Zutaten
Portionen
6
Bulgur
Feiner Bulgur (Köftelik)250 g
Heißes Wasser300 ml
Tomatenmark2 EL
Paprikamark (Biber Salçası)mild oder scharf1 EL
Olivenöl5 EL
Salz1 TL
Frische Zutaten und Würze
Frühlingszwiebeln4 Stk
Glatte Petersilie1 Bund
Frische Minze0.5 Bund
Tomatefein gewürfelt1 Stk
Granatapfelsirup (Nar Ekşisi)2 EL
Zitronensaft3 EL
Pul biber (Chiliflocken)1 TL
Kreuzkümmel0.5 TL
Römersalat- oder Weinblätterzum Servieren8 Stk
Zubereitung
So mischst du Kısır
1
Bulgur quellen lassen
Feinen Bulgur in eine große Schüssel geben, mit dem kochend heißen, gesalzenen Wasser übergießen, abdecken und 15 Minuten quellen lassen. Er soll das gesamte Wasser aufnehmen und weich, aber noch körnig sein.
2
Kneten, kneten, kneten
Tomaten- und Paprikamark sowie das Olivenöl zum noch warmen Bulgur geben und 3 bis 4 Minuten mit den Händen durchkneten, bis jedes Korn gleichmäßig rot gefärbt ist. Der Bulgur darf nach dem Kneten leicht klebrig wirken. Das ist gewollt, denn so haftet der Salat an den Salatblättern.
3
Kräuter, Zwiebeln, Tomate
Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, Petersilie und Minze fein hacken, die Tomate entkernen und klein würfeln. Alles unter den Bulgur heben.
4
Säure und Schärfe
Granatapfelsirup, Zitronensaft, Pul biber und Kreuzkümmel einrühren und abschmecken. Der Salat darf deutlich säuerlich sein, denn die Säure mildert sich beim Durchziehen.
5
Kühl ruhen lassen, dann rollen
Mindestens 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen. Serviert wird er auf Römersalatblättern, in die man einen Löffel Kısır einrollt.
Profi-Tipps
Worauf es beim Dressing ankommt
Körnung beachten: Feiner Bulgur (Köftelik) ist Pflicht. Grober Bulgur (Pilavlık) bleibt auch nach dem Quellen körnig.
Säure zuletzt: Zitronensaft und Granatapfelsirup erst nach dem Quellen zugeben, da Säure im Einweichwasser das gleichmäßige Weichwerden verhindert.
Frische Kräuter: Wenn der Salat über mehrere Stunden stehen soll, Petersilie und Minze erst kurz vor dem Servieren unterheben, damit sie nicht welken.
Ersatz für Granatapfelsirup: Zitronensaft mit einem Teelöffel Honig — Ähnliche Süße und Säure, aber weniger Tiefe.
Ersatz für Feiner Bulgur: Couscous — Quillt in 5 Minuten, schmeckt milder.
Häufige Fehler vermeiden
- Zu viel Wasser beim Einweichen: Der Bulgur wird matschig und der Salat zerfällt.
- Zu kurz geknetet: Es bleiben helle Stellen und die Würze verteilt sich ungleichmäßig.
- Sofort serviert: Ohne Ruhezeit schmeckt der Salat flach, weil Säure und Würze noch nicht eingezogen sind.
- Zu wässrige Tomate: Wer die Kerne drinlässt, bekommt Flüssigkeit im Salat. Entkernen lohnt sich.
Variationen
Welche Abwandlungen gibt es?
Mit Kichererbsen
Eine Dose Kichererbsen abgespült untermischen. Sättigender und eiweißreicher.
Mit Walnüssen und Granatapfelkernen
Grob gehackte Walnüsse und frische Kerne obenauf geben, für Biss und fruchtige Frische.
Häufige Fragen
Kısır: die offenen Fragen
Taboulé besteht überwiegend aus fein gehackter Petersilie mit wenig Bulgur und ist hell und grün. Kısır ist ein Bulgursalat, in dem Tomaten- und Paprikamark den Ton angeben. Er ist rötlich, kräftiger gewürzt und enthält deutlich mehr Bulgur.
Ja. In einer geschlossenen Dose hält sich Kısır im Kühlschrank bis zu drei Tage. Kräuter und Tomatenwürfel am besten erst kurz vor dem Servieren unterheben.
Ja. Alle Grundzutaten sind pflanzlich. Wer sicher gehen will, prüft nur das Paprikamark auf tierische Zusätze.
Kısır passt als Meze zu Joghurtdips, gegrilltem Fleisch oder Gemüse und gehört auf jedes Buffet. Traditionell wird er auf Salatblättern gereicht und mit den Fingern gegessen.
Beides gibt es im türkischen Supermarkt und oft im Regal für internationale Küche. Feiner Bulgur ist als „Köftelik“ oder „feiner Bulgur“ ausgewiesen. Granatapfelsirup lässt sich durch Zitronensaft mit etwas Honig ersetzen.
Davon raten wir ab. Bulgur und Frischgemüse ziehen beim Auftauen Wasser und der Salat wird breiig.
Eine Portion (ein Sechstel des Rezepts) hat etwa 280 Kilokalorien. Der Wert hängt von der Ölmenge ab. Wer sparen möchte, nimmt weniger Olivenöl und mehr Zitronensaft.
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