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Wie türkische küche nach Deutschland kam
Am 30. Oktober 1961 unterzeichnen die Bundesrepublik Deutschland und die Türkei in Bad Godesberg das „Abkommen über die Anwerbung türkischer Arbeitnehmer“ — nach Italien (1955), Spanien und Griechenland (1960) das fünfte deutsche Anwerbeabkommen dieser Art. Die westdeutsche Industrie boomt, Arbeitskräfte fehlen an allen Ecken. Die eigens eingerichtete „Deutsche Verbindungsstelle“ in Istanbul mustert Bewerber, prüft Zähne und Gesundheit, verlost die begehrten Plätze per Losverfahren.
Ursprünglich ist ein striktes Rotationsprinzip vorgesehen: ein bis zwei Jahre arbeiten, dann zurück in die Türkei, neue Arbeiter rücken nach. Ruhrkohle, Ford Köln und andere Großbetriebe protestieren schnell dagegen — eingearbeitete Fachkräfte ständig auszutauschen kostet Zeit und Geld. 1964 fällt die Rotationsklausel offiziell. Aus geplanter Zwischenstation wird faktisch Dauerhaftigkeit, auch wenn das zu diesem Zeitpunkt kaum jemand so plant.
Bis zum Anwerbestopp 1973 (ausgelöst durch die Ölkrise) kommen rund 867.000 türkische Arbeiter nach Deutschland — viele ins Ruhrgebiet, nach Berlin, Köln und München. Kreuzberg wird wegen günstiger Mieten direkt an der Mauer zu einem Zentrum türkischen Lebens in Westdeutschland. Paradoxerweise beschleunigt der Anwerbestopp die dauerhafte Zuwanderung sogar: Wer nicht sicher sein kann, später wieder einreisen zu dürfen, holt lieber die Familie nach, statt selbst zurückzukehren.
Wie aus Migration eine eigene Küche wurde
Die ersten Gastarbeiter brachten 1961 kaum Rezepte in gedruckter Form mit — sie brachten Wissen, Gewohnheiten und Sehnsucht nach vertrautem Essen in ein Land, in dem Auberginen, frischer Knoblauch oder Sucuk in den meisten Supermärkten schlicht nicht existierten. Was als Notlösung begann — kleine Import-Läden für Zutaten aus der Heimat — wurde in den 1970er Jahren zur festen Infrastruktur: Türkische Gemüsehändler eröffneten in fast jeder größeren deutschen Stadt eigene Geschäfte und veränderten nebenbei, was überhaupt im Angebot war.
Der Döner Kebab ist das bekannteste Beispiel dafür, wie aus dieser Notwendigkeit etwas komplett Neues entstand. Kebap als gegrilltes Fleisch vom Drehspieß gab es in der Türkei längst — aber der Döner im Fladenbrot mit Krautsalat, Zwiebeln und Sauce, schnell und günstig zum Mitnehmen, wurde in den frühen 1970er Jahren in Berlin für den deutschen Markt entwickelt. In der Türkei existiert diese spezifische Form bis heute nicht in vergleichbarer Verbreitung — sie ist eine deutsch-türkische Erfindung, kein Import.
Gleichzeitig blieb ein Teil der Küche bewusst unverändert: Familienrezepte für Mantı, Karnıyarık oder Baklava wurden über Generationen fast unverändert weitergegeben, oft als eine der wenigen direkten Verbindungen zur Herkunftsregion der Großeltern. Beides — die Erfindung des Döners für den deutschen Markt und die Bewahrung traditioneller Familienrezepte — existiert bis heute nebeneinander, und genau diese Doppelbewegung macht die türkische Küche in Deutschland aus.
Nicht die eine Küche
Die Türkei ist kulinarisch so vielfältig wie ihre Landschaft — von der Ägäisküste bis zum Schwarzen Meer. Unsere Rezepte spiegeln vier große Regionalküchen wider, die alle über die Gastarbeiter-Generationen ihren Weg nach Deutschland gefunden haben.
Ramazan und Kurban Bayramı
Zwei Feste prägen den kulinarischen Jahreskalender besonders. Ramazan (der Fastenmonat) endet mit dem Şeker Bayramı (Zuckerfest) — traditionell wird Baklava, Lokum und anderes Gebäck an Familie, Nachbarn und Freunde verteilt, oft schon Tage im Voraus vorbereitet. Rund zwei Monate später folgt Kurban Bayramı (Opferfest) mit gemeinsamen Festmahlen, bei denen Fleischgerichte und deren Verteilung an Bedürftige im Mittelpunkt stehen.
Beide Feste werden von Millionen Menschen türkischer Herkunft in Deutschland begangen — in Moscheegemeinden, aber genauso am eigenen Küchentisch, oft mit Rezepten, die unverändert über drei oder vier Generationen weitergegeben wurden. Für viele Familien ist gerade das gemeinsame Kochen an diesen Tagen der Moment, an dem sich Kinder und Enkelkinder, die längst nur noch Deutsch untereinander sprechen, wieder bewusst mit der Herkunft der Großeltern auseinandersetzen.

Eine Küche, die in beide Richtungen wirkt
Der kulturelle Austausch verlief nie nur in eine Richtung. Während türkische Familien deutsche Zutaten, Arbeitszeiten und Ladenöffnungszeiten in ihren Alltag integrierten, veränderte sich umgekehrt auch, was als „typisch deutsch“ gilt: Der Döner gehört heute so selbstverständlich zum deutschen Straßenbild wie die Currywurst, türkische Gemüsehändler prägten mit, welches Obst und Gemüse überhaupt als alltäglich galt, und Gerichte wie Lahmacun oder Sucuk-Rührei sind längst auch in Familien ohne türkische Wurzeln angekommen.
Die zweite und dritte Generation — heute oft selbst Eltern oder Großeltern — bewegt sich kulinarisch meist ganz selbstverständlich zwischen beiden Welten: Sonntagsbraten und Karnıyarık, Rotkohl und Zeytinyağlı-Gemüse, oft am selben Esstisch. Genau dieser alltägliche, unaufgeregte Mix aus zwei Küchentraditionen ist heute Alltag in Millionen deutsch-türkischen Familien — und einer der Gründe, warum sich „türkische Küche in Deutschland“ inzwischen deutlich von der Küche in der Türkei selbst unterscheidet.
93 Rezepte aus unserer Datenbank
Alle 93 Rezepte dieser Sammlung direkt aus unserer Datenbank — von Meze über Kebap bis Baklava.
Açma
Weiches, fluffiges Frühstücksbrötchen aus der Türkei – zarter Hefeteig, mit Butter bestrichen, zu Kugeln geformt und goldbraun gebacken. Açma ist das, was ein Croissant für Frankreich ist: ein buttriges, luftiges Genussstück, das auf der Zunge zergeht. Einfach, aber perfekt.
Zum RezeptAdana Kebap
Der berühmte scharfe Hackspieß aus Südanatolien – handgeknetetes Lammhackfleisch mit Paprikaflocken und Knoblauch, über Holzkohle gegrillt. Benannt nach der Stadt Adana, wo jeder Spießmeister sein eigenes Geheimrezept hat. Saftig, scharf, aromatisch und das Herz der türkischen Grillkultur.
Zum RezeptAlabalık Tava
In der Pfanne gebratene Forelle – ein einfaches, aber edles Gericht aus der türkischen Schwarzmeerregion und den Bergregionen Anatoliens. Die Forelle wird in Maismehl gewendet und in Butter goldbraun gebraten, bis die Haut knusprig und das Fleisch zart ist. Ein Gericht, das die Aromen der türkischen Bergflüsse einfängt.
Zum RezeptAşure
„Noah's Pudding“ – ein dicker, süßer Körner-Frucht-Eintopf aus Weizen, Hülsenfrüchten, Trockenfrüchten und Granatapfel, der zur Aşure-Tradition an Nachbarn verteilt wird.
Zum RezeptAyran
Salziges, cremig-aufgeschäumtes Joghurtgetränk – die erfrischende Begleitung zu Döner, Köfte und allem Gegrillten, in Sekunden gemixt.
Zum RezeptAyva Tatlısı
Geschmorte Quitten in duftendem Zuckersirup mit Nelken – das elegante Herbst-Dessert der türkischen Küche, oft mit Kaymak oder Sahnehaube serviert.
Zum RezeptBaklava
Schicht für Schicht gebautes Nussgebäck mit butterknusprigem Yufkateig, Walnüssen und süßem Zuckersirup – der international bekannteste Klassiker der türkischen Küche.
Zum RezeptBalık Ekmek
Der legendäre Fischsandwich aus Istanbul – gegrillter Fischfilet in knusprigem Brot mit Zwiebeln, Salat und einem Spritzer Zitrone. Dieses Streetfood-Klassiker wird am Bosporus direkt von den Fischerbooten verkauft und ist das ultimative Sommergefühl. Einfach, frisch und unglaublich lecker.
Zum RezeptBiber Dolması
Gefüllte Paprika mit Reis, Kräutern und Gewürzen, im Tomatensud geschmort – warm oder kalt ein Genuss.
Zum RezeptBiber Salçası
Würzige türkische Paprikapaste aus roten Paprikaschoten – je nach Sorte mild oder scharf, die zweite unverzichtbare Basis der türkischen Küche neben Tomatenmark.
Zum RezeptBiber Turşusu
Eingelegte scharfe Paprika nach türkischer Art – knackig, feurig und die klassische Tischbegleitung zu Döner, Lahmacun und gegrilltem Fleisch.
Zum RezeptCacık
Erfrischender Gurken-Joghurt-Dip mit Minze und Knoblauch – die türkische Antwort auf Tzatziki, vielseitig als Dip, Beilage oder kalte Suppe.
Zum RezeptÇay
Türkischer Schwarztee, im Doppeldeckel-Kessel gebrüht, im Tulpen-Glas serviert – das Nationalgetränk der Türkei, Symbol von Gastfreundschaft und Geselligkeit.
Zum RezeptCevizli Sucuk
Walnuss-Wurst – ein traditionelles türkisches Konfekt aus der Provinz Kastamonu. Ganze Walnüsse werden an einem Faden aufgereiht, in einem dicken Traubensaft-Teig getaucht und getrocknet. Das Ergebnis: eine würzige, süße Wurst mit knackigen Walnüssen im Inneren. Sieht aus wie eine echte Wurst, schmeckt aber wie kein anderes Dessert.
Zum RezeptÇiğ Köfte
Würzige Bulgur-Köfte – traditionell roh, aber in der heutigen Zeit meist vegan und ohne Fleisch zubereitet. 'Zarter Bulgur, Tomatenmark, Paprika, getrocknete Minze, Kreuzkümmel und eine kräftige Dosis isot Biber (Urfa-Chili) werden so lange geknetet, bis eine würzig-scharfe Paste entsteht. In Salatblättern mit Zitrone und Granatapfelsirup serviert.
Zum RezeptÇoban Salatası
Hirtensalat aus Tomaten, Gurken, Paprika und Zwiebeln mit einem Dressing aus Zitrone und Olivenöl – der alltägliche Begleiter zu fast jedem türkischen Gericht.
Zum RezeptÇöp Şiş
Kleine, zarte Lammfleischspießchen – der Name bedeutet wörtlich 'Müllspieß', weil die Stücke so klein sind wie Abfall. Tatsächlich ist Çöp Şiş eine Spezialität aus der Südosttürkei, bei der zartes Lammfleisch in mundgerechte, kleine Stücke geschnitten und auf dünne Holzspießchen gesteckt wird. Unglaublich aromatisch durch eine spezielle Marinade.
Zum RezeptDomates Çorbası
Türkische Tomatensuppe mit Reis und Butter, cremig püriert und mit Paprikapulver gewürzt – sämiger als die italienische Variante.
Zum RezeptDomates Dolması
Gefüllte Tomaten mit würzigem Bulgur, Kräutern und Olivenöl – ein sommerlich-leichtes Gericht aus der türkischen Küche.
Zum RezeptDomates Salçası
Hausgemachtes türkisches Tomatenmark – die intensiv-würzige Basis der türkischen Küche, in großen Mengen im Sommer eingekocht und haltbar gemacht.
Zum RezeptDürüm Döner
Der türkische Döner im Fladenbrot gewickelt – das weltweit bekannte Streetfood. Zartes, gewürztes Fleisch vom Drehspieß, eingewickelt in dünnes Fladenbrot (Yufka) mit frischem Salat, Zwiebeln und Knoblauch-Sauce. In der Türkei der Klassiker für zwischendurch: schnell, günstig und einfach genial.
Zum RezeptEtli Biber Dolması
Paprika gefüllt mit Hackfleisch-Reis-Mischung und in Tomatensauce geschmort – herzhaft, sättigend und ein Klassiker der türkischen Alltagsküche.
Zum RezeptEzme
Fein gehackter, scharfer Tomaten-Paprika-Dip mit Granatapfelsirup und Kräutern – ein intensiver Meze-Klassiker der türkischen Küche.
Zum RezeptEzogelin Çorbası
Würzige Linsen-Bulgur-Suppe mit Minze und Pul Biber – die türkische Brautsuppe mit einer feinen Schärfe und viel Aroma.
Zum RezeptFırın Sütlaç
Türkischer Milchreis aus dem Ofen – cremig, zart und mit einer goldenbraunen, leicht karamellisierten Haut. Fırın Sütlaç ist das ultimative türkische Dessert: einfach, aber perfekt. Der Milchreis wird im Ofen gebacken, bis die Oberfläche eine dunkle, leicht knusprige Schicht bekommt, während der Reis darunter cremig bleibt.
Zum RezeptGözleme
Gefülltes Fladenbrot aus der Pfanne – knusprig, gefüllt mit Spinat und Käse, der türkische Streetfood-Klassiker aus und für die Pfanne.
Zum RezeptHamsi Tava
In Mehl gewendet und goldbraun gebratene Sardellen – das Nationalgericht der türkischen Schwarzmeerregion. Kein Fischgericht ist in der Türkei so beliebt und allgegenwärtig wie Hamsi Tava. Die kleinen, saftigen Fische werden außen knusprig und innen zart. Dazu passt ein Rucolasalat und Zitrone.
Zum RezeptHavuç Tarator
Geriebene Karotten mit Knoblauchjoghurt und Walnüssen – eine cremige, säuerliche Meze, die in Minuten zubereitet ist.
Zum RezeptHaydari
Dickflüssiger Joghurt-Knoblauch-Dip mit Walnüssen, Minze und Kräutern – cremiger und gehaltvoller als Cacık, als Brotaufstrich oder Meze serviert.
Zum RezeptHelva (Tahin-Helva)
Türkische Sesam-Helva – ein cremig-bröseliges Konfekt aus Tahin, Zucker und Vanille. Helva ist in der Türkei mehr als nur ein Dessert: Es wird zu Hochzeiten, Beerdigungen und Familientreffen gegessen. Die Textur ist einzigartig – sie schmilzt im Mund und hinterlässt ein nussiges, süßes Aroma.
Zum Rezeptİmam Bayıldı
Geschmorte Auberginen mit Zwiebeln, Tomaten und Knoblauch – das vegetarische Nationalgericht, das seinen Namen einer Legende verdankt.
Zum Rezeptİncir Tatlısı
Gefüllte getrocknete Feigen in würzigem Sirup geschmort – mit Walnüssen, Nelken und Zimt, ein winterliches Dessert, das warm oder kalt serviert wird.
Zum Rezeptİşkembe Çorbası
Traditionelle türkische Kuttelsuppe mit Essig-Knoblauch-Soße – würzig-wärmend und ein Klassiker in der türkischen Küche.
Zum Rezeptİskender Kebap
Dünn geschnittenes Dönerfleisch auf Brot, mit heißer Tomatensauce und Joghurt – die berühmte Bursa-Spezialität.
Zum RezeptIslak Hamburger
Der berühmte 'nasse Hamburger' aus Istanbul – ein Streetfood-Kult, den man nachts an jeder Ecke findet. Der Burger wird in einer knoblauchigen Tomaten-Soja-Sauce getränkt und stundenlang im eigenen Saft gedämpft, bis er unwiderstehlich weich und saftig ist. Kein Burger schmeckt so wie Islak Burger – einfach mehr von allem!
Zum RezeptIspanaklı Börek
Spinat-Käse-Börek aus knusprigen Yufka-Schichten – eine herzhafte Frühlings-Tasche, warm oder kalt ein Genuss.
Zum RezeptIspanaklı Yumurta
Spinat mit Eiern in Olivenöl gebraten – ein schnelles, frühlingshaftes türkisches Frühstücks- oder Abendgericht, oft mit Knoblauchjoghurt serviert.
Zum RezeptIzgara Levrek
Gegrillter Wolfsbarsch mit Kräutern und Zitrone – das edelste Fischgericht der türkischen Küste. Der feste, weiße Fisch wird in einer Marinade aus Olivenöl, Knoblauch und Kräutern eingelegt und dann auf dem Grill perfekt gegart. Ein Gericht für besondere Anlässe, das dennoch überraschend einfach zuzubereiten ist.
Zum RezeptKabak Dolması
Gefüllte Zucchini mit Reis-Kräuter-Füllung, in Olivenöl geschmort – eine sommerlich-leichte Meze warm oder kalt.
Zum RezeptKabak Tatlısı
In Sirup geschmorter Kürbis mit Walnüssen und Sesam – ein unterschätztes türkisches Kürbis-Dessert, das in Deutschland noch viel zu unbekannt ist.
Zum RezeptKarnıyarık
Gefüllte Auberginen mit Hackfleisch, Zwiebeln und Tomaten – der aufgeschlitzte Bauch ist eines der beliebtesten türkischen Hauptgerichte.
Zum RezeptKaymak mit Honig
Türkisches Frühstücksglück pur – ein cremiger Klecks Kaymak (türkischer Sahne-Käse) beträufelt mit goldenem Blütenhonig. Dieses einfache, aber himmlische Gericht isst man mit frischem Fladenbrot und türkischem Tee dazu. Kaymak ähnelt einer Mischung aus Crème double und Frischkäse, ist aber sämiger und feiner.
Zum RezeptKelle Paça Çorbası
Die traditionelle türkische Kraftbrühe vom Schafskopf und Lammfüßen – Kelle Paça ist die ultimative Wohlfühl-Suppe der Türkei. Die Brühe wird stundenlang gekocht, bis sie gelatinös und aromatisch ist, gewürzt mit Knoblauch, Essig und Chili. Sie gilt als Kater-Killer, Erkältungsmittel und Aphrodisiakum – je mehr Knoblauch, desto besser.
Zum RezeptKıymalı Pide
Bootförmiges türkisches Hefebrot mit würziger Hackfleischfüllung – der türkische Pizzaklassiker, knusprig, buttrig und unwiderstehlich.
Zum RezeptKöfte
Gegrillte türkische Hackfleischbällchen mit Zwiebel, Petersilie und Kreuzkümmel – saftig, würzig und perfekt vom Grill oder aus der Pfanne.
Zum RezeptKünefe
Warm serviertes Käsegebäck mit knuspriger Kadayıf-Kruste, durchtränkt mit Zuckersirup – ein fotogenes Dessert mit spektakulärem Käsezug.
Zum RezeptKuru Fasulye
Weiße Bohnen in Tomatensauce mit Paprika geschmort – das inoffizielle türkische Nationalgericht wird mit Reis und Cacık serviert.
Zum RezeptKuzu Şiş
Die Edelversion des türkischen Grillspießes – zarte Lammfiletstücke, mariniert in Olivenöl und Thymian, über Holzkohle gegrillt bis zur Perfektion. Kuzu Şiş ist das Aushängeschild des türkischen Grills: kein Hackfleisch, sondern ganze Fleischstücke vom besten Lamm. Saftig, aromatisch und einfach königlich.
Zum RezeptKuzu Tandır
Zart fallendes Lamm aus dem Tontopf – Kuzu Tandır ist das Festtagsgericht der türkischen Küche. Das Lammfleisch wird über Stunden bei niedriger Hitze gegart, bis es buchstäblich vom Knochen fällt. Nur Salz und Thymian – mehr braucht es nicht, um dieses Wunder zu erschaffen.
Zum RezeptLahana Sarma
Türkische Kohlrouladen mit Hackfleisch-Reis-Füllung, in Tomatensauce geschmort – herzhaft, sättigend und gewürzt mit Minze und Paprika.
Zum RezeptLahana Turşusu
Knackig eingelegter Weißkohl nach türkischer Art – milchsauer oder mit Essig, begleitet von Knoblauch und Rote-Bete-Stücken für die rosa Färbung.
Zum RezeptLahmacun
Dünner knuspriger Teig belegt mit einer würzigen Hackfleisch-Tomaten-Mischung – die türkische Pizza, zusammengerollt mit Petersilie und Zitrone serviert.
Zum RezeptLokum (Türkischer Honig)
Türkisches Lokum – auch Turkish Delight genannt – ist die wohl berühmteste Süßigkeit der Türkei. Die zarte, geleeartige Masse aus Stärke und Zucker wird mit Rosenwasser, Zitrone oder Pistazien aromatisiert und in Puderzucker gewälzt. Jeder Bissen ist ein hauchzartes, blumiges Erlebnis.
Zum RezeptMantı
Türkische Mini-Teigtaschen gefüllt mit Hackfleisch, belegt mit Knoblauchjoghurt und brauner Butter mit Paprika – arbeitsintensiv, aber ein Festmahl.
Zum RezeptMenemen
Das türkische Rührei mit Tomaten und Paprika – der absolute Klassiker unter den türkischen Frühstücksgerichten. Cremig gerührte Eier mit saftigen Tomaten, grünen Paprikaschoten und einer Prise Pul Biber. In der Pfanne serviert, mit frischem Brot zum Dippen. Schnell, einfach und der perfekte Start in den Tag.
Zum RezeptMercimek Çorbası
Pürierte rote Linsensuppe mit Karotten und Kartoffeln, mit Minze und Paprikapulver verfeinert – der wärmende Klassiker der türkischen Küche.
Zum RezeptMercimek Köftesi
Vegane Linsen-Bulgur-Bällchen mit Petersilie und Zitrone – der beliebteste vegane Meze-Klassiker der türkischen Küche, kalt serviert.
Zum RezeptMidye Dolma
Gefüllte Muscheln – ein ikonisches Streetfood aus den Küstenstädten der Türkei, besonders Istanbul. Die Miesmuscheln werden mit einer aromatischen Reis-Kräuter-Mischung gefüllt, mit Zitronensaft beträufelt und als Snack aus der Hand gegessen. In Istanbul verkaufen eigene Midye-Stände kiloweise davon.
Zum RezeptMuhammara
Süß-scharfer Walnuss-Paprika-Aufstrich aus dem Südosten der Türkei und der Levante – mit Granatapfelsirup und Kreuzkümmel.
Zum RezeptNar Ekşisi
Süß-saurer Granatapfelsirup – die geheime Würze der türkischen Küche für Salate, Marinaden und Meze, selbst gekocht aus Granatapfelsaft.
Zum RezeptNar Şerbeti
Erfrischend-süßer Granatapfelsirup, mit Wasser und Eis zum spritzigen Durstlöscher verdünnt – die alkoholfreie Festtagsalternative der türkischen Küche.
Zum RezeptPatates Yemeği
Kartoffel-Tomaten-Schmorgericht mit Zwiebeln Knoblauch – ein einfaches, alltägliches türkisches Familiengericht das schnell satt macht.
Zum RezeptPatlıcan Dolması
Gefüllte Auberginen mit würzigem Hackfleischreis und Pinienkernen, in Tomatensauce geschmort – ein herzhafter türkischer Klassiker.
Zum RezeptPatlıcan Kebabı
Zarter Lamm-Auberginen-Spieß – das Gemüse-Klassiker unter den türkischen Kebap-Varianten. In Olivenöl marinierte Lammwürfel und dicke Auberginenscheiben werden abwechselnd auf Spieße gezogen und über Holzkohle gegrillt. Der Rauch der Aubergine verbindet sich mit dem Lamm zu einem unvergleichlichen Aroma.
Zum RezeptPatlıcan Salatası
Rauchige Auberginen-Creme mit Joghurt, Knoblauch und Zitrone – ein klassischer türkischer Meze aus dem Ofen oder vom Grill.
Zum RezeptPerde Pilavı
Festtagspilav aus der Türkei – Reis, der in einer buttrigen, goldbraun gebackenen Yufka-Teig-Kugel serviert wird, gefüllt mit Hähnchenfleisch, Mandeln, Pistazien, Rosinen und Pinienkernen. Perde Pilavı wird bei Hochzeiten und Festen serviert – die Teighülle wird am Tisch geöffnet, der duftende Reis kommt zum Vorschein.
Zum RezeptPişi
Türkische Krapfen – luftige, goldbraun ausgebackene Hefeteigbällchen, die außen knusprig und innen fluffig-weich sind. Pişi wird traditionell zum Frühstück serviert, mit Honig oder Marmelade bestrichen oder einfach pur. Auf den türkischen Märkten duftet es morgens unwiderstehlich nach frisch ausgebackenem Pişi.
Zum RezeptRevani
Saftiger Grießkuchen mit Zuckersirup – eines der beliebtesten türkischen Desserts. Der leichte, luftige Kuchen aus Grieß, Joghurt und Eiern wird nach dem Backen mit einem aromatischen Zitronen-Zucker-Sirup getränkt, der ihn unwiderstehlich saftig macht. Ein Stück Revani, ein Glas Tee – mehr braucht es nicht zum Glück.
Zum RezeptSalatalık Turşusu
Knackig eingelegte Gurken nach türkischer Art – mit Knoblauch, Dill und Essig, die perfekte Beilage zu Döner, Köfte und allem Gegrillten.
Zum RezeptŞalgam Suyu
Fermentierter, scharf-pikanter Karotten-Rüben-Saft – die Adana-Spezialität, die in Deutschland noch nahezu unbekannt ist, aber zum Döner Kultstatus hat.
Zum RezeptŞekerpare
Zarte, in Sirup getränkte Mandel-Kekse – buttrig, saftig und das perfekte türkische Dessert für den kleinen Süßhunger zwischendurch.
Zum RezeptSemizotu Salatası
Portulak-Salat mit Joghurt-Dressing und Knoblauch – ein Wildkraut-Salat mit saftig-säuerlichen Blättern, der in der Türkei sehr geschätzt wird.
Zum RezeptSigara Böreği
Knusprig frittierte Käse-Röllchen aus Yufkateig – der perfekte Fingerfood-Snack für Partys und Meze-Teller.
Zum RezeptSimit
Der türkische Sesamkringel – das Frühstücksgebäck Nummer eins in der Türkei. Knusprig, goldbraun und dicht mit Sesam bestreut, wird Simit morgens frisch aus dem Steinofen auf den Straßen Istanbuls verkauft. Jeder Bäcker hat sein eigenes Rezept, aber alle Simit haben eines gemeinsam: Sie sind unwiderstehlich.
Zum RezeptSu Böreği
Aufwendig geschichtetes Wasser-Börek mit Käsefüllung zwischen butterbestrichenen Teigblättern – der König unter den Böreks, goldbraun und saftig.
Zum RezeptSucuklu Yumurta
Spiegelei mit türkischer Knoblauchwurst – das Herzstück jedes türkischen Frühstücks. In Olivenöl gebratene Sucuk-Scheiben verströmen ihr würziges Aroma, die Eier werden im selben Fett goldbraun gebraten. Ein einfaches, aber süchtig machendes Gericht, das nach mehr schmeckt. Dazu frisches Brot und ein Glas Tee.
Zum RezeptSütlaç
Gebackener Milchreis-Pudding mit zimtiger Haut – das Kindheits-Dessert der Türkei, cremig, karamellisiert und einfach zeitlos.
Zum RezeptSütlü Nuriye
Die leichtere, cremigere Schwester der Baklava – knuspriger Filoteig mit Walnüssen oder Pistazien, aber statt Zuckersirup wird eine Milch-Zucker-Mischung verwendet. Das Ergebnis: weniger süß, saftiger und mit einer zauberhaften Cremigkeit. In der Türkei die beliebteste Baklava-Variante für alle, denen die klassische zu süß ist.
Zum RezeptTantuni
Würziges Rindfleisch-Wrap aus der türkischen Mittelmeerstadt Mersin – Streetfood vom Feinsten. Hauchdünn geschnittenes Rindfleisch wird in einem Topf mit Butter, Tomatenmark, Paprikaflocken und Knoblauch geschwenkt, dann in Fladenbrot gewickelt und mit Sumach-Zwiebeln serviert. Günstig, schnell und unglaublich aromatisch.
Zum RezeptTarhana Çorbası
Fermentierte Getreide-Joghurt-Suppe aus getrocknetem Tarhana-Pulver – herzhaft-säuerlich und ein wärmender Winterklassiker.
Zum RezeptTaze Fasulye Yemeği
Grüne Bohnen mit Hackfleisch und Tomaten geschmort – die warme Alltagsversion neben der kalten Zeytinyağlı-Variante, mit Reis serviert.
Zum RezeptTesti Kebabı
Der spektakulärste Kebab der Türkei – Lamm- und Rindfleisch mit Gemüse, in einem Tontopf verschlossen und stundenlang geschmort. Der Höhepunkt: Der Tontopf wird am Tisch mit einem Messer geöffnet – ein Schlag, der Topf bricht auf, und der duftende Inhalt ergießt sich auf den Teller. Ein Erlebnis für alle Sinne.
Zum RezeptTulumba Tatlısı
Frittierte, in Sirup getränkte Teigröllchen – das türkische Pendant zu Churros, aber noch besser. Der leichte Brandteig wird durch einen Sternspritzaufsatz in heißes Öl gespritzt, goldbraun frittiert und dann in kaltem Zuckersirup getränkt. Außen knusprig, innen weich und triefend vor Sirup. Sünde pur!
Zum RezeptTürk Kahvesi
Starker, in Kupferkanne gekochter Mokka mit feinem Schaum – UNESCO-Kulturerbe und türkische Kaffeetradition, nach dem Kaffeesatz lesen als Abschluss eines guten Mahls.
Zum RezeptTürlü
Bunter türkischer Gemüseeintopf mit Zucchini, Auberginen, Paprika und Tomaten – je nach Saison variabel, warm oder kalt serviert.
Zum RezeptUrfa Kebap
Die milde, rauchige Schwester des Adana Kebap – handgekneteter Lammhackspieß mit Urfa Biber (rauchige dunkle Chili), ohne Schärfe, aber mit unvergleichlichem Aroma. Aus der Stadt Urfa in Südostanatolien, wo die Grillkunst seit Jahrhunderten perfektioniert wird. Saftig, würzig und für jeden geeignet.
Zum RezeptYaprak Sarma
Gefüllte Weinblätter mit Reis, Kräutern und Gewürzen – die veganen Röllchen sind ein klassischer Meze, warm oder kalt serviert.
Zum RezeptYayla Çorbası
Warme Joghurt-Reis-Suppe mit getrockneter Minze in brauner Butter – cremig, säuerlich und wohlig wärmend.
Zum RezeptZeytinyağlı Bakla
Dicke Bohnen in Olivenöl mit Dill geschmort – eine frühlingshafte, vegane Meze, die kalt mit Knoblauchjoghurt serviert wird.
Zum RezeptZeytinyağlı Enginar
Zarte Artischocken in Olivenöl geschmort mit Karotten und Erbsen – die vegetarische Meze wird kalt serviert und schmeckt nach Sommer.
Zum RezeptZeytinyağlı Kabak
Zucchini in Olivenöl geschmort mit Reis und Kräutern – eine leichte Sommer-Meze mit Joghurt-Topping, kalt serviert.
Zum RezeptZeytinyağlı Pırasa
Lauch mit Karotte und Reis in Olivenöl geschmort – eine wärmende Winter-Meze, die kalt serviert wird und säuerlich-frisch schmeckt.
Zum RezeptZeytinyağlı Taze Fasulye
Grüne Bohnen in Olivenöl mit Tomaten geschmort – eine leichte, warme Meze, die kalt serviert wird und voller Sommeraromen steckt.
Zum Rezept8 von 93 Rezepten
Häufige Fragen zu Türkische Küche
Quellen: bpb.de — Anwerbestopp 1973, Statistisches Bundesamt — Mikrozensus 2021 (via bpb.de)
