🍳 Rezept · ☀️ Sommer

Riewelkuche

·Aktualisiert am

Riewelkuche ist der wolgadeutsche Streuselkuchen mit Heidelbeeren, der rund 100 Minuten braucht und viele Russlanddeutsche an ihre Kindheit erinnert. Buttrige Streusel — auf Wolgadeutsch „Riewel" genannt — werden mit den Fingern zu groben Bröseln verrieben, bis keine Mehlstellen mehr sichtbar sind. Wichtig: TK-Heidelbeeren vorher nicht auftauen, sonst färben sie den Hefeteig blau ein; sie werden stattdessen direkt mit Speisestärke gemischt, die den austretenden Saft bindet. Zu viele Streusel machen den Kuchen zudem trocken — sie sollen locker und luftig über den Beeren liegen, nicht dick und schwer aufgetragen werden. Zwölf Stücke mit rund 290 kcal backen 30-35 Minuten bei 180 °C, nach kurzem Nachgehen des Teigs — mit Puderzucker bestäubt und mit Smetana oder Schlagsahne serviert.

Vorbereitung
30 Min
Zubereitung
35 Min
Gesamt
65 Min
Portionen
12
Schwierigkeit
Mittel
🥟 Gebäck🍫 Dessert🫐 Beerenzeit☀️ Sommer🌱 Hauptzutat: Heidelbeeren🥟 Russlanddeutsche Küche
Riewelkuche
Zutaten
Portionen
12
Hefeteig
Mehl (Type 550)300 g
Milch (lauwarm)150 ml
Hefe (frisch)15 g
Zucker40 g
Ei1 Stk
Butter (weich)40 g
Salz1 Prise
Belag
Heidelbeeren (frisch oder TK)400 g
Speisestärke1 EL
Zucker30 g
Streusel (Riewel)
Mehl (Type 550)200 g
Zucker80 g
Butter (kalt)100 g
Vanillezucker1 Pkg
Zubereitung

So backst du Riewelkuche

1
Hefeteig zubereiten
Hefe mit 1 TL Zucker in der lauwarmen Milch auflösen, 10 Minuten stehen lassen. Mehl, restlichen Zucker, Ei, weiche Butter und Salz zugeben und 8 Minuten zu einem glatten Teig kneten. Zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.
1 Std
2
Streusel (Riewel) zubereiten
Mehl, Zucker, Vanillezucker und kalte Butter in Stücken in eine Schüssel geben. Mit den Fingern zu groben Streuseln verreiben, bis keine Mehlstellen mehr sichtbar sind.
Die Butter muss kalt sein — dann werden die Streusel richtig krümelig. Zu warme Butter ergibt eine Paste.
10 Min
3
Teig aufs Blech bringen
Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig darauf gleichmäßig ausrollen oder mit den Händen flach drücken (ca. 1 cm dick). Den Rand etwas hochziehen.
5 Min
4
Beeren vorbereiten
Heidelbeeren waschen (TK-Beeren antauen lassen). Mit Speisestärke und Zucker mischen.
5 Min
5
Belegen
Die Heidelbeeren gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Die Streusel darüber streuen.
3 Min
6
Zweites Gehen
Den Kuchen 15 Minuten gehen lassen.
15 Min
7
Backen
Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze 30–35 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind.
35 Min
8
Servieren
Abkühlen lassen und in Stücke schneiden. Mit Puderzucker bestäuben. Dazu passt Smetana oder Schlagsahne.
Profi-Tipps

Worauf es beim Teig ankommt

Andere Beeren: Statt Heidelbeeren gehen auch Himbeeren, Brombeeren oder eine Mischung — die Menge anpassen.
TK-Beeren: TK-Beeren vorher nicht auftauen, sonst färben sie den Teig ein. Stärke zugeben bindet die Flüssigkeit.

Häufige Fehler vermeiden

  • Zu viele Streusel — dann ist der Kuchen trocken. Die Streusel sollen locker und luftig sein, nicht dick.
  • Die Heidelbeeren nicht mit Stärke mischen — der Saft macht den Teig matschig.
  • Den Teig zu dick ausrollen — dann ist er nicht durchgebacken.
Variationen

Varianten, die sich lohnen

Mit Rhabarber
400 g Rhabarber in Stücke schneiden, mit 50 g Zucker bestreuen, 10 Minuten ziehen lassen und als Belag verwenden.
Mit Quark
Eine dünne Quarkcreme (200 g Quark, 1 Ei, 30 g Zucker) unter die Beeren schichten.
Häufige Fragen

Fragen zu Riewelkuche

Aufgetaute TK-Beeren geben zu viel Saft ab und färben den Hefeteig blau ein — direkt gefroren mit Speisestärke gemischt verhindert beides und lässt den Teig hell und sauber.

Zu viele Streusel wurden aufgestreut — die Riewel sollen locker und luftig sein, nicht dick und schwer.

Ja, laut Rezept passen auch Himbeeren, Brombeeren oder eine Mischung statt Heidelbeeren — die Menge lässt sich dabei beliebig anpassen, ohne dass sich am Teig oder den Streuseln etwas ändern muss.

Die Heidelbeeren unbedingt mit Speisestärke mischen — sie bindet den Fruchtsaft, bevor er in den darunterliegenden Hefeteig einziehen und ihn durchweichen kann.

Nur kalte Butter ergibt krümelige Streusel — zu warme Butter verklumpt beim Verreiben zu einer Paste statt zu lockeren Bröseln, wie sie für die typische Riewel-Textur nötig sind. Im Zweifel Mehl, Zucker und Butterwürfel vor dem Verreiben nochmal kurz kalt stellen.

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