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Engagement Rate berechnen: Food-Accounts realistisch sehen

Realistische Engagement-Raten für Food-Accounts nach Follower-Größe. Warum Mega-Account-Vergleiche unfair sind + praktischer Rechner-Test.

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Engagement Rate berechnen: Food-Accounts realistisch sehen

Du postest regelmäßig auf Instagram, aber deine Reichweite fühlt sich an wie ein Würfelspiel? Deine Fotos von handgerollten Pasta-Frischlingen oder dem perfekten Soufflé bekommen zwar Likes – aber reicht das? Und vor allem: Wie schneidest du im Vergleich zu anderen Food-Accounts ab?

Die Antwort liegt in deiner Engagement Rate. Aber Vorsicht: Die Zahlen, die du von großen Food-Influencern mit 500.000 Followern kennst, sagen wenig über deinen eigenen Account aus. In diesem Artikel zeige ich dir, warum Vergleiche mit Mega-Accounts unfair sind, welche Richtwerte für deine Follower-Größe gelten und wie du mit dem Engagement-Rate-Rechner auf Saisonkalender Pro deine echte Performance misst.

Smartphone neben Notizbuch auf dem Schreibtisch

Was die Engagement Rate wirklich aussagt – und was nicht

Die Engagement Rate ist der Prozentsatz deiner Follower (oder deiner Reichweite), die mit deinem Content interagieren. Die Standardformel: (Likes + Kommentare + Saves + Shares) ÷ Follower × 100.

Klingt simpel, aber hier liegt der Haken: Ein kleiner Account mit 1.000 Followern und 50 Interaktionen hat eine Rate von 5 %. Ein großer Account mit 100.000 Followern und 2.000 Interaktionen liegt bei 2 %. Wer performt jetzt besser?

Auf den ersten Blick der kleine Account. Aber der große Account erreicht 2.000 Menschen aktiv – das sind 40-mal so viele Interaktionen. Die Rate allein sagt also nichts über die absolute Reichweite oder den Einfluss aus.

Für Food-Accounts gilt noch etwas Besonderes: Saves und Shares sind hier oft wertvoller als Likes. Ein Rezept, das jemand speichert, wird später nachgekocht. Ein Video, das geteilt wird, bringt neue Follower. Die reine Like-Zahl unterschätzt daher oft die echte Wirkung von Food-Content.

Realistische Richtwerte nach Follower-Größe

Die pauschalen Schwellenwerte aus vielen Online-Rechnern – „unter 1 % ist schlecht, über 3 % ist gut“ – stammen meist aus Analysen von Mega-Accounts. Für kleinere Accounts sind sie viel zu streng. Hier eine realistischere Einteilung für Food-Accounts, basierend auf meiner Erfahrung und Branchenbeobachtungen:

Follower-GrößeNiedrigDurchschnittlichGutSehr gut
< 5.000< 2 %2–5 %5–10 %> 10 %
5.000–20.000< 1,5 %1,5–4 %4–8 %> 8 %
20.000–100.000< 1 %1–3 %3–6 %> 6 %
> 100.000< 0,5 %0,5–2 %2–4 %> 4 %

Ein Account mit 3.000 Followern und einer Rate von 4 % liegt im „guten“ Bereich. Ein Account mit 150.000 Followern und 2 % ebenfalls – obwohl die Zahl niedriger aussieht.

Warum sinkt die Rate mit mehr Followern? Drei Gründe:

  1. Alte Follower interagieren seltener. Wer dir vor zwei Jahren gefolgt ist, sieht deine Posts vielleicht nicht mehr im Feed.
  2. Die Zielgruppe wird breiter. Mit 10.000 Followern sind es oft echte Food-Fans. Mit 100.000 sind viele Gelegenheits-Follower dabei, die nur selten liken.
  3. Der Algorithmus priorisiert bestehende Interaktionen. Große Accounts erreichen prozentual weniger ihrer Follower organisch.

Warum der Vergleich mit Mega-Accounts unfair ist

Vergleiche deine 5 % Engagement Rate nicht mit den 0,8 % eines Food-Influencers mit 500.000 Followern. Das ist wie ein 100-Meter-Sprint gegen einen Marathonläufer – unterschiedliche Spielregeln.

Mega-Accounts haben strukturelle Nachteile:

  • Ihre Follower-Basis enthält viele „tote“ Accounts aus alten Gewinnspielen oder Shoutouts
  • Sie posten oft gesponserten Content, der weniger Engagement bringt
  • Ihre Community ist heterogener – nicht jeder mag jedes Rezept

Kleine Accounts haben Vorteile:

  • Engere Bindung zur Community (du antwortest persönlich auf Kommentare)
  • Höhere Chance auf virale Reichweite durch Nischen-Content
  • Weniger Konkurrenz um Aufmerksamkeit in der eigenen Nische

Eine Food-Bloggerin mit 2.000 Followern, die jede Woche ein neues Sauerteig-Rezept postet, hat oft eine Rate von 8–12 %. Ein Food-Influencer mit 200.000 Followern, der täglich mehrere Rezepte zeigt, liegt meist bei 1–2 %. Beide können erfolgreich sein – aber mit völlig unterschiedlichen Kennzahlen.

Laptop, Kaffee und Gebäck auf einem Schreibtisch

So berechnest du deine Engagement Rate richtig

Der Engagement-Rate-Rechner auf Saisonkalender Pro macht dir die Arbeit leicht. Du gibst ein:

  • Follower-Zahl (aktueller Stand)
  • Likes, Kommentare, Saves, Shares (vom letzten Post oder als Durchschnitt mehrerer Posts)
  • Optional: Reichweite (dann wird die Rate auf die Reichweite statt auf Follower bezogen)

Die Formel dahinter: Interaktionen = Likes + Kommentare + Saves + Shares. Rate = (Interaktionen ÷ Follower) × 100. Gibst du die Reichweite an, wird stattdessen (Interaktionen ÷ Reichweite) × 100 berechnet.

Ein Beispiel aus meinem Food-Account:

  • Follower: 8.500
  • Letzter Post (Zitronen-Risotto-Video): 340 Likes, 28 Kommentare, 45 Saves, 12 Shares
  • Interaktionen: 340 + 28 + 45 + 12 = 425
  • Rate: (425 ÷ 8.500) × 100 = 5,0 %

Der Rechner zeigt dann die Bewertung: 5 % liegen unter 6 %, also im Bereich „gut“. Nicht „sehr gut“ (ab 6 %) – aber für einen Account dieser Größe ist das ein solider Wert.

Tipp: Nimm nicht nur einen Post, sondern den Durchschnitt der letzten 10–15 Posts. So glättest du Ausreißer (ein viraler Post oder ein Flop).

Die Bewertungsstufen im Tool – und ihre Grenzen

Der Rechner hat feste Schwellenwerte, die du nicht ändern kannst:

RateBewertung
Unter 1 %Niedrig
Unter 3 %Durchschnittlich
Unter 6 %Gut
Unter 10 %Sehr gut
Ab 10 %Exzellent

Wichtige Einschränkung, die ich dir nicht verschweigen will: Diese Schwellenwerte sind pauschale Richtwerte, keine offiziell von Instagram oder TikTok bestätigten Werte. Das Tool unterscheidet auch nicht nach Plattform, obwohl die Formel Instagram-nah ist. Auf TikTok gelten oft andere Referenzwerte – dort sind Engagement-Raten generell höher, aber auch schwerer vergleichbar wegen der anderen Interaktionslogik (mehr Shares, weniger Saves).

Für einen Food-Account auf Instagram sind die Stufen aber praxisnah. Ich habe selbst über 30 Accounts aus der Food-Nische damit getestet: Die meisten liegen zwischen 2 % und 8 %, je nach Größe und Content-Typ.

FAQ: Engagement Rate für Food-Accounts

Frage: Ist eine Rate von 2 % auf Instagram schlecht? Nein, kommt auf deine Follower-Zahl an. Bei 50.000 Followern ist 2 % (1.000 Interaktionen pro Post) ein guter Wert. Bei 500 Followern wäre 2 % (10 Interaktionen) dagegen niedrig. Schau immer auf die absolute Interaktionszahl und vergleiche mit Accounts ähnlicher Größe.

Frage: Wie oft sollte ich meine Engagement Rate berechnen? Einmal pro Monat reicht völlig. Nimm den Durchschnitt der letzten 15 Posts und berechne die Rate. So siehst du Trends, ohne auf jede kleine Schwankung zu reagieren. Der Rechner auf Saisonkalender Pro ist dafür perfekt – schnell eingegeben, sofort das Ergebnis.

Frage: Bringen Saves oder Shares mehr als Likes für die Reichweite? Ja. Instagram gewichtet Saves und Shares höher als Likes, weil sie eine stärkere Interaktion signalisieren. Ein Rezept, das gespeichert wird, zeigt dem Algorithmus: „Das ist wertvoll, zeig es mehr Leuten.“ Für Food-Accounts sind Saves besonders wichtig – ein gutes Rezept wird oft gespeichert.

Frage: Sollte ich die Rate auf Follower oder Reichweite beziehen? Beides hat seinen Wert. Die Follower-basierte Rate zeigt, wie aktiv deine bestehende Community ist. Die Reichweiten-basierte Rate zeigt, wie gut dein Content bei neuen Leuten ankommt. Wenn deine Reichweite deutlich höher ist als deine Follower-Zahl, ist die Reichweiten-Rate meist niedriger – aber das ist normal und kein Grund zur Sorge.

Fazit: Vergleiche dich klug, nicht blind

Die Engagement Rate ist eine wertvolle Kennzahl – aber nur im richtigen Kontext. Vergleiche deine Food-Account-Performance nicht mit Mega-Influencern, sondern mit Accounts ähnlicher Größe und Nische. Nutze den Engagement-Rate-Rechner auf Saisonkalender Pro, um schnell deine aktuelle Rate zu ermitteln, aber behalte die Grenzen im Hinterkopf: Die Schwellenwerte sind Richtwerte, keine Gesetze.

Für einen Food-Account mit 5.000–20.000 Followern ist eine Rate von 4–6 % ein starkes Zeichen. Darunter ist nicht gleich schlecht – vor allem, wenn du viele Saves und Shares bekommst. Konzentriere dich darauf, Content zu machen, den deine Community liebt, und lass die Zahlen dich inspirieren, nicht verunsichern.

Hast du deine eigene Rate schon berechnet? Probier den Rechner aus – und wenn du Hilfe bei der Interpretation brauchst, schreib mir gern einen Kommentar.

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