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Öle & Fette · Vorrat

Rapsöl (Kaltgepresst & Raffiniert)

Rapsöl wird aus den Samen des Rapses (Brassica napus) gewonnen und ist das wichtigste heimische Speiseöl. Im Mai färben die Felder ganze Landstriche gelb. Im Handel stehen zwei Sorten: Kaltgepresstes oder natives Rapsöl schmeckt nussig mit leichter Kohl- und Spargelnote und gehört in Salate und Rohkost. Raffiniertes Rapsöl ist neutral und hitzestabil genug für Pfanne, Wok und Kuchenteig. Sein Fettsäureprofil mit viel einfach ungesättigten Fettsäuren und etwas Omega-3 macht es zu einem Standardöl in vielen Küchen. In der Saisonküche passt natives Öl zu Kartoffelsalat, Spargel im Frühjahr, Bärlauchpesto und Wurzelgemüse im Herbst. Für scharfes Braten nimmst du die raffinierte Variante.

Von Johann·Aktualisiert am
ganzjährig, keine Saison hält raffiniert 12–18 Monate, nativ offen 6–8 Wochen
Rapsöl (Kaltgepresst & Raffiniert)

Rapsöl (Kaltgepresst & Raffiniert) im Steckbrief

GruppeÖle & Fette
Saisonkeine, ganzjährig im Handel
Haltbarkeitraffiniert 12–18 Monate, nativ offen 6–8 Wochen
LagerungRaffiniertes Rapsöl lagerst du dunkel und kühl in der Speisekammer. Kaltgepresstes Rapsöl gehört nach dem Öffnen in den Kühlschrank und sollte in wenigen Wochen aufgebraucht werden.
SortenKaltgepresstes / Natives Rapsöl, Raffiniertes Rapsöl (Reines Pflanzenöl), Raps-Kernöl
ErsatzSonnenblumenöl (raffiniert), Olivenöl, Leinöl oder Walnussöl
Ganzjährig im Vorrat: Rapsöl (Kaltgepresst & Raffiniert) hat keine Erntesaison. Was gerade frisch dazu passt, zeigt dir der Saisonkalender.

Wie lagerst du Rapsöl (Kaltgepresst & Raffiniert) richtig?

Raffiniertes Rapsöl lagerst du dunkel und kühl in der Speisekammer. Kaltgepresstes Rapsöl gehört nach dem Öffnen in den Kühlschrank und sollte in wenigen Wochen aufgebraucht werden.

Haltbarkeit

raffiniert 12–18 Monate, nativ offen 6–8 Wochen

Häufige Fehler

  • Kaltgepresstes Rapsöl scharf angebraten: Natives Rapsöl qualmt bei hoher Hitze früher, wird bitter und schmeckt verbrannt. Zum scharfen Braten nimmst du raffiniertes Rapsöl.
  • Natives Öl monatelang bei Zimmertemperatur gelagert: Die empfindlichen Fettsäuren oxidieren mit der Zeit, das Öl schmeckt dann bitter und fischig. Im Kühlschrank hält es deutlich länger.
  • Flasche offen stehen gelassen: Sauerstoffkontakt beschleunigt das Ranzigwerden. Verschließe die Flasche nach jedem Gebrauch.

Welche Sorten gibt es?

Kaltgepresstes / Natives Rapsöl

Rein mechanisch schonend gepresst – goldgelb bis bernsteinfarben, nussig, mit Noten von Wiesenblumen und Spargel; fantastisch für Vinaigrettes und Rohkost.

Raffiniertes Rapsöl (Reines Pflanzenöl)

Neutral im Geschmack, rauchstabil bis 210 °C – die universelle Basis zum Anbraten von Fleisch, für Wokgerichte, Kuchen und Mayonnaise.

Raps-Kernöl

Aus vorab geschälten Rapssamen kaltgepresst – schmeckt noch feiner, nussiger und fast butterähnlich ohne krautige Randschichtnoten.

Worauf du beim Kauf achtest

  • Achte auf die Herkunft: Rapsöl aus deutscher oder regionaler Ölmühle hat kurze Wege, Bio-Ware verzichtet zudem auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel.
  • Dunkle Flaschen sind besser, denn die mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind licht- und sauerstoffempfindlich.
  • Für Salat und Rohkost wählst du „kaltgepresst“ oder „nativ“, zum Braten „raffiniert“ oder ein Öl, das ausdrücklich zum Braten geeignet ist.

Wofür du Rapsöl (Kaltgepresst & Raffiniert) verwendest

Deutsche Kartoffelsalat-Vinaigrette

Warme Brühe, Senf, Zwiebeln und kaltgepresstes Rapsöl zu geschmeidigem Schlotzig-Dressing emulgiert.

Knusprige Bratkartoffeln

Vorgekochte Kartoffelscheiben in raffiniertem Rapsöl bei hoher Hitze goldbraun und kross braten.

Bärlauch-Rapsöl-Pesto

Frischen Frühlings-Bärlauch mit kaltgepresstem Rapsöl, Walnüssen und Bergkäse mixen.

Passt gut zu

Apfelessig & WeißweinessigFruchtige Säure harmoniert fabelhaft mit dem nussigen Geschmack des Öls.
Senf & HonigEmulgieren mit Rapsöl zu seidig-glänzenden Salatdressings.
Kartoffeln & WurzelgemüseNimmt das zarte Nussaroma begierig auf.
Bärlauch & KresseGrüne Frühlingskräuter verbinden sich mit dem floralen Rapsgeschmack.

Womit kannst du Rapsöl (Kaltgepresst & Raffiniert) ersetzen?

Sonnenblumenöl (raffiniert)

1:1 zum Braten und Backen. Es ist ähnlich neutral, enthält aber kaum Omega-3-Fettsäuren.

Olivenöl

1:1 für Salate und mildes Braten. Es schmeckt fruchtiger und passt weniger zu Kartoffelsalat nach deutscher Art.

Leinöl oder Walnussöl

Für kalte Gerichte in kleinen Mengen statt nativem Rapsöl, etwa im Quark. Beide Öle schmecken deutlich ausgeprägter und gehören in den Kühlschrank.

Tipps aus der Küche

  • Für Kartoffelsalat mit warmer Brühe emulgierst du natives Rapsöl mit Senf und Essig kräftig, bis ein cremiges Dressing entsteht.
  • Zum Backen kannst du Butter durch Rapsöl ersetzen: Rechne mit etwa 80 % der Buttermenge, weil Butter noch Wasser enthält.
  • Für ein Bärlauchpesto mixt du Bärlauch mit Walnüssen, Bergkäse und kaltgepresstem Rapsöl. Die Kohlnote des Öls passt gut zum Lauch.

Nährwerte von Rapsöl (Kaltgepresst & Raffiniert)

Kalorien884 kcal / 100 g
Eiweiß0 g / 100 g
Kohlenhydrate0 g / 100 g
Fett100 g / 100 g
Ballaststoffe0 g / 100 g
Besonders reich anOmega-3 (Alpha-Linolensäure: ca. 9 %), Omega-6 (Linolsäure: ca. 20 %), Ölsäure (ca. 60 %), Vitamin E (ca. 30 mg / 100 g), Vitamin K

Häufige Fragen zu Rapsöl (Kaltgepresst & Raffiniert)

Ja, raffiniertes Rapsöl verträgt hohe Hitze und ist beim Braten und Frittieren geschmacklich neutral. Natives Rapsöl eignet sich nur für sanftes Anbraten bei mittlerer Hitze.

Rapskernöl wird aus vorher geschälten Samen gepresst. Es ist heller, milder und weniger krautig als normales kaltgepresstes Rapsöl, kostet aber mehr.

Das ist ein Zeichen für oxidierte Omega-3-Fettsäuren, meist durch zu warme oder lange Lagerung. Verwende solches Öl nicht mehr für kalte Speisen.

Rapsöl enthält überwiegend ungesättigte Fettsäuren, darunter etwas Alpha-Linolensäure. Als Teil einer abwechslungsreichen Ernährung wird es oft empfohlen, bleibt aber ein Fett, das in Maßen genutzt wird.

Ja, in Dressings, Pfannengerichten und Gebäck funktioniert es gut. Der Geschmack ist neutraler beziehungsweise nussiger, aber nicht fruchtig wie bei Olivenöl.

Dunkel, kühl und gut verschlossen. Natives Öl lagerst du nach dem Öffnen im Kühlschrank, wo es zwar trüb werden kann, sich bei Zimmertemperatur aber wieder klärt.

Dein Vorrat, die Saison und ein Rezept

Rapsöl (Kaltgepresst & Raffiniert) ist eine von 55 Grundzutaten im Vorrat. Dazu passt, was gerade frisch geerntet wird.