Rapsöl (Kaltgepresst & Raffiniert) im Steckbrief
| Gruppe | Öle & Fette |
| Saison | keine, ganzjährig im Handel |
| Haltbarkeit | raffiniert 12–18 Monate, nativ offen 6–8 Wochen |
| Lagerung | Raffiniertes Rapsöl lagerst du dunkel und kühl in der Speisekammer. Kaltgepresstes Rapsöl gehört nach dem Öffnen in den Kühlschrank und sollte in wenigen Wochen aufgebraucht werden. |
| Sorten | Kaltgepresstes / Natives Rapsöl, Raffiniertes Rapsöl (Reines Pflanzenöl), Raps-Kernöl |
| Ersatz | Sonnenblumenöl (raffiniert), Olivenöl, Leinöl oder Walnussöl |
Wie lagerst du Rapsöl (Kaltgepresst & Raffiniert) richtig?
Raffiniertes Rapsöl lagerst du dunkel und kühl in der Speisekammer. Kaltgepresstes Rapsöl gehört nach dem Öffnen in den Kühlschrank und sollte in wenigen Wochen aufgebraucht werden.
Haltbarkeit
raffiniert 12–18 Monate, nativ offen 6–8 Wochen
Häufige Fehler
- Kaltgepresstes Rapsöl scharf angebraten: Natives Rapsöl qualmt bei hoher Hitze früher, wird bitter und schmeckt verbrannt. Zum scharfen Braten nimmst du raffiniertes Rapsöl.
- Natives Öl monatelang bei Zimmertemperatur gelagert: Die empfindlichen Fettsäuren oxidieren mit der Zeit, das Öl schmeckt dann bitter und fischig. Im Kühlschrank hält es deutlich länger.
- Flasche offen stehen gelassen: Sauerstoffkontakt beschleunigt das Ranzigwerden. Verschließe die Flasche nach jedem Gebrauch.
Welche Sorten gibt es?
Kaltgepresstes / Natives Rapsöl
Rein mechanisch schonend gepresst – goldgelb bis bernsteinfarben, nussig, mit Noten von Wiesenblumen und Spargel; fantastisch für Vinaigrettes und Rohkost.
Raffiniertes Rapsöl (Reines Pflanzenöl)
Neutral im Geschmack, rauchstabil bis 210 °C – die universelle Basis zum Anbraten von Fleisch, für Wokgerichte, Kuchen und Mayonnaise.
Raps-Kernöl
Aus vorab geschälten Rapssamen kaltgepresst – schmeckt noch feiner, nussiger und fast butterähnlich ohne krautige Randschichtnoten.
Worauf du beim Kauf achtest
- Achte auf die Herkunft: Rapsöl aus deutscher oder regionaler Ölmühle hat kurze Wege, Bio-Ware verzichtet zudem auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel.
- Dunkle Flaschen sind besser, denn die mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind licht- und sauerstoffempfindlich.
- Für Salat und Rohkost wählst du „kaltgepresst“ oder „nativ“, zum Braten „raffiniert“ oder ein Öl, das ausdrücklich zum Braten geeignet ist.
Wofür du Rapsöl (Kaltgepresst & Raffiniert) verwendest
Warme Brühe, Senf, Zwiebeln und kaltgepresstes Rapsöl zu geschmeidigem Schlotzig-Dressing emulgiert.
Vorgekochte Kartoffelscheiben in raffiniertem Rapsöl bei hoher Hitze goldbraun und kross braten.
Frischen Frühlings-Bärlauch mit kaltgepresstem Rapsöl, Walnüssen und Bergkäse mixen.
Passt gut zu
| Apfelessig & Weißweinessig | Fruchtige Säure harmoniert fabelhaft mit dem nussigen Geschmack des Öls. |
| Senf & Honig | Emulgieren mit Rapsöl zu seidig-glänzenden Salatdressings. |
| Kartoffeln & Wurzelgemüse | Nimmt das zarte Nussaroma begierig auf. |
| Bärlauch & Kresse | Grüne Frühlingskräuter verbinden sich mit dem floralen Rapsgeschmack. |
Womit kannst du Rapsöl (Kaltgepresst & Raffiniert) ersetzen?
1:1 zum Braten und Backen. Es ist ähnlich neutral, enthält aber kaum Omega-3-Fettsäuren.
1:1 für Salate und mildes Braten. Es schmeckt fruchtiger und passt weniger zu Kartoffelsalat nach deutscher Art.
Für kalte Gerichte in kleinen Mengen statt nativem Rapsöl, etwa im Quark. Beide Öle schmecken deutlich ausgeprägter und gehören in den Kühlschrank.
Tipps aus der Küche
- Für Kartoffelsalat mit warmer Brühe emulgierst du natives Rapsöl mit Senf und Essig kräftig, bis ein cremiges Dressing entsteht.
- Zum Backen kannst du Butter durch Rapsöl ersetzen: Rechne mit etwa 80 % der Buttermenge, weil Butter noch Wasser enthält.
- Für ein Bärlauchpesto mixt du Bärlauch mit Walnüssen, Bergkäse und kaltgepresstem Rapsöl. Die Kohlnote des Öls passt gut zum Lauch.
Rezepte mit Rapsöl (Kaltgepresst & Raffiniert)
Nährwerte von Rapsöl (Kaltgepresst & Raffiniert)
| Kalorien | 884 kcal / 100 g |
| Eiweiß | 0 g / 100 g |
| Kohlenhydrate | 0 g / 100 g |
| Fett | 100 g / 100 g |
| Ballaststoffe | 0 g / 100 g |
| Besonders reich an | Omega-3 (Alpha-Linolensäure: ca. 9 %), Omega-6 (Linolsäure: ca. 20 %), Ölsäure (ca. 60 %), Vitamin E (ca. 30 mg / 100 g), Vitamin K |
