Inhaltsverzeichnis
Wie russlanddeutsche küche nach Deutschland kam
Die Geschichte der Russlanddeutschen beginnt 1763: Zarin Katharina II., selbst eine gebürtige deutsche Prinzessin von Anhalt-Zerbst, erlässt ein Manifest und lädt europäische Siedler ein, unbesiedeltes Land entlang der Wolga zu bewirtschaften — mit Steuerfreiheit, Religionsfreiheit und Befreiung vom Militärdienst als Anreiz. Tausende deutsche Familien, vor allem aus Hessen, der Pfalz und Bayern, machen sich auf den Weg und gründen über 100 Kolonien wie Katharinenstadt oder Balzer — die Wolgadeutschen. Wenig später entstehen am Schwarzen Meer weitere Siedlungen, die Schwarzmeerdeutschen.
Über ein Jahrhundert lang bewahren diese Gemeinden ihre deutsche Sprache, ihre Dialekte und ihren Glauben — überwiegend evangelisch-lutherisch, daneben katholisch und mennonitisch — weitgehend isoliert von der russischen Mehrheitsgesellschaft, aber zunehmend geprägt von deren Küche. Nach der Oktoberrevolution 1917 und der Zwangskollektivierung Ende der 1920er Jahre trifft die politische Umwälzung die deutschen Bauerngemeinden besonders hart.
Den größten Bruch bringt der 28. August 1941: Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion ordnet Stalin die Deportation aller Wolgadeutschen unter pauschalem Kollaborationsverdacht nach Sibirien und Kasachstan an. Die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Wolgadeutschen wird aufgelöst, Zehntausende sterben in Zwangsarbeitslagern der sogenannten Trudarmija. Erst 1955, nach Konrad Adenauers Moskau-Besuch, lockern sich die Bedingungen für Deutschstämmige in der Sowjetunion langsam.

Eine Küche mit doppeltem Erbe
Als die Spätaussiedler ab den späten 1980ern nach Deutschland kamen, brachten sie eine Küche mit, die auf den ersten Blick verwirrend zweigeteilt wirkt — und genau darin liegt ihre Geschichte. Deutsche Grundrezepte hatten über zwei Jahrhunderte in den isolierten Wolga- und Schwarzmeerkolonien in eigener Form weitergelebt: Kartoffelsalate, deftige Eintöpfe, Sauerteigbrote — oft mit Namen und Zubereitungsarten, die im heutigen Deutschland längst in Vergessenheit geraten waren.
Gleichzeitig hatten sich diese Familien über 200 Jahre mit der russischen, ukrainischen und zentralasiatischen Küche vermischt, mit der sie zusammenlebten. Borschtsch, Pelmeni und Plov gehörten ebenso selbstverständlich zum Speiseplan wie Piroggen — die wiederum selbst eine deutsch-russische Mischform sind, entstanden aus deutschen Teigtaschen-Traditionen und russischen Fülltechniken. Keine der beiden Küchen wurde einfach übernommen; sie verschmolzen über Generationen zu etwas Eigenem.
Diese doppelte Herkunft macht russlanddeutsche Küche schwer in eine einzige Schublade zu stecken — sie ist weder rein deutsch noch rein osteuropäisch, sondern das kulinarische Ergebnis von 250 Jahren geteilter, oft schmerzhafter, aber auch reicher Geschichte zwischen zwei Welten.
Nicht die eine Küche
Nach der Deportation 1941 verteilten sich die Wolga- und Schwarzmeerdeutschen über weite Teile der Sowjetunion. Entsprechend kamen die Spätaussiedler der 1990er Jahre aus ganz unterschiedlichen Regionen — mit jeweils eigenen kulinarischen Einflüssen.
Erndte-Fescht und Weihnachten
Viele russlanddeutsche Gemeinden und Vereine pflegen bis heute eigene Traditionen, die deutsche und osteuropäische Elemente verbinden — etwa das „Erndte-Fescht“ (Erntedank in kolonie-deutschem Dialekt) oder Weihnachtsbräuche, die sich über Generationen in der Isolation der Wolga- und Schwarzmeerkolonien eigenständig weiterentwickelt haben, bevor sie durch die Migration wieder auf die deutsche Alltagskultur trafen.
Typisch für diese Feste ist ein Tisch, der beide Herkunftslinien gleichzeitig zeigt: deutsches Weihnachtsgebäck neben Medovik-Honigkuchen, Kartoffelsalat neben Wareniki. Für viele Familien war und ist gerade das gemeinsame gemeinschaftliche Kochen an diesen Feiertagen einer der wenigen Orte, an denen die eigene, oft wenig bekannte Geschichte über Generationen hinweg weitergegeben wird.

Zwischen zwei Identitäten
Kaum eine Einwanderungsgruppe in Deutschland trägt eine so paradoxe doppelte Fremdheit in sich: In der Sowjetunion galten Wolga- und Schwarzmeerdeutsche über Generationen als „die Deutschen“ — trotz deutscher Pässe wurden sie in Deutschland nach ihrer Ankunft aber oft als „die Russen“ wahrgenommen, weil viele der jüngeren Generation vor allem Russisch sprachen und mit sowjetisch geprägten Alltagsgewohnheiten aufgewachsen waren.
Diese doppelte Zugehörigkeit spiegelt sich bis heute im Essen: Familien, die seit über 30 Jahren in Deutschland leben, kochen selbstverständlich Rouladen und Borschtsch am selben Wochenende, feiern Weihnachten nach deutschem und teils nach julianischem Kalender parallel und geben Rezepte in einer Mischsprache aus Deutsch und Russisch weiter. Gerade weil diese Geschichte in der deutschen Öffentlichkeit lange wenig bekannt war, ist die Küche für viele Nachfahren heute ein zentraler, oft der emotionalste Zugang zur eigenen Familiengeschichte.
124 Rezepte aus unserer Datenbank
Alle 124 Rezepte dieser Sammlung direkt aus unserer Datenbank — von Borschtsch über Pelmeni bis Medovik.
Adschika — Die feurige kaukasische Tomaten-Paprika-Knoblauchsauce
Die unangefochtene Königin der osteuropäischen Würzsaucen: Reife Sommertomaten, rote Spitzpaprika, feurige Chilischoten und reichlich Knoblauch, eingekocht zu einer samtigen, aromatisch-scharfen Würzsauce für Fleisch, Schaschlik und Bratkartoffeln.
Zum RezeptAdschika trocken/georgisch
Authentische georgische Gewürzpaste ohne Tomaten — aus Paprika, Chili, Knoblauch und Koriander. Höllisch scharf, aromatisch und ein unverzichtbarer Vorrat in der russischen Küche.
Zum RezeptBaklaschannaja Ikra — Würziger Auberginen-Aufstrich aus dem Ofen
Im Ofen geröstete Auberginen mit feinem Raucharoma, fein gehackt und mit süß geschmorten Zwiebeln, reifen Sommertomaten, Knoblauch und Koriander zu einem edlen Aufstrich vermengt.
Zum RezeptBaursaki – kasachische Hefekrapfen
Kleine, in Öl ausgebackene Kissen aus Hefeteig, außen goldbraun und innen hohl und weich: Baursaki (Баурсаки, auch „Baursak“ oder „Boorsok“) gehören in Kasachstan auf jeden festlich gedeckten Tisch und werden anstelle von Brot zu Tee, Suppe und Beschbarmak gegessen.
Zum RezeptBef Stroganow
Russisches Original-Stroganoff mit zarten Rindfleischstreifen in einer sämigen Champignon-Sahne-Sauce — ein weltberühmter Klassiker der russischen Küche.
Zum RezeptBeljaschi – frittierte Fladen mit Hackfüllung
Beljaschi (auch Belyashi, Bjeljaschi) sind runde, im Fett ausgebackene Hefeteigfladen, die in der Mitte offen bleiben und das saftige Hack zeigen. Außen knusprig, innen weich: das beliebte russische Gebäck stammt aus der tatarischen Küche und ist im Russlanddeutschen Alltag angekommen.
Zum RezeptBeschbarmak – kasachisches Fleisch mit Nudelplatten
Lange gekochtes Fleisch auf breiten, in Brühe gegarten Teigplatten, bedeckt mit Zwiebelringen und begleitet von einer Schale klarer Brühe: Beschbarmak (Бешбармак, auch „Beshbarmak“) ist das Festessen Kasachstans und Kirgisistans und vielen Russlanddeutschen aus Kasachstan vertraut.
Zum RezeptBlini
Dünne Buchweizen-Pfannkuchen nach russischer Art — luftig, leicht säuerlich und die ikonische Speise der Masleniza-Woche. Serviert mit Smetana, Kaviar oder Marmelade.
Zum RezeptBorodinskij (russisches Roggenbrot)
Ein dunkles, würziges Roggen-Sauerteigbrot aus Russland — mit Koriander und Kümmel gewürzt, leicht süßlich durch Melasse oder Malz. Borodinskij ist das bekannteste russische Brot und wird traditionell zu Suppen, Salo und eingelegten Gurken serviert. Die dicke, kräftige Kruste und das saftige Innere machen es unverwechselbar.
Zum RezeptBorschtsch
Klassische rote Bete-Suppe mit Rindfleisch, Weißkohl und Kartoffeln, serviert mit einem Klecks Smetana und frischem Dill — wärmend, sättigend und voller Umami.
Zum RezeptBubbat — Wolgadeutscher Festtags-Hefekuchen mit Rosinen & Mettwurst
Ein faszinierender, altüberlieferter Hefekuchen aus den Wolga-Kolonien: Leicht gesüßter Hefeteig mit saftigen Rosinen trifft auf deftig geräucherte Mettwurst oder Speck. Entweder in der Kastenform gebacken oder im Schmortopf gedämpft – das kühnste Festtagsgericht der Russlanddeutschen.
Zum RezeptButerbrody mit Räuchersprotten — Der legendäre Knoblauch-Schwarzbrot-Snack
In Butter geröstete dunkle Roggenbrotscheiben (Borodinskij), heiß mit einer frischen Knoblauchzehe eingerieben, bestrichen mit feiner Mayonnaise, belegt mit knackiger Gurkenscheibe, Räuchersprotte und frischem Dill. Der König aller Sakuski.
Zum RezeptCharcho – georgische Rindfleischsuppe
Charcho ist eine georgische Suppe aus Rindfleisch, Reis und gemahlenen Walnüssen, die kräftig mit Koriander, Knoblauch und Tkemali gewürzt wird. Sie ist dickflüssig und leicht säuerlich und gilt als eines der bekanntesten Gerichte aus dem Kaukasus, das in der russischen Küche weit verbreitet ist.
Zum RezeptChatschapuri (georgisch-russisch)
Herzhafte Teigtaschen aus Georgien, gefüllt mit einer würzigen Käse-Ei-Mischung — außen knusprig, innen cremig und fließend. In Russland die populärste Variante der georgischen Küche. Unwiderstehlich mit Smetana oder Ajika.
Zum RezeptChinkali – georgische Teigtaschen mit Brühe
Chinkali (auch Khinkali) kommen aus Georgien und sind große Teigtaschen, in denen eine würzige Brühe steckt. In der russlanddeutschen Küche sind sie über die Sowjetunion angekommen und werden heute zu Festen gemacht. Gegessen wird mit den Händen: am Zopf greifen, anbeißen, die Brühe trinken.
Zum RezeptChrenowina / Gorloder — Die rohe Meerrettich-Tomaten-Feuersauce
Die legendäre rohe sibirische Würzpaste aus frischen Tomaten, ungezähmtem scharfem Meerrettich, viel Knoblauch und Salz. Spitzname 'Gorloder' ('Hals-Zerreißer') – die beste natürliche Abwehr gegen jede Wintererkältung.
Zum RezeptDraniki — Knusprige russische Kartoffelpuffer mit Smetana
Goldgelb und krachend kross gebratene Kartoffelpuffer nach osteuropäischer Art: Fein geriebene stärkehaltige Kartoffeln, geriebene Zwiebeln, ohne Mehlüberladung ausgebacken, serviert mit kühler Smetana und frischem Dill.
Zum RezeptDraniki (russische Kartoffelpuffer)
Knusprige Kartoffelpuffer nach russischer Art — grob geriebene Kartoffeln mit Ei, wenig Mehl und viel Zwiebel, goldbraun gebraten bis sie knusprig und innen zart sind. Dazu Smetana und frische Kräuter. Ein einfaches, aber unwiderstehliches Gericht.
Zum RezeptDruschba-Salat (russischer Fischkonserven-Salat)
Ein herzhafter, sättigender Salat aus Fischkonserven — in Russland ein beliebter Alltagssalat aus der Sowjetzeit. Die Basis sind Ölsardinen, Makrele oder Thunfisch in Öl, kombiniert mit Ei, Kartoffeln, Zwiebeln und Mayonnaise. Druschba (Freundschaft) heißt der Salat, weil alle Zutaten gut zusammenpassen.
Zum RezeptFaule Golubzy
Rustikaler Hackfleisch-Kohl-Auflauf mit Reis — dieselbe Geschmacksrichtung wie klassische Kohlrouladen, aber ohne Wickelarbeit und in der Hälfte der Zeit.
Zum RezeptFisch-Soljanka mit Hering
Eine kräftige, säuerlich-würzige Suppe aus Russland mit Hering, Gewürzgurken, Kapern, Oliven und Tomatenmark — abgeschmeckt mit saurer Sahne. Ursprünglich ein Arme-Leute-Gericht aus Resten, heute eine Delikatesse. Die Soljanka ist so reichhaltig, dass sie als eigenständiges Hauptgericht gilt.
Zum RezeptGedeckter Pilz-Pirog — Der festliche Hefekuchen mit Waldpilzen & Reis
Ein prachtvoller, im Ofen gebackener gedeckter Festtags-Hefekuchen, kunstvoll mit Teigzöpfen verziert, gefüllt mit saftig geschmorten Waldpilzen, Zwiebeln, lockerem Rundkornreis und frischen Kräutern.
Zum RezeptGolubzy — Zarte Kohlrouladen in milder Smetana-Tomatensauce
Feinste Weißkohlblätter, gefüllt mit saftigem Hackfleisch, lockerem Rundkornreis und geschmorten Zwiebeln, sanft gegart in einer samtigen Sauce aus Tomatenmark, Rinderbrühe und frischer Smetana. Das Sonntagsgericht der ganzen Familie.
Zum RezeptGorochowij Sup — Sämige russische Erbsensuppe mit Räucherrippchen
Ein goldgelber, wärmender Erbseneintopf aus langsam zerkochten gelben Schälerbsen, geräucherten Schweinerippchen, Möhren und Kartoffeln, serviert mit knusprigen Knoblauch-Croutons aus Roggenbrot.
Zum RezeptGranatarmband – russischer Schichtsalat mit Granatapfel
Schichten aus Kartoffeln, Hähnchen, Möhren, Rote Bete, Walnüssen und Ei, als Ring geformt und lückenlos mit Granatapfelkernen besetzt: Der Salat Granatarmband (Гранатовый браслет, „Granatowyj braslet“) steht bei vielen russischsprachigen Familien zu Neujahr auf dem Festtisch.
Zum RezeptGretschka (russischer Buchweizen)
Ein einfaches, aber unverzichtbares Gericht der russischen Küche: ganzer Buchweizen (Jadritza) locker gekocht und mit Butter verfeinert. In Russland wird Gretschka zu fast allem gegessen — als Beilage zu Fleisch, Pilzen oder einfach mit Milch zum Frühstück. Buchweizen hat ein nussiges Aroma und ist reich an Eiweiß, Eisen und Ballaststoffen.
Zum RezeptGribnoi Sup
Cremige Pilzsuppe mit Steinpilzen und Kartoffeln, verfeinert mit Smetana und Dill — wohlig-wärmender Genuss für die Pilzsaison im Herbst.
Zum RezeptGriby w Smetane (Pilze in Smetana)
Waldpilze in einer cremigen Smetana-Sauce — ein klassisches russisches Gericht, das im Herbst in jeder Küche duftet. Steinpilze, Pfifferlinge oder Champignons werden mit Zwiebeln angebraten und mit Smetana vollendet. Dazu gibt es Kartoffelbrei oder Gretschka.
Zum RezeptGrüner Borschtsch
Fruchtig-säuerliche Frühlingssuppe mit frischem Sauerampfer oder Mangold, Kartoffeln und halbierten Eiern — leicht, erfrischend und schnell zubereitet.
Zum RezeptGulasch nach Jägerart (Schaschlyk-Topf)
Herzhaftes Schmorgericht aus Rindfleisch mit Paprika, Tomaten und Pilzen — ein Ableger des klassischen Schaschlyk als Eintopf. Langsam geschmort, bis das Fleisch auf der Zunge zergeht. Perfekt für kalte Tage mit Kartoffeln oder selbstgemachten Nudeln.
Zum RezeptGurken-Tomaten-Salat mit Smetana & Dill
Sommerlicher, leichter Salat aus reifen Tomaten, knackigen Gurken und Zwiebeln in einer cremigen Smetana-Dill-Sauce — die perfekte Beilage zu Schaschlik oder Pelmeni.
Zum RezeptHausgemachtes Salo mit Knoblauch — Der edle gesalzene Rückenspeck
Reiner, weißer Schweinerückenspeck, trocken gebeizt in grobem Meersalz, frisch zerdrücktem Knoblauch, Pfeffer und Lorbeer, tiefgefroren und hauchdünn auf kaltem Schwarzbrot serviert. Die Krönung jeder traditionellen Sakuska-Runde.
Zum RezeptHering im Pelzmantel
Festlicher Schichtsalat aus Hering, Rote Bete, Kartoffeln und Karotten, überzogen mit Mayonnaise — der ikonische russische Neujahrs-Klassiker (Schuba).
Zum RezeptHolodez – russische Sülze mit Fleisch
Holodez (auch Cholodez, kalte Sülze oder Studen) ist ein Festessen: Fleisch und Knochen werden stundenlang in klarer Brühe gekocht, die beim Abkühlen von selbst geliert. Serviert wird sie kalt mit Meerrettich oder Senf.
Zum RezeptKabaczki Marinovannye
Süß-sauer eingelegte Zucchini nach russischer Art mit Knoblauch und Dill — knackig, würzig und der perfekte Wintervorrat aus der Sommerernte.
Zum RezeptKabaczkowaja Ikra — Samtiger Zucchini-„Kaviar“ für kräftiges Schwarzbrot
Der berühmte sowjetische Zucchini-Aufstrich: Frische Zucchini, süße Möhren und Zwiebeln, langsam im Bräter geschmort, mit Tomatenmark karamellisiert und samtweich püriert. Das Gold der Sommerernte auf geröstetem Roggenbrot.
Zum RezeptKapustnyj Pirog
Gedeckter russischer Kohlkuchen aus Hefeteig — eine herzhafte Tarte mit geschmortem Weißkohl, Ei und Dill, die warm oder kalt fantastisch schmeckt.
Zum RezeptKartoffel und Klees – wolgadeutsche Mehlklöße
Kartoffelstücke und kleine Mehlklöße (Klees), zusammen gekocht und mit Röstzwiebeln und Speck übergossen: Kartoffel und Klees ist ein Alltagsgericht der Wolgadeutschen. Rezept und Menge der Zutaten unterscheiden sich von Familie zu Familie, die Grundidee bleibt gleich.
Zum RezeptKasachischer Plow im Kasan — Das Festmahl mit Lamm, gelben Möhren & Kreuzkümmel
Langkornreis, zart geschmortes Lammfleisch, süße Karottenstifte und eine ganze Knoblauchknolle, gegart im traditionellen gusseisernen Kasan über offenem Feuer oder dem Herd. Das Herzstück jeder großen Zusammenkunft unter Kasachstandeutschen.
Zum RezeptKaukasischer Schaschlyk vom Lamm — Mit Granatapfel-Marinade & Bergkräutern
Zartes Lammfleisch aus der Keule, eingelegt in herb-süßem Granatapfelsaft, frischem Koriander, Knoblauch und Zwiebeln, saftig gegrillt über Holzkohle. Die edelste Schaschlik-Variante der kaukasischen Tradition.
Zum RezeptKiewer Kotelett — Knuspriges Geflügel-Kotelett mit Kräuterbutter-Kern
Das Meisterstück der Restaurantküche: Zartes Hähnchenbrustfilet, gefüllt mit eiskalter Petersilien-Knoblauch-Kräuterbutter, doppelt paniert und goldbraun souffliert ausgebacken. Beim ersten Schnitt ergießt sich die duftende flüssige Butter über das Fleisch.
Zum RezeptKisel (russisches Beerengetränk)
Ein dickflüssiges, süßes Beerengetränk aus Russland — ähnlich wie ein Fruchtpudding, aber dünner und als Getränk serviert. Kisel wird aus frischen oder gefrorenen Beeren mit Stärke gebunden, warm oder kalt getrunken. In Russland ein klassisches Hausmittel bei Erkältungen und ein beliebtes Kindergetränk.
Zum RezeptKompott
Russisches Trockenfrucht-Getränk — süß, würzig und das alltägliche Tischgetränk in russischen Haushalten. Im Sommer mit frischen Kirschen, im Winter mit Dörrobst.
Zum RezeptKrabbensalat nach russischer Art
In Russland gehört er auf jedes Festtagsbuffet, in Deutschland kennt man ihn aus russischen Supermärkten: Krabbensalat mit Surimi-Stäbchen, Mais, Ei und Reis, angemacht mit Mayonnaise. Er ist in 20 Minuten fertig und schmeckt gut gekühlt.
Zum RezeptKrautstrudla — Geschmorter Weißkohl-Wickelstrudel
Dünn ausgerollter Hefeteig, reich gefüllt mit feingeschnittenem, in Schmalz karamellisiertem Weißkohl und Speck, als Schnecke gewickelt und saftig im Bräter geschmort. Ein herbstliches Paradegericht der Wolga-Kolonien.
Zum RezeptKreppel – wolgadeutsches Hefegebäck
Kreppel sind in Fett ausgebackene Hefeteigstücke, die in der Küche der Wolgadeutschen zu Festen und im Winter gebacken wurden. Außen goldbraun, innen luftig, werden sie in Zucker gewälzt oder mit Marmelade gefüllt.
Zum RezeptKulitsch — Der traditionelle russische Oster-Hefekuchen
Das heilige Gebäck des orthodoxen Osterfestes: Ein hoher, zylindrischer Festtags-Hefekuchen mit Kardamom, Vanille, Safran und rumgetränkten Rosinen, gekrönt von einer schneeweißen Zuckerglasur und bunten Streuseln.
Zum RezeptKurgut (geräucherter russischer Quark)
Ein fester, geräucherter Quark aus Russland — auch ‚Käse der Wolgadeutschen‘ genannt. Kurgut wird aus trockenem Quark, Butter und Eiern hergestellt und über Buchenholz geräuchert. Das Ergebnis ist ein fester, gelblicher Quark mit rauchigem Aroma, der in dünnen Scheiben auf Brot serviert wird.
Zum RezeptKwas – russisches Brotgetränk
Kwas ist ein leicht säuerliches, schwach alkoholhaltiges Getränk aus vergorenem Roggenbrot. In Russland wird er im Sommer gekühlt getrunken und dient als Basis für kalte Suppen wie Okroschka. Selbstgemacht braucht er einen Tag und kaum Aufwand.
Zum RezeptKwaschenaja Kapusta — Knackiges russisches Sauerkraut mit Karotte & Preiselbeeren
Traditionell milchsauer vergorenes Weißkraut, gehobelt und mit geraspelten Möhren, Lorbeer und Preiselbeeren im eigenen Saft eingestampft. Vollkommen ohne Essig oder Wein – knackig, probiotisch und unendlich vitaminreich.
Zum RezeptLagman – zentralasiatische Nudelsuppe
Lagman stammt aus der uigurischen Küche und ist in Zentralasien eines der meistgegessenen Gerichte: Nudeln mit einem dicken Gemüse-Fleisch-Eintopf. In der russischen Küche und bei Russlanddeutschen aus Kasachstan und Usbekistan ist Lagman als Alltagsessen gut bekannt.
Zum RezeptLapscha-Suppe mit Huhn
Wärmende Hühnernudelsuppe nach russischer Art — mit hausgemachten Eiernudeln (Lapscha), zartem Hähnchenfleisch und einer klaren, würzigen Brühe. Das russische Soulfood schlechthin bei Erkältungen oder an kalten Wintertagen.
Zum RezeptLeniwyje Wareniki – faule Quarkklößchen
Kleine Klößchen aus Quark, Ei und wenig Mehl, in Salzwasser gegart und mit Butter und Smetana serviert: Leniwyje Wareniki (Ленивые вареники, „faule Wareniki“) schmecken wie gefüllte Quark-Wareniki, kommen aber ohne Ausrollen und Füllen aus und sind in 20 Minuten fertig.
Zum RezeptLobio – georgischer Bohneneintopf
Lobio ist ein georgischer Bohneneintopf mit Zwiebeln, Walnüssen und viel Koriander. Er wird warm oder lauwarm gegessen, typischerweise mit Maisbrot (Mchadi). Ein günstiges, sättigendes Gericht, das auch vegan gelingt.
Zum RezeptMakaroni po-flotski – Nudeln nach Marinesart
Nudeln, Hackfleisch und viel gebräunte Zwiebel: Makaroni po-flotski stammt aus dem russischen Alltag und zählt zu den ersten Gerichten, die dort jede Familie kocht. Das Gericht kommt mit drei Hauptzutaten aus und ist in 30 Minuten fertig.
Zum RezeptMalossol-Gurken: russische Salzgurken über Nacht
Leicht gesalzene Gurken nach russischer Art: knackige Einlegegurken mit Dill, Knoblauch und Meerrettichblatt in heißer Salzlake – nach 24 Stunden fertig.
Zum RezeptMaloszolnyje Ogurzy
Schnell-fermentierte Salzgurken nach russischer Art mit Dill, Knoblauch und Pfeffer — in 24 Stunden fertig, crunchy und der perfekte Sommer-Snack zu Wodka und Pellkartoffeln.
Zum RezeptManty – gedämpfte Teigtaschen aus Zentralasien
Große, handgefaltete Teigtaschen mit einer Füllung aus gehacktem Fleisch, viel Zwiebel und Kürbis, im Dampf gegart: Manty (Манты, auch „Manti“ oder „Mantu“) kennen viele Russlanddeutsche aus Kasachstan, Kirgisistan und Usbekistan. Sie sind deutlich größer als türkische Mantı und werden nicht gekocht.
Zum RezeptMarinierte Waldpilze (russisch)
Waldpilze in einer würzigen Marinade aus Essig, Öl, Knoblauch und Dill — eine klassische russische Vorspeise zu Wodka. Die Pilze werden vor dem Marinieren kurz blanchiert, dann in der heißen Marinade eingelegt. Steinpilze, Maronenröhrlinge und Pfifferlinge eignen sich am besten.
Zum RezeptMarinierter Hallimasch (Opjata)
Sauer eingelegte Pilze nach osteuropäischer Art.
Zum RezeptMedovik — Die zaristische 8-Schichten-Honigtorte mit Smetana-Creme
Die berühmteste Festtagstorte Russlands: Acht hauchdünne, karamellisierte Honigteigböden, geschichtet mit einer zart säuerlichen Schmand-Vanille-Creme, eingehüllt in feine Keksbrösel. Über Nacht durchgezogen schmilzt sie auf der Kaffeetafel wie Samt.
Zum RezeptMimosa-Salat — Zarter Festtags-Schichtsalat mit Eigelb-Schnee
Ein luftig-zarter sowjetischer Festtagssalat zum 8. März (Weltfrauentag): Feiner Lachs oder Thunfisch, geschichtet mit Kartoffeln, Möhren, cremigem Eiweiß und Mayonnaise, bestreut mit fluffig geriebenem Eigelb wie gelbe Mimosenblüten im Schnee.
Zum RezeptMorkowcha — Der scharf-würzige koreanisch-sowjetische Möhrensalat
Lange, hauchdünne Karottenstreifen, mariniert mit Knoblauch, Koriander, Chili und Essig, übergossen mit zischend heißem Würzöl. Das beliebteste Streetfood der Sowjetkoreaner (Koryo-Saram), fest verankert in jeder russlanddeutschen Küche.
Zum RezeptMurawejnik – Ameisenhügel-Kuchen
Gebackene Mürbteigkrümel, vermischt mit gekochter Kondensmilch und Walnüssen, zu einem Hügel aufgeschichtet: Der Murawejnik (russisch für „Ameisenhaufen“) ist ein Kuchen ohne Teigrolle und ohne Backzeit am Ende. Er wird kalt gegessen.
Zum RezeptNapoleon-Torte — Tausend knusprige Blätter mit Vanillecreme
Die unsterbliche Tausendblätter-Torte der Festtagsküche: Unzählige hauchdünne, krachend blättrige Teigschichten, gefüllt mit samtig gekochter Vanille-Puddingcreme (Krem Plombir), bedeckt von goldbraunem Blätterteig-Schnee.
Zum RezeptOkroschka — Eiskalte Sommersuppe auf Kwas oder prickelndem Kefir
Die ultimative Rettung an heißen Sommertagen: Knackige Radieschen, Gartengurken, gekochte Kartoffeln, Eier und milde Doktorskaja-Wurst, eiskalt aufgegossen mit herber Brotwürze (Kwas) oder prickelndem Kefir und frischem Dill.
Zum RezeptOladji mit Äpfeln
Fluffige Kefir-Pfannkuchen mit geraspeltem Apfel — goldbraun, saftig und der Duft von Kindheit in Russland. Der perfekte Sonntagsbrunch mit Smetana oder Honig.
Zum RezeptPascha — russische Oster-Süßspeise
Eine traditionelle russische Osterspeise in Pyramidenform — aus Quark, Butter, Eigelb, Rosinen und Mandeln, cremig und reichhaltig. Kein Backen, nur Kühlung. Die klassische Beilage zum Kulitsch. Die Masse wird in einer speziellen hölzernen Form (pasotschniza) gepresst.
Zum RezeptPastila
Altrussisches Apfelkonfekt — luftig-leicht, nur aus Apfelmark, Eiweiß und Zucker. Fruchtleder-ähnlich, aber zarter. Ein jahrhundertealtes Rezept (Kolomnaer Pastila).
Zum RezeptPilzsuppe mit Buchweizen
Russische Waldpilzsuppe mit geröstetem Buchweizen — erdig, nussig und wärmend. Die Kombination aus getrockneten Steinpilzen und frischen Champignons gibt ein intensives Pilzaroma, der Buchweizen mach die Suppe sämig und sättigend.
Zum RezeptPiroschki mit Kartoffeln & Dill — Weiche Pfannentaschen mit cremigem Kern
Goldgelb gebratene Hefeteigtaschen mit einer Füllung aus butterzartem Kartoffelstampf, geschmorten Zwiebeln und feinem frischen Dill. Wunderbar weich, herzhaft und das beliebteste Comfort Food der Datscha-Küche.
Zum RezeptPiroschki mit Kohl — Goldbraun gebratene Hefe-Schiffchen mit Schmorkohl
Fluffig weiche Teigschiffchen aus milchigem Hefeteig, reich gefüllt mit saftig karamellisiertem Weißkohl und Zwiebeln, in Butterschmalz oder Öl goldbraun ausgebacken. Das heißgeliebte Streetfood für unterwegs.
Zum RezeptPlatschinda — Knusprige Kürbistaschen der Schwarzmeerdeutschen
Dünn ausgerollter, ungehebelter Teig, gefüllt mit saftig geraspeltem Muskatkürbis, Zwiebeln und schwarzem Pfeffer (oder süß mit Zimt), zu kunstvollen Päckchen gefaltet und in der Pfanne goldbraun knusprig ausgebacken.
Zum RezeptPlombir (russisches Sahneeis)
Das berühmte russische Sahneeis nach GOST-Standard — unglaublich cremig, reichhaltig und ohne Eiskristalle. Plombir wird nur aus Milch, Sahne, Zucker und Eigelb hergestellt, ohne Verdickungsmittel. In Russland ist Plombir eine der beliebtesten Süßspeisen und hat Kultstatus seit der Sowjetzeit.
Zum RezeptPomidory Marinovannye
Russisch eingelegte Tomaten mit Knoblauch, Dill und schwarzen Pfefferkörnern — ein säuerlich-würziger Vorrat für den Winter, der an Sommer erinnert.
Zum RezeptPoscharskij-Koteletts — Zarte Geflügelfrikadellen im Knusperbrot-Mantel
Eine historische Zarenspezialität: Hauchzarte Geflügelfrikadellen aus gehacktem Hähnchenfleisch, Sahne und Butter, umhüllt von winzigen gerösteten Weißbrotwürfeln, die beim Braten zu einer goldgelben Knusper-Igelkruste verbacken.
Zum RezeptPryaniki (russische Honiglebkuchen)
Gewürzte Honiglebkuchen aus Russland — weich, würzig und mit einer Glasur überzogen. Die kleinen Küchlein sind in Russland das ganze Jahr über beliebt, besonders aber zu Weihnachten. Sie werden traditionell mit einer dünnen Zuckerglasur überzogen und schmecken nach Honig, Zimt, Kardamom und Nelken.
Zum RezeptPschonnaja Kascha – Hirsebrei mit Kürbis
Goldgelber Hirsebrei, mit Kürbiswürfeln in Milch weich gekocht und mit Butter verfeinert: Pschonnaja Kascha s tykwoj (Пшённая каша с тыквой) ist ein russisches Herbstfrühstück, das auch als süße Hauptmahlzeit gegessen wird.
Zum RezeptPtitschje Moloko — Vogelmilch-Torte: Wolkenleichtes Soufflé unter Schokolade
Die legendärste Torte der späten Sowjetära: Ein zarter Mürbeteigboden, gekrönt von einem schneeweißen, luftig-leichten Soufflé aus Eiweiß, geschlagener Butter und Agar-Agar, überzogen von einer spiegelglatten Zartbitter-Schokoladenglasur.
Zum RezeptPurée Kartofelnoje (russischer Kartoffelbrei)
Samtiger, buttriger Kartoffelbrei nach russischer Art — mit Milch, Butter und einem Spritzer Sahne. In Russland ist Kartoffelbrei die wichtigste Beilage und wird zu Koteletts, Rouladen oder Wurst serviert. Kein Püree wird mit einem Stampfer gemacht, denn die Kartoffeln müssen fein und luftig sein.
Zum RezeptRassolnik — Graupen-Gurkensuppe mit Rindfleisch & Salzgurken-Lake
Ein wärmender, herzhafter russischer Wintereintopf aus zartem Rindfleisch, bissfesten Perlgraupen, Wurzelgemüse und fein geriebenen Salzgurken, abgeschmeckt mit einem Schuss heißer Gurkenlake.
Zum RezeptRiewelkuche — Wolgadeutscher Beeren-Streuselkuchen mit extra viel Riwwel
Ein luftiger Hefeboden vom Blech, belegt mit saftigen Beeren oder Waldfrüchten und bedeckt von einem wahren Berg aus knusprigen, buttrigen 'Riwweln' (Streuseln). Das unverzichtbare sonntägliche Kaffeegebäck der Russlanddeutschen.
Zum RezeptRote-Bete-Salat mit Walnüssen (russisch)
Ein klassischer russischer Salat aus gekochter Rote Bete, mit gerösteten Walnüssen, Knoblauch und Smetana — einfach, schnell und unwiderstehlich. In jeder russischen Familie gibt es eine eigene Variante. Der Salat ist tiefrot, cremig und hat eine wunderbare Kombination aus süßlich-erdiger Rote Bete und nussigen Walnüssen.
Zum RezeptRussische Fleisch-Soljanka — Der rauchig-würzige Kater-Eintopf
Ein legendärer, säuerlich-rauchiger Eintopf aus verschiedenen geräucherten Fleisch- und Wurstsorten, geschmorten Zwiebeln, Tomatenmark, echten Salzgurken, Kapern und schwarzen Oliven. Serviert mit einer Zitronenscheibe und kühler Smetana.
Zum RezeptRussische Hausmacher-Kotleti — Saftige Fleischfrikadellen mit eingeweichtem Weißbrot
Die unangefochtene Ikone der russischen Familienküche: Außen zart gebräunte, innen traumhaft weiche und saftige Fleischfrikadellen aus Rind und Schwein, zubereitet mit in Milch eingeweichtem Brot, geriebenen Zwiebeln und Knoblauch.
Zum RezeptRussische Schtschi — Die traditionelle Kohlsuppe aus dem Schmortopf
Die Urmutter aller russischen Suppen: Zartes Rindfleisch, frischer Weißkohl (oder Sauerkraut als 'Saure Schtschi'), Kartoffeln und Wurzelgemüse, langsam im Tontopf geschmort. Bekannt für ihr tiefes, erdiges Aroma.
Zum RezeptRussischer Mors — Herb-fruchtiger Beeren-Nektar aus Moosbeeren & Honig
Das älteste Erfrischungsgetränk der Taiga: Frische oder tiefgekühlte Moosbeeren (Kljukwa) oder Preiselbeeren, schonend zerdrückt, mit beerigem Sud und feinem Bienenhonig aufgegossen. Prall gefüllt mit natürlichem Vitamin C.
Zum RezeptRusslanddeutscher Schaschlik am Mangal — Schweinenacken in Zwiebel-Mineralwasser-Lake
Zart marmorierte Schweinenackenwürfel, über Nacht mariniert in einem Sud aus Unmengen an Zwiebelsaft, stark kohlensäurehaltigem Mineralwasser, mildem Essig und Koriander, auf breite Metallspieße gesteckt und über glühender Holzkohle saftig gegrillt.
Zum RezeptRybnik — Traditioneller Festtags-Pirog mit Lachs, Reis & Lauch
Ein majestätischer gedeckter Fischkuchen nach uralter nordrussischer Tradition: Saftige Lachs- oder Zanderfilets, geschichtet mit buttrigem Reis, gedünstetem Lauch, hartgekochten Eiern und frischem Dill im goldenen Hefeteigmantel.
Zum RezeptRybnik / Lachs-Pirog
Gedeckter russischer Fischkuchen aus Hefeteig mit Lachs, Reis und Lauch — festlich, saftig und das Highlight jeder Feierlichkeit.
Zum RezeptSalat Olivier — Der unangefochtene König der Neujahrssalate
Der berühmteste Festtagssalat der osteuropäischen Welt: Akkurat gewürfelte Kartoffeln, Möhren, feine Erbsen, hartgekochte Eier, Salzgurken und Doktorskaja-Fleischwurst, harmonisch verbunden mit samtiger Mayonnaise und einem Hauch Senf.
Zum RezeptSamsa — Knusprige Blätterteigtaschen mit Lammfleisch & Kreuzkümmel
Dreieckige, vielschichtige Blätterteigtaschen nach zentralasiatischer Art, gefüllt mit handgeschnittenem Lamm- und Rindfleisch, Zwiebeln und schwarzem Pfeffer, bestreut mit Schwarzkümmel und goldbraun im Ofen gebacken.
Zum RezeptSanddorn-Warenje
Goldgelbes Warenje aus Sanddornbeeren mit Honig — säuerlich-fruchtig und extrem vitaminreich. In Russland als Heilmittel gegen Erkältungen verehrt.
Zum RezeptSbiten – heißes Honig-Gewürz-Getränk
Wasser, Honig und Wintergewürze, eine Viertelstunde leise gekocht und heiß getrunken: Sbiten (Сбитень, auch „Sbiten'“ oder „Zbiten“) ist ein altrussisches Heißgetränk, das in schriftlichen Quellen seit dem Mittelalter erwähnt wird. In der Grundform enthält es keinen Alkohol.
Zum RezeptScharkoje — Deftiger Rindfleisch-Kartoffel-Schmortopf aus dem Tontopf
Ein urrussischer Schmortopf: Rindfleisch, Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln in reichlich Knoblauch-Tomatensud, langsam im Tontopf geschmort, bis das Fleisch butterzart zerfällt und die Kartoffeln die aromatische Sauce aufgesaugt haben.
Zum RezeptScharlotka – russischer Apfelkuchen
Vier Eier, Zucker, Mehl und viele Äpfel: Scharlotka (auch Sharlotka oder Charlotka geschrieben) ist der Apfelkuchen, den in Russland fast jeder aus dem Kopf backt. Der Teig ist ein luftiger Biskuit, der die Äpfel umschließt und saftig hält.
Zum RezeptSchnitzsuppe — Wolgadeutsche Dörrobst-Festsuppe mit süßen Grießklößchen
Eine aromatische, bernsteinfarbene Festtagssuppe aus getrockneten Pflaumen, Äpfeln, Birnen und Aprikosen, gewürzt mit Zimt und Nelken, serviert mit zart schmelzenden Grießklößchen. Der wärmende Seelentröster kalter Steppenwinter.
Zum RezeptSeld pod Schuboi — Hering im Pelzmantel: Der pinke Kult-Schichtsalat
Der spektakulärste Schichtsalat der russischen Küche: Würzige Matjesfilets auf einer Schicht aus Zwiebeln und Kartoffeln, eingehüllt in einen warmen 'Pelzmantel' aus Möhren, Eiern und süßer Roter Bete, gekrönt von feiner Mayonnaise.
Zum RezeptSibirische Pelmeni — Mit Eiswasser-Geheimnis, Essig & Smetana
Klassische sibirische Fleisch-Teigtaschen aus dünnem elastischem Nudelteig mit saftiger Rind- und Schweinehackfüllung. Serviert mit zerlassener Butter, einem Schuss Essig, schwarzem Pfeffer und frischer Smetana.
Zum RezeptSmetannik – russische Schmandtorte
Zwei Schmandböden, geschichtet mit einer Creme aus saurer Sahne, die leicht säuerlich und nicht zu süß ist: Smetannik braucht keine Backkunst, aber eine Nacht im Kühlschrank. Die Torte ist dann schnittfest und schmeckt am zweiten Tag am besten.
Zum RezeptSmorodinowoje Warenje
Schwarzes Johannisbeer-Warenje — intensiv fruchtig, leicht herb und eine Vitamin-C-Bombe. Der klassische russische Vorrat aus dem Sommer für den Wintertee.
Zum RezeptSolenye Ogurzy / Malossol-Gurken — Knackige Salzgurken mit Dill & Kirschlaub
Echte milchsauer vergorene Salzgurken nach alter russischer Tradition: Kleine feste Freilandgurken in einer aromatischen Lake mit Dilldolden, Knoblauch, Meerrettichwurzel, Eichen- und Kirschblättern. Krachend knackig und herrlich pikant.
Zum RezeptSolenye Pomidory — Würzige eingelegte Tomaten in Knoblauch-Kräuter-Lake
Ganze reife Tomaten, milchsauer eingelegt mit Knoblauch, Selleriegrün, Dill und Piment. Beim Hineinbeißen platzt die zarte Haut auf und gibt einen spritzigen, erfrischenden Tomatensaft frei.
Zum RezeptStrudla — Wolgadeutsche Dampfnudel-Schnecken auf Sauerkraut & Schweinebauch
Fluffig aufgegangene Hefeteigschnecken, die direkt über schmorendem Sauerkraut, Kartoffeln und krossem Schweinebauch im Dampf gegart werden. Das unangefochtene Nationalgericht der Russlanddeutschen mit der legendären knusprigen Schmalzkruste am Topfboden.
Zum RezeptSushki & Bubliki
Zwei russische Gebäck-Klassiker: Sushki — kleine, knusprige Ringe (ähnlich wie Mini-Brezeln) und Bubliki — weichere, größere Ringe, die vor dem Backen kurz blanchiert werden. Beide passen hervorragend zum Tee. Sushki sind perfekt zum Knabbern, Bubliki als süßes Frühstück.
Zum RezeptSüße Wareniki mit Sauerkirschen — Der Sommer-Kult mit Vanille-Smetana
Zarte gekochte Teigtaschen, gefüllt mit saftigen dunklen Sauerkirschen und einem Hauch Zucker. Beim Anstechen quillt rubinroter Kirschsaft hervor, der sich mit gesüßter, kühler Smetana zu einer himmlischen Sauce vereint.
Zum RezeptSwekolnik — Leuchtend pinke kalte Rote-Bete-Suppe mit Kefir & Ei
Die erfrischende, rubinrot bis pink leuchtende Sommersuppe aus gegarter Roter Bete, kühlem säuerlichem Kefir, frischen Gurken, Dill und hartgekochtem Ei. Ein kalorienarmes, vitaminreiches Sommerwunder.
Zum RezeptSyrniki — Goldbraun gebratene Quarkküchlein aus echtem Tworog
Die unbestrittene Königin des russischen Frühstücks: Dicke, goldgelb gebratene Quarkpuffer aus trockenem Schichtkäse (Tworog) mit einem Hauch Vanille. Außen zart knusprig, innen cremig wie ein Soufflé – serviert mit Smetana und Beeren-Warenje.
Zum RezeptTefteli – Hackbällchen in Tomatensauce
Rundes Hackfleisch mit Reis im Teig, in der Pfanne angebräunt und dann in Tomaten-Schmand-Sauce geschmort: Tefteli sind ein Familienessen, das in Russland in Kantinen und Haushalten gleichermaßen vorkommt. Die Sauce ist so wichtig wie das Fleisch.
Zum RezeptTkemali
Säuerlich-scharfe georgische Pflaumensauce aus unreifen Zwetschgen, Knoblauch und Koriander — die perfekte Begleitung zu Fleisch, Schaschlik und Kartoffeln.
Zum RezeptTschak-Tschak – Honiggebäck aus der Wolgaregion
Tschak-Tschak stammt aus der tatarischen und baschkirischen Küche und ist in der Wolgaregion weit verbreitet. Dünne Teigstreifen werden frittiert, in heißem Honigsirup gewendet und zu einem Hügel aufgeschichtet. Knusprig, klebrig und sehr süß.
Zum RezeptTschebureki — Knusprige Halbmond-Taschen mit kochend-heißem Fleischsaft
Goldgelb im heißen Öl ausgebackene Teigtaschen der Krimtataren aus hauchdünnem, bläschenwerfendem Teig, prall gefüllt mit saftigem Rinder- und Lammhackfleisch, Zwiebelbrühe und frischen Kräutern. Beim ersten Hineinbeißen fließt der aromatische Saft!
Zum RezeptTuschonaja Kapusta – russischer Schmorkohl
Weißkohl, mit Zwiebel, Möhre und Tomatenmark langsam weich geschmort: Tuschonaja Kapusta (Тушёная капуста, auch „Tuschenaja Kapusta“ geschrieben) ist eine der Standardbeilagen der russischen Alltagsküche. Sie passt zu Kotleti und Würstchen und dient als Füllung für Piroschki.
Zum RezeptTworozhnaja Sapekanka
Russischer Quark-Auflauf mit Rosinen — wie Käsekuchen ohne Boden, goldbraun gebacken und cremig im Inneren. Ein Stück Kindheit für viele Russlanddeutsche.
Zum RezeptUcha — Russische Zaren-Fischsuppe mit einem Schuss Wodka
Eine glasklare, edle Fischsuppe aus Süßwasserfischen mit zartem Wurzelgemüse, Zwiebeln und schwarzem Pfeffer, vollendet nach alter Wolga-Fischertradition mit einem Schuss eiskaltem Wodka für kristallklare Reinheit.
Zum RezeptVinaigrette — Der bunte Rote-Bete-Kartoffelsalat mit Sauerkraut & Sonnenblumenöl
Der gesunde, farbenprächtige Winter-Gemüsesalat der russischen Alltagsküche: Rote Bete, Kartoffeln, Möhren, knackige Salzgurken, säuerliches Sauerkraut und weiße Bohnen, vollendet mit aromatisch duftendem unraffiniertem Sonnenblumenöl.
Zum RezeptWareniki mit Kartoffeln & goldenen Röstzwiebeln — Das Seelenfutter
Zarte halbmondförmige Teigtaschen mit kunstvollem Zopfmuster, gefüllt mit cremigem, muskatgewürztem Kartoffelstampf und reichlich karamellisierten Zwiebeln, serviert in schäumender Butter mit knusprigen Zwiebelringen und Smetana.
Zum RezeptWareniki mit Tworog — Zarte Quarktaschen nach Landfrauen-Art
Klassische Teigtaschen gefüllt mit trockenem russischem Schichtkäse (Tworog), Eigelb und feiner Vanille (oder herzhaft mit Dill und Salz). Leicht, samtig und ein traditioneller Frühstücks- und Fastenliebling.
Zum RezeptWarenje aus Erdbeeren
Russische Konfitüre aus ganzen Erdbeeren in hellem Sirup — die Früchte bleiben ganz und leuchten rubinrot. Der klassische Brotaufstrich für Blini und Oladji.
Zum RezeptWatruschki
Russische Quark-Hefetaschen mit einer Mulde aus süßem Tworog-Quark — fluffiger Hefeteig trifft auf cremig-säuerliche Füllung, der perfekte Tee-Begleiter am Nachmittag.
Zum RezeptWatruschki — Sonnengelbe Hefe-Quarknester nach Babuschka-Art
Runde, fluffige Hefeteigteilchen mit einer großzügigen, sonnengelben Mulde aus cremigem Tworog-Quark, Vanille und süßen Rosinen. Das traditionelle Gebäck zum sonntäglichen Samowar-Tee.
Zum RezeptWolgadeutsche Haluschki — Spitzkohl-Schupfnudel-Pfanne mit Schmalz
Frisch gehobelte hausgemachte Teigstreifen, direkt in kochendem Wasser gegart und mit süß geschmortem Spitzkohl, karamellisierten Zwiebeln und knusprigen Schmalzgrieben in der Pfanne geschwenkt. Das ultimative schnelle Wochentagsessen.
Zum RezeptWolgadeutsche Nudlasuppe — Die Hochzeits-Hühnersuppe mit handgeschnittenen Eiernudeln
Eine goldgelb glänzende, kräftige Hühnerbrühe vom ganzen Suppenhuhn mit Wurzelgemüse, serviert mit hauchdünnen, sonnengetrockneten handgeschnittenen Eiernudeln. Die traditionelle Eröffnung jeder wolgadeutschen Hochzeit.
Zum RezeptZyplyonok Tabaka — Plattgedrücktes Knoblauch-Hähnchen unter der Gusseisenpresse
Ein ganzes junges Hähnchen, am Rückgrat aufgeschnitten, flach geklopft und unter einem schweren Gewicht in Butterschmalz gebraten, bis die Haut ringsum knusprig wie Glas ist, aromatisiert mit frischer Knoblauch-Kräuter-Emulsion.
Zum Rezept12 von 124 Rezepten
Häufige Fragen zu Russlanddeutsche Küche
Quellen: BAMF — Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler, UNESCO — Culture of Ukrainian borscht cooking, Wolgadeutsche ASSR — ome-lexikon.uni-oldenburg.de
