionstage und ihre Daten auf der Aktionstage-Übersicht auf Saisonkalender Pro.
Wenn der Flaggschiff-Aktionstag deines Monats auf einen deiner Post-Tage fällt, passt das perfekt zusammen — dann baust du ihn direkt an dieser Stelle ein. Fällt er auf einen Tag, an dem du normalerweise nicht postest, verschiebst du ihn einfach auf den nächsten passenden Post-Tag.
Wichtig: Notier dir die echten Daten in einer extra Spalte oder ersetze die Platzhalter direkt. So vermeidest du, dass du am 4. August einen Post planst, der eigentlich für den 11. gedacht war.

Schritt 4: Themen-Cluster und Wiederholungen vermeiden
12 Posts für einen Monat klingen nach viel, aber wenn du genau hinschaust, wiederholen sich oft Zutaten oder Zubereitungsarten. Das ist nicht schlimm – aber du solltest es bewusst steuern.
Ein guter Food-Kalender hat eine Mischung aus:
- Evergreen-Inhalten (Klassiker, die immer funktionieren)
- Saison-Highlights (genau jetzt verfügbare Zutaten)
- Persönlichen Geschichten (warum liebst du dieses Rezept?)
- Praktischen Tipps (wie schneide ich eine Zucchini richtig?)
Die Vorlage liefert dir eine gute Basis, aber du kannst die Verteilung selbst optimieren. Mein Raster für einen Monat sieht so aus:
- Woche 1: Ein Hauptgericht, eine Beilage/Suppe, ein Getränk/Dessert
- Woche 2: Ein Hauptgericht, ein Aktionstag-Post, ein Basics-Tipp
- Woche 3: Ein Hauptgericht, ein Meal-Prep-Rezept, eine persönliche Geschichte
- Woche 4: Ein Hauptgericht, ein Reste-Rezept, ein Monatsrückblick oder Ausblick
So wiederholen sich keine Formate, und deine Leser bekommen Abwechslung. Außerdem kannst du so verschiedene Content-Arten für verschiedene Plattformen ableiten: Aus einem Rezept wird ein Instagram-Reel, aus einem Tipp wird ein Pinterest-Pin, aus einer Geschichte wird ein Newsletter.
Schritt 5: Exportieren und in dein System einpflegen
Wenn du mit deiner Planung zufrieden bist, exportierst du die Vorlage. Die zwei Optionen:
- PDF (Druckansicht): Perfekt, wenn du den Kalender ausdrucken und an die Pinnwand heften willst. Die Tabelle wird sauber formatiert, alle deine Anpassungen sind sichtbar.
- CSV: Die bessere Wahl für die digitale Weiterverarbeitung. Die CSV-Datei kannst du in Excel, Google Sheets, Numbers oder direkt in Projektmanagement-Tools wie Trello, Asana oder Notion importieren.
Ich persönlich exportiere immer als CSV und importiere die Daten dann in ein Google Sheet, das ich mit meiner Redaktionsassistentin teile. Dort haben wir zusätzliche Spalten für:
- Verantwortliche Person
- Deadline für Text
- Deadline für Fotos
- Social-Media-Plan (welcher Post wohin)
- Status (Idee, in Arbeit, fertig, veröffentlicht)
So wird aus der einfachen Content-Kalender-Vorlage ein komplettes Redaktionssystem.
FAQ: Häufige Fragen zur Content-Kalender-Vorlage
Muss ich die Vorschläge genau so übernehmen? Nein, überhaupt nicht. Die Vorschläge sind als Inspiration gedacht. Du kannst jede Zeile frei editieren, löschen oder neue hinzufügen. Die Vorlage ist ein Gerüst, kein starres Korsett.
Kann ich die Vorlage für mehrere Monate gleichzeitig nutzen? Ja, du kannst für jeden Monat eine neue Vorlage generieren. Die Datenbank hat für jeden Monat eigene Vorschläge. Exportiere einfach jeden Monat einzeln und sammle die CSV-Dateien in einem Ordner.
Die Platzhalter-Tage passen nicht zu meinem echten Kalender – was tun? Das ist der häufigste Stolperer. Wie oben erklärt: Die Vorlage ist bewusst ohne echte Daten gebaut. Du musst die Platzhalter selbst mit dem echten Kalender abgleichen. Nutze dazu die Aktionstags-Seite auf Saisonkalender Pro. Einmal gemacht, hast du aber einen soliden Plan für den ganzen Monat.
Kann ich die Vorlage auch für Instagram oder TikTok nutzen? Ja, die Post-Titel sind neutral gehalten. Du kannst sie für Blogposts, Social-Media-Beiträge oder Newsletter nutzen. Ergänze einfach eine Spalte für das gewünschte Format.
Fazit: Ein Monat Content in 30 Minuten
Die Content-Kalender-Vorlage ist kein Allheilmittel, aber ein verdammt gutes Werkzeug, um den berüchtigten „leeren Bildschirm“ zu überwinden. Die 12 Vorschläge pro Monat geben dir eine solide Basis, die du in 30 Minuten an deinen Stil anpassen kannst. Die wichtigste Lektion: Nimm die Platzhalter-Daten nicht für bare Münze, sondern gleiche sie immer mit dem echten Kalender ab. Dann hast du einen Redaktionsplan, der wirklich funktioniert.
Probier es aus: Wähl den nächsten Monat, lass dir die Vorlage generieren, pass die Titel an, check die Aktionstage, exportier als CSV – und genieß das Gefühl, einen ganzen Monat lang zu wissen, worüber du schreibst. Dein Montagmorgen-Ich wird es dir danken.