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Frühling · Saisonale Zutat

Koriandersaat

Koriandersaat hat das ganze Jahr über Saison, mit mehreren Höhepunkten. Ganze Samen trocken, dunkel und gut verschlossen lagern. Klassische Kombinationen: Roggenmehl, Schweinefleisch, Zitrusfrüchte. Der Brennwert liegt bei etwa 298 kcal / 100 g.

Wer beim Wort 'Koriander' an den berüchtigten seifigen Geschmack frischer Korianderblätter denkt, erlebt bei der Koriandersaat (Coriandrum sativum) eine verblüffende Überraschung: Die getrockneten, kugelrunden Früchte der Pflanze schmecken vollkommen anders! Während die Blätter Aldehyde enthalten, die genetisch bedingt von manchen Menschen als Seife wahrgenommen werden, dominiert in den Samen das ätherische Öl Linalool. Koriandersaat verströmt ein betörend süßliches, warm-holziges Aroma mit einem erfrischenden Hauch von getrockneter Orangenschale und Muskat. Sie gehört zu den ältesten bekannten Gewürzen und wurde schon in Gräbern altägyptischer Pharaonen gefunden. In der russischen und wolgadeutschen Kultur ist Koriandersaat die unverkennbare Seele des berühmten dunklen Borodino-Roggenbrotes, bei dem die Korianderkörner vor dem Backen auf die Kruste gestreut und in den Sauerteig eingearbeitet werden. Auch in osteuropäischen Fleischmarinaden, Grill-Schaschlik, Salzgurken-Laken und Einmachrezepten ist Koriandersaat unverzichtbar.

Von Johann·Aktualisiert am
Ganzjährig – GanzjährigFrühling ca. 298 kcal / 100 g
Saisonverlauf im Jahresüberblick
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Hochsaison
In Saison
Koriandersaat

Koriandersaat auf einen Blick

Schnellantwort

Wer beim Wort 'Koriander' an den berüchtigten seifigen Geschmack frischer Korianderblätter denkt, erlebt bei der Koriandersaat (Coriandrum sativum) eine verblüffende Überraschung: Die getrockneten, kugelrunden Früchte der Pflanze schmecken vollkommen anders! Während die Blätter Aldehyde enthalten, die genetisch bedingt von manchen Menschen als Seife wahrgenommen werden, dominiert in den Samen das ätherische Öl Linalool. Koriandersaat verströmt ein betörend süßliches, warm-holziges Aroma mit einem erfrischenden Hauch von getrockneter Orangenschale und Muskat. Sie gehört zu den ältesten bekannten Gewürzen und wurde schon in Gräbern altägyptischer Pharaonen gefunden. In der russischen und wolgadeutschen Kultur ist Koriandersaat die unverkennbare Seele des berühmten dunklen Borodino-Roggenbrotes, bei dem die Korianderkörner vor dem Backen auf die Kruste gestreut und in den Sauerteig eingearbeitet werden. Auch in osteuropäischen Fleischmarinaden, Grill-Schaschlik, Salzgurken-Laken und Einmachrezepten ist Koriandersaat unverzichtbar.

SaisonGanzjährig bis Ganzjährig
HauptsaisonGanzjährig (getrocknete Samen)
KategorieKräuter
SortenEuropäische Koriandersaat (klein & kugelig), Indische Koriandersaat (oval & hell)
Passt zuRoggenmehl, Schweinefleisch, Zitrusfrüchte
ZubereitungBrotgewürz, Schaschlik-Marinade, Einlege-Sud
LagerungGanze Samen trocken, dunkel und gut verschlossen lagern. Halten bis zu 3 Jahre ohne Aromaverlust.

Welche Sorten gibt es?

Europäische Koriandersaat (klein & kugelig)

Kleine, feste, hellbraune Kugeln mit hohem Gehalt an ätherischem Öl – intensives Zitrusaroma, perfekt für Brot und Gewürzmischungen.

Indische Koriandersaat (oval & hell)

Größere, längliche, grün-gelbliche Körner – schmecken milder, nussiger und süßer, ideal für Currys und Garam Masala.

Wann hat Koriandersaat Saison?

ZeitraumVerfügbarkeit
BeginnGanzjährig
HauptsaisonGanzjährig (getrocknete Samen)
EndeGanzjährig

Varianten im Vergleich

EigenschaftMerkmalKoriandersaat (Samen)Frisches Koriandergrün (Kraut)
AromaSüßlich, holzig, warm, wie getrocknete OrangenschaleFrisch, stechend-grün, zitrisch, für manche seifig
HauptmolekülLinalool (warm & fruchtig)Aliphatische Aldehyde
VerwendungBorodino-Brot, Schaschlik, Pickles, WurstSalsa, Tacos, asiatische Suppen, Guacamole
Küchentipp: Auch Menschen mit der Koriander-Aversion gegen das frische Kraut lieben meist Koriandersaat, da die verantwortlichen Aldehyde beim Reifen der Samen abgebaut werden.

Wie gesund ist Koriandersaat?

NährwertPro 100 g
Kalorienca. 298 kcal / 100 g
Wasseranteilca. 9 %
Eiweißca. 12 g / 100 g
Kohlenhydrateca. 55 g / 100 g
Fettca. 18 g / 100 g
Ballaststoffeca. 42 g / 100 g
Linalool & GeraniolKrampflösende ätherische Öle zur Beruhigung von Magen und Darm
BallaststoffwunderMit über 40 % Ballaststoffen exzellent für die Verdauung
Seit der Antike als verdauungsförderndes Magenelixier geschätzt.

Woran erkennt man frischen Koriandersaat?

  • Kaufe ganze Korianderkugeln; gemahlenes Korianderpulver verliert seine Zitrusfrische extrem schnell.
  • Die Samen sollten hellbraun und intakt sein und beim Schütteln im Glas trocken rascheln.
  • Aus europäischem oder marokkanischem Anbau bevorzugen für maximale ätherische Fülle.
Frischetest: Ein Korianderkorn zwischen den Fingern zerdrücken: Es bricht leicht in zwei Hälften auf und verströmt sofort einen köstlichen Duft nach Earl-Grey-Tee und Orangenschale.

Wie wird Koriandersaat zubereitet?

Koriandersaat entfaltet ihr Parfüm am stärksten, wenn sie kurz trocken erwärmt wird.

1

Kurz anrösten

Die Samen in einer trockenen Pfanne bei milder Hitze 1 Minute erwärmen, bis sie duften.

2

Grob mörsern

Im Mörser zerstoßen – nicht zu feinem Staub, sondern in halbe Körnchen für herrlichen Biss.

3

In den Teig oder Sud geben

In Brotteige einarbeiten oder im Ganzen in Einmachsud für Salzgurken geben.

Zubereitungsmethoden

Brotgewürz

Unverzichtbar für Borodino-Roggenbrot und rustikale Bauernbrote.

Schaschlik-Marinade

Grob gemörserte Koriandersaat mit Zwiebelsaft und Fleisch marinieren.

Einlege-Sud

Ganze Körner in Salzgurken-, Sauerkraut- und Rote-Bete-Gläser geben.

Wozu passt Koriandersaat?

RoggenmehlDas herbe Aroma von Sauerteig-Roggenbrot verlangt nach der Koriandersüße.
SchweinefleischKoriander bricht schweres Fleisch auf und fördert die Verdaulichkeit.
ZitrusfrüchteDas im Koriander enthaltene Linalool verstärkt Orangen- und Zitronennoten.

Wie lagert man Koriandersaat richtig?

Ganze Samen trocken, dunkel und gut verschlossen lagern. Halten bis zu 3 Jahre ohne Aromaverlust.

Einfrieren

Nicht nötig; getrocknet lagern.

Häufige Fehler vermeiden

  • Pulver monatelang in der Schublade aufbewahren: Verliert seine Zitrusnote und schmeckt nur noch muffig.
  • Mit frischem Koriander verwechselt: Samen und Blätter sind kulinarisch zwei völlig verschiedene Welten.
  • Zu feucht gelagert: Ganze Koriandersamen ziehen Feuchtigkeit an, wenn sie nicht luftdicht lagern.

Häufige Fragen zu Koriandersaat

Nein! Das Seifen-Gen reagiert nur auf die Aldehyde im frischen Kraut. Die Samen schmecken warm-zitrisch, nussig und aromatisch.

Ein legendäres russisches Roggenmischbrot mit Sauerteig, Röstmalz und Melasse, dessen Markenzeichen eine dicke Kruste aus ganzen Korianderkörnern ist.

Ja! Ganze Koriandersamen aus dem Gewürzregal (wenn unbestrahlt) keimen im Frühjahr im Garten oder Balkonkasten zu frischem Korianderkraut.

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