Zutaten
Portionen
3
Teig
Quark (20 oder 40 % Fett i. Tr.) oder Tworoggut abgetropft500 g
Ei (Größe M)1 Stk
Zucker2 EL
Vanillezucker1 TL
Salz1 Prise
Weizenmehl Type 405plus Mehl zum Formen130 g
Zum Servieren
Butter30 g
Smetana oder Schmand100 g
Zucker, Marmelade oder frische Beerennach Geschmack2 EL
Zubereitung
So startest du mit Leniwyje Wareniki – faule Quarkklößchen
1
Quark vorbereiten
Deutschen Quark aus dem Becher in ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb geben und mindestens 30 Minuten abtropfen lassen oder im Tuch ausdrücken. Körniger Tworog aus dem russischen Supermarkt kann direkt verwendet werden. Den Quark mit einer Gabel fein zerdrücken.
2
Teig mischen
Quark, Ei, Zucker, Vanillezucker und Salz verrühren. Das Mehl zugeben und nur so lange mit den Händen verkneten, bis ein weicher, leicht klebriger Teig entsteht. Nicht länger als eine Minute kneten.
3
Formen
Den Teig auf einer bemehlten Fläche in drei Portionen teilen und jede zu einer Rolle von 2 cm Durchmesser formen. Leicht flach drücken und schräg in 2 cm breite Stücke schneiden.
4
Garen
Zwei Liter Wasser mit einem Teelöffel Salz aufkochen und die Hitze reduzieren, bis das Wasser nur noch leicht siedet. Die Klößchen in zwei Portionen einlegen und einmal vorsichtig umrühren, damit sie nicht am Boden kleben. Nach etwa zwei Minuten steigen sie auf. Eine weitere Minute ziehen lassen und mit der Schaumkelle herausheben.
5
Servieren
Die Klößchen in einer Schüssel sofort mit der Butter schwenken, damit sie nicht zusammenkleben. Mit Smetana und nach Wunsch mit Zucker, Marmelade oder Beeren servieren.
Profi-Tipps
Leniwyje Wareniki – faule Quarkklößchen: Tipps aus der Praxis
Probeklößchen: Ein Stück vorab kochen. Zerfällt es, einen Esslöffel Mehl mehr unterkneten. Ist es zäh, war es zu viel Mehl oder zu lange geknetet.
Einfrieren: Rohe Klößchen auf einem bemehlten Brett vorfrieren und in Beuteln lagern, zwei Monate haltbar. Unaufgetaut ins siedende Wasser geben, Garzeit dann vier bis fünf Minuten.
Reste anbraten: Übrige gekochte Klößchen am nächsten Tag in Butter goldbraun braten.
Ersatz für Tworog: Abgetropfter Speisequark, Schichtkäse oder Topfen — Schichtkäse ist am trockensten und kommt Tworog am nächsten.
Ersatz für Smetana: Schmand oder saure Sahne — Schmand hat einen ähnlichen Fettgehalt.
Häufige Fehler vermeiden
- Nasser Quark: Der Teig verlangt dann doppelt so viel Mehl und schmeckt nach Mehlkloß statt nach Quark.
- Sprudelnd gekocht: Die zarten Klößchen zerfallen an der Oberfläche.
- Zu lange gegart: Nach mehr als vier Minuten saugen sie sich voll und werden schleimig.
Variationen
Welche Abwandlungen gibt es?
Mit Grieß
Die Hälfte des Mehls durch Weichweizengrieß ersetzen und den Teig 15 Minuten quellen lassen. Die Klößchen werden lockerer.
Herzhaft
Zucker und Vanille weglassen, dafür einen halben Teelöffel Salz und gehackten Dill unterkneten. Mit gebratenen Zwiebeln und Smetana servieren.
Häufige Fragen
Leniwyje Wareniki – faule Quarkklößchen: die offenen Fragen
Weil die Arbeit des Ausrollens, Ausstechens und Füllens entfällt. Der Quark, der sonst die Füllung bildet, wird direkt in den Teig geknetet. Im Ergebnis ähnelt das Gericht Quark-Wareniki, braucht aber nur einen Bruchteil der Zeit.
Die Teige sind fast gleich. Syrniki werden zu flachen Talern geformt und in der Pfanne gebraten, Leniwyje Wareniki werden in Wasser gegart. Das Ergebnis ist weicher und weniger fett.
Sie sind eng verwandt. Der Teig ähnelt österreichischen Topfenknödeln, die Form und Zubereitung italienischen Gnocchi.
Am besten trockener, körniger Tworog mit 9 % Fett aus dem russischen oder polnischen Supermarkt. Deutscher Speisequark funktioniert, muss aber gut abtropfen. Magerquark ergibt ein trockeneres, säuerlicheres Ergebnis.
Zwischen 110 und 150 g auf 500 g Quark, je nach Feuchtigkeit. Der Teig soll gerade so formbar sein. Je weniger Mehl, desto zarter die Klößchen.
Ja, sie gelten in Russland und der Ukraine als typisches Kinderfrühstück. Für Kleinkinder den Zucker reduzieren und mit Fruchtmus statt Marmelade servieren.
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