Tag der Kirschen
Kirsch-Zeit: Clafoutis, Brownies, Marmelade

Woher kommt Tag der Kirschen?
Die Süßkirsche (Prunus avium) stammt ursprünglich aus dem Gebiet zwischen dem Kaspischen und Schwarzen Meer und wurde bereits in der Antike von Griechen und Römern kultiviert. Der römische Feldherr Lucullus soll der Überlieferung nach nach einem Feldzug im heutigen Kleinasien Kirschbäume nach Rom mitgebracht und ihren Anbau in Europa maßgeblich gefördert haben, weshalb sich die Kirsche über das Römische Reich rasch in weiten Teilen Europas verbreitete. In Deutschland hat der Kirschanbau vor allem in Regionen wie dem Alten Land bei Hamburg, der Fränkischen Schweiz und am Bodensee eine lange, bis heute lebendige Tradition. Botanisch unterscheidet man grob zwischen Süßkirschen, die roh gegessen werden, und Sauerkirschen, die wegen ihres intensiveren, säuerlichen Geschmacks vor allem zum Backen, Einkochen und für Liköre verwendet werden – letztere bilden auch die Basis für die traditionelle Schwarzwälder Kirschtorte, die eng mit der Kirschernte des Schwarzwalds verknüpft ist. Weltweit existieren heute mehrere tausend Kirschsorten, die sich in Größe, Süße, Farbe und Reifezeitpunkt teils erheblich unterscheiden, wobei in Deutschland im Erwerbsanbau nur eine überschaubare Zahl kommerziell bedeutsamer Sorten dominiert.
Warum wird der Tag gefeiert?
Der Tag der Kirschen fällt in den Frühsommer, wenn die Kirschernte in deutschen Anbauregionen ihren Höhepunkt erreicht und Selbstpflück-Plantagen besonders viele Besucher anziehen, die die kurze, intensive Saison nutzen möchten. Kirschen zählen zu den beliebtesten Sommerfrüchten Deutschlands und werden sowohl frisch genascht als auch zu Kuchen, Konfitüre und Kompott weiterverarbeitet. Der klassische Kirschkuchen mit Streuseln oder Baiser gehört zu den festen Sommerklassikern der deutschen Kaffeetafel, während Sauerkirschen traditionell die Basis für die Schwarzwälder Kirschtorte bilden, deren eigener Aktionstag sich speziell dieser berühmten Tortenkreation widmet und die enge Verbindung von Frucht und Backtradition unterstreicht. In Regionen wie der Fränkischen Schweiz, die sich selbst als "Kirschenland" vermarktet, finden während der Erntezeit regelmäßig Kirschfeste mit Marktständen, Musik und regionalen Spezialitäten statt, die Besucher aus der ganzen Region anziehen. Die Kirschblüte im Frühjahr gilt zudem, ähnlich wie in Japan, zunehmend als eigenständiges touristisches Ereignis, bei dem Besucher blühende Plantagen für Spaziergänge und Fotografien nutzen. Auch Kirschwasser, ein klarer Obstbrand aus Sauerkirschen, hat im Schwarzwald eine lange Brenntradition und wird traditionell sowohl pur genossen als auch für Desserts und die Tränkung von Kuchen verwendet. Wegen ihrer kurzen Saison und Empfindlichkeit gegenüber Transport und Lagerung gelten heimische Kirschen unter Feinschmeckern als besonders wertvoll gegenüber importierter Ware. Vogelnetze über den Bäumen gehören für Kirschbauern während der Reifezeit zur Standardausrüstung, da Stare und andere Vögel den süßen Früchten stark zusetzen können und ohne Schutzmaßnahmen erhebliche Ernteverluste drohen. Auch als Basis für Liköre wie Kirschlikör oder für die klassische Kirschsuppe, die in manchen Regionen warm oder kalt serviert wird, spielt die Kirsche in der regionalen deutschen Küche eine feste Rolle.
Die passenden Rezepte
Kirsch-Brownies
Rezept ansehen →Klassische Vanille-Eiscreme mit heißen Kirschen
Rezept ansehen →Kompott
Rezept ansehen →Was du am 16. Juli posten könntest
Häufige Fragen zu Tag der Kirschen
Was im Juli Saison hat
Tag der Kirschen fällt in den Juli. Passend dazu: saisonale Zutaten und Rezepte für diesen Monat.
Was als Nächstes kommt
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