Zutaten
Portionen
12
Sauerteig (Vorteig)
Roggenmehl (Type 997 oder 1150)100 g
Wasser (lauwarm)100 ml
Sauerteigstarter (aktiv)20 g
Hauptteig
Roggenmehl (Type 1150)300 g
Weizenmehl (Type 550)100 g
Wasser (lauwarm)200 ml
Roggenmalz oder Zuckerrübensirup30 g
Koriander (ganz)2 TL
Kümmel (ganz)1 TL
Salz2 TL
Honig oder Melasse20 g
Zum Bestreichen & Bestreuen
Starker Tee oder Kaffee (abgekühlt)3 EL
Koriander (ganz, zum Bestreuen)1 TL
So backst du Borodinskij (russisches Roggenbrot)
1
Sauerteig ansetzen
Sauerteigstarter mit Roggenmehl und lauwarmem Wasser verrühren. Abgedeckt 8-12 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.
>8 Std
2
Hauptteig mischen
Beide Mehlsorten in einer Schüssel mischen. Sauerteig, Wasser, Malz/Sirup, Honig, Koriander, Kümmel und Salz zugeben. Mit den Händen 10 Minuten zu einem klebrigen Teig kneten.
Roggenteig bleibt klebrig — nicht zu viel Mehl zugeben.
15 Min
3
Ruhen lassen
Teig abgedeckt 2-3 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen (Stockgare).
3 Std
4
Formen
Den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem runden oder ovalen Laib formen. In einen bemehlten Gärkorb oder eine Schüssel mit bemehltem Tuch legen.
10 Min
5
Stückgare
Abgedeckt 60-90 Minuten gehen lassen. Der Teig sollte sich sichtbar vergrößert haben.
Roggenbrot geht weniger auf als Weizenbrot — keine Sorge.
90 Min
6
Backofen vorheizen
Backofen auf 230 °C vorheizen, ein Blech oder einen Backstein mitheizen.
30 Min
7
Bestreichen und bestreuen
Den Laib vorsichtig stürzen, mit Tee oder Kaffee bestreichen und mit Koriander bestreuen. Ein paar Mal mit einer Gabel einstechen.
5 Min
8
Backen
Bei 230 °C 10 Minuten backen, dann Temperatur auf 200 °C reduzieren und 40-45 Minuten fertig backen. Auf ein Rost geben und auskühlen lassen.
Klopfprobe: Das Brot hört sich hohl an, wenn es fertig ist.
55 Min
9
Ruhen
Das Brot 24 Stunden in einem Leinentuch ruhen lassen — es schmeckt am zweiten Tag am besten.
>24 Std
Worauf es beim Teig ankommt
Malz-Ersatz: Kein Roggenmalz? 2 EL Zuckerrübensirup oder dunkler Honig.
Einfachere Methode: Statt Sauerteig: ½ Würfel Hefe + 1 EL Essig — geht schneller.
Lagerung: Borodinskij in Leinentuch und Brottopf lagern — nie im Plastikbeutel.
Ersatz für Sauerteigstarter: ½ Würfel Hefe + 1 EL Weinessig — Einfacher, weniger komplex.
Ersatz für Roggenmalz: Zuckerrübensirup oder Melasse — Ähnliche Farbe, etwas süßer.
Ersatz für Koriander ganz: Koriander gemahlen — Weniger Textur, aber das Aroma bleibt.
Häufige Fehler vermeiden
- Zu wenig Wasser — Roggenmehl saugt viel Flüssigkeit.
- Den Teig zu kurz gehen zu lassen — er bleibt flach.
- Das Brot zu früh anzuschneiden — innen noch feucht.
- Zu viel Weizenmehl — es wird kein echtes Borodinskij.
Welche Abwandlungen gibt es?
Borodinskij mit Sonnenblumenkernen
50 g Sonnenblumenkerne in den Teig kneten.
Klassisch nach GOST
Nur Roggenmehl, Weizenmehl, Malz, Koriander, Kümmel, Salz — ohne Sirup.
Borodinskij-Brötchen
Kleine Brötchen formen, Backzeit auf 25 Minuten reduzieren.
Borodinskij (russisches Roggenbrot): die offenen Fragen
Ja, für authentisches Borodinskij. Alternativ: 200 g Sauerteigstarter oder ½ Würfel Hefe + 1 EL Essig für die Säure.
Roggenmehl hat wenig Kleber — der Teig geht weniger auf als Weizenteig. Mit Weizenmehl-Anteil wird es luftiger.
Das Brot vor dem Backen mit starkem Tee oder Kaffee bestreichen. Das gibt nicht nur Glanz, sondern auch Farbe.
7-10 Tage in einem Leinentuch. Roggenbrot bleibt länger frisch als Weizenbrot und schmeckt nach 2 Tagen sogar besser.
Passend zu Koriander
Koriander-Limetten-Dressing
Frisches asiatisches Dressing.
Rezept ansehen
Zyplyonok Tabaka — Plattgedrücktes Knoblauch-Hähnchen unter der Gusseisenpresse
Ein ganzes junges Hähnchen, am Rückgrat aufgeschnitten, flach geklopft und unter einem schweren Gewicht in Butterschmalz gebraten, bis die Haut ringsum knusprig wie Glas ist, aromatisiert mit frischer Knoblauch-Kräuter-Emulsion.
Rezept ansehen
Chinkali – georgische Teigtaschen mit Brühe
Chinkali (auch Khinkali) kommen aus Georgien und sind große Teigtaschen, in denen eine würzige Brühe steckt. In der russlanddeutschen Küche sind sie über die Sowjetunion angekommen und werden heute zu Festen gemacht. Gegessen wird mit den Händen: am Zopf greifen, anbeißen, die Brühe trinken.
Rezept ansehen
