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Frühling · Saisonale Zutat

Waldmeister

Waldmeister hat im April und Mai Saison, mit dem Höhepunkt im April. Waldmeister hält sich, locker in ein feuchtes Tuch gewickelt, im Kühlschrank nur wenige Tage. Klassische Kombinationen: Sekt/Weißwein, Zucker, Zitrone. Der Brennwert liegt bei etwa 35 kcal / 100 g.

Waldmeister ist ein zartes Wildkraut mit charakteristischem, heuartig-süßlichem Duft, der erst beim Antrocknen der Blätter entsteht — frisch gepflückt riecht die Pflanze kaum. Bekannt ist er vor allem als Aroma für die Maibowle und grüne Waldmeister-Brause. Die Saison läuft von April bis Mai.

Von Johann·Aktualisiert am
April – MaiFrühling ca. 35 kcal / 100 g
Saisonverlauf im Jahresüberblick
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Hochsaison
In Saison
Waldmeister

Waldmeister auf einen Blick

Schnellantwort

Waldmeister ist ein zartes Wildkraut mit charakteristischem, heuartig-süßlichem Duft, der erst beim Antrocknen der Blätter entsteht — frisch gepflückt riecht die Pflanze kaum. Bekannt ist er vor allem als Aroma für die Maibowle und grüne Waldmeister-Brause. Die Saison läuft von April bis Mai.

SaisonApril bis Mai
HauptsaisonApril
KategorieKräuter
SortenWaldmeister (echter Waldmeister), Getrockneter Waldmeister, Waldmeister-Blüten
Passt zuSekt/Weißwein, Zucker, Zitrone, Minze, Erdbeere, Orange
ZubereitungMaibowle, Waldmeister-Sirup, Desserts, Waldmeister-Bowlen-Eis, Tee, Aromatisierter Zucker
LagerungWaldmeister hält sich, locker in ein feuchtes Tuch gewickelt, im Kühlschrank nur wenige Tage.

Welche Sorten gibt es?

Waldmeister (echter Waldmeister)

Die einzige kulinarisch genutzte Art des Labkrauts mit schmalen, hellgrünen Blättern und einem intensiven Heu-Vanille-Duft.

Getrockneter Waldmeister

Getrocknet intensiviert sich der charakteristische Heu-Vanille-Duft, ganzjährig haltbar für Tee und Maibowle.

Waldmeister-Blüten

Die kleinen weißen Blüten sind ebenfalls aromatisch und eignen sich als essbare Deko für Maibowle und Desserts.

Wann hat Waldmeister Saison?

ZeitraumVerfügbarkeit
BeginnApril
HauptsaisonApril
EndeMai

Quelle: Bundeszentrum für Ernährung (bzfe.de)

Varianten im Vergleich

EigenschaftWaldmeisterMinzeZitronenmelisse
Aroma entsteht wann?erst beim Antrocknensofort, frischsofort, frisch
Klassische VerwendungMaibowle, Brause, SirupTee, orientalische KücheTee, Salate
Saisonnur April/MaiMai bis SeptemberMai bis September
Küchentipp: Waldmeister entfaltet sein charakteristisches Aroma erst, wenn die Blätter leicht antrocknen — anders als Minze oder Zitronenmelisse, die sofort nach dem Pflücken duften, sollte man Waldmeister deshalb vor der Verwendung kurz welken lassen.

Wie gesund ist Waldmeister?

NährwertPro 100 g
Kalorienca. 35 kcal / 100 g
Wasseranteilca. 85 %
Eiweißca. 2.0 g / 100 g
Kohlenhydrateca. 5.0 g / 100 g
Fettca. 0.5 g / 100 g
Ballaststoffeca. 3.0 g / 100 g
Cumarinnatürlicher Aromastoff
Vitamin Cca. 20 mg / 100 g
Gerbstoffeberuhigende Wirkung
Waldmeister enthält Cumarin, das für das typische Aroma sorgt – in Maßen genossen unbedenklich, aber in großen Mengen kann es Kopfschmerzen verursachen.

Woran erkennt man frischen Waldmeister?

  • Waldmeister soll vor der Blüte geerntet werden – nach der Blüte verliert er an Aroma
  • Frische Blätter erkennen an ihrer hellgrünen Farbe und dem intensiven Duft
  • Waldmeister aus dem Handel ist sicherer als selbst gesammelter – Verwechslungsgefahr mit Labkraut-Arten
  • Die Blätter sollen zart und nicht welk sein
  • Kaufe Waldmeister am besten im Bund – so siehst du die Frische
Frischetest: Frischer Waldmeister hat zarte, sternförmig angeordnete, hellgrüne Blätter ohne braune oder welke Stellen.

Wie wird Waldmeister zubereitet?

Für intensiveres Aroma die geernteten Stängel einige Stunden welken lassen, bevor sie in Bowle oder Sirup eingelegt werden — frisch gepflückt schmeckt Waldmeister kaum.

1

Welken lassen

Die Waldmeister-Stängel für 2–3 Stunden an der Luft welken lassen oder für 30 Minuten ins Tiefkühlfach legen – so entsteht das typische Aroma.

2

Vorsichtig trocknen

Waldmeister an einem luftigen, schattigen Ort trocknen – direkte Sonne zerstört das Aroma.

3

Ziehen lassen

Waldmeister in kalter Flüssigkeit (Wein, Sirup) über Nacht ziehen lassen – nie kochen, sonst wird das Aroma bitter.

Zubereitungsmethoden

Maibowle

Die berühmteste Verwendung – Waldmeister in Weißwein, Sekt und Mineralwasser über Nacht ziehen lassen, die klassische Maibowle.

Waldmeister-Sirup

Waldmeister in Zuckersirup über Nacht ziehen lassen – ergibt einen grünen, aromatischen Sirup für Cocktails und Limonaden.

Desserts

Waldmeister-Gelee, Waldmeister-Panna-Cotta oder Waldmeister-Eis – das Kraut verleiht Desserts eine besondere Note.

Waldmeister-Bowlen-Eis

Die klassische Maibowle in gefrorener Form – Waldmeister-Zucker-Eis mit Sekt, ein erfrischendes Dessert für laue Abende.

Tee

Getrockneter Waldmeister als Tee aufgegossen – ein aromatischer Frühlings- und Sommer-Tee mit einer beruhigenden Wirkung.

Aromatisierter Zucker

Waldmeister in Zucker eingelegt – der aromatisierte Zucker eignet sich für Desserts und Getränke.

Wozu passt Waldmeister?

Sekt/WeißweinWaldmeister und Sekt sind das Traumpaar der Maibowle – das Aroma der Blätter entfaltet sich perfekt im Wein.
ZuckerWaldmeister entfaltet sein Aroma am besten in Verbindung mit Zucker – egal ob im Sirup oder in der Bowle.
ZitroneZitronenscheiben in der Maibowle unterstreichen die Frische des Waldmeisters.
MinzeMinze und Waldmeister in Bowlen und Limonaden – eine frische, sommerliche Kombination.
ErdbeereErdbeeren und Waldmeister in der Bowle oder im Dessert – fruchtige Süße trifft auf Vanille-Hey-Aroma.
OrangeOrangenscheiben in der Maibowle geben eine fruchtige Note und eine schöne Farbe.

Wie lagert man Waldmeister richtig?

Waldmeister hält sich, locker in ein feuchtes Tuch gewickelt, im Kühlschrank nur wenige Tage.

Einfrieren

Waldmeister wird kaum eingefroren — für die Vorratshaltung wird er meist getrocknet oder direkt zu Sirup verarbeitet.

Häufige Fehler vermeiden

  • Zu viel Waldmeister zu verwenden – das Cumarin kann in hohen Dosen Kopfschmerzen verursachen, 1–2 Zweige pro Liter Bowle reichen völlig
  • Waldmeister mitzukochen – das Aroma wird bitter, immer nur kalt ziehen lassen
  • Waldmeister nach der Blüte zu ernten – nach der Blüte ist das Aroma deutlich schwächer
  • Getrockneten Waldmeister zu heiß zu lagern – in einem luftdichten Glas im Dunkeln aufbewahren

Häufige Fragen zu Waldmeister

Ist Waldmeister giftig?

In normalen Mengen ist Waldmeister unbedenklich. Das enthaltene Cumarin kann in sehr hohen Dosen Kopfschmerzen verursachen – bei der Maibowle sind 1–2 Zweige pro Liter üblich.

Wann hat Waldmeister Saison?

Waldmeister hat eine kurze Saison von April bis Mai. Die beste Erntezeit ist kurz vor der Blüte, wenn das Aroma am intensivsten ist.

Kann man Waldmeister trocknen?

Ja, Waldmeister lässt sich trocknen. Am besten an einem luftigen, schattigen Ort. Getrocknet und dunkel gelagert ist er bis zu einem Jahr haltbar.

Warum muss Waldmeister welken?

Frischer Waldmeister schmeckt fast nach nichts. Erst durch das Welken entsteht das Cumarin-Aroma – nach 2–3 Stunden ist der typische Waldmeister-Duft da.

Kann man Waldmeister einfrieren?

Ja, Waldmeister lässt sich einfrieren. Die Blätter verlieren etwas an Aroma, eignen sich aber noch für Bowlen und Sirup.

Wie erkenne ich echten Waldmeister?

Echter Waldmeister hat quirlständige, schmale Blätter und weiße, kleine Blüten. Der typische Vanille-Hey-Duft ist das sicherste Erkennungsmerkmal.

Kann man Waldmeister im Garten anbauen?

Ja, Waldmeister ist ein pflegeleichter Schattenbewohner für den Garten. Er braucht einen feuchten, humusreichen Boden und breitet sich von selbst aus.

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