Wie wird die Engagement-Rate berechnet?
Die Engagement-Rate (ER) misst, wie aktiv dein Publikum mit deinem Content interagiert. Es gibt zwei gängige Formeln:
- ER nach Followern = (Likes + Kommentare + Saves + Shares) ÷ Follower × 100
- ER nach Reichweite = Interaktionen ÷ Reichweite × 100 — aussagekräftiger, weil sie zeigt, wie viele der tatsächlich erreichten Personen reagiert haben.
Was ist eine gute Engagement-Rate?
| Bewertung | ER (Follower) |
|---|---|
| Niedrig | unter 1% |
| Durchschnittlich | 1 – 3% |
| Gut | 3 – 6% |
| Sehr gut | 6 – 10% |
| Exzellent | über 10% |
Kleinere Accounts haben tendenziell höhere Raten. Für Food- und Rezept-Content zählen besonders Saves stark — sie signalisieren der Plattform „diesen Content will ich später wiederfinden“.
Unterscheidet sich die Engagement-Rate je Plattform?
Ja, teils deutlich — dieselbe Prozentzahl bedeutet auf verschiedenen Plattformen etwas anderes:
- TikTok: Tendenziell die höchsten Raten aller Plattformen — der For-You-Feed verteilt Content unabhängig von der Followerzahl, wodurch auch kleine Accounts hohe prozentuale Interaktion erreichen können.
- Instagram: Die Referenzwerte in der Tabelle oben gelten in erster Linie hier. Reels liegen meist über Feed-Posts, Saves zählen besonders stark für Rezept-Content.
- Facebook: Im Schnitt die niedrigsten Raten der großen Plattformen — organische Reichweite ist seit Jahren strukturell eingeschränkt, auch bei guten Posts.
- LinkedIn: Andere Zielgruppe, andere Maßstäbe: Werte über 2% gelten hier bereits als stark, da Interaktion insgesamt seltener ist als auf visuellen Plattformen.