Zutaten
Portionen
12
Biskuit
Eier (Größe M)zimmerwarm5 Stk
Zucker150 g
Weizenmehl Type 405150 g
Backpulver10 g
Vanilleextrakt1 TL
Salz1 Prise
Drei-Milch-Mischung
Vollmilchkalt400 ml
Schlagsahne200 ml
Gezuckerte Kondensmilch200 g
Karamell
Zucker180 g
Schlagsahneheiß200 ml
Butter30 g
Salz1 Prise
Zubereitung
So gelingt dir Trileçe
1
Eier aufschlagen
Den Ofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Form von etwa 25 x 30 cm nur am Boden mit Backpapier auslegen. Eier, 150 g Zucker, Vanille und Salz mit dem Handrührgerät acht Minuten auf höchster Stufe schlagen, bis die Masse hell und dick ist und in einem Band vom Rührbesen läuft.
2
Mehl unterheben
Mehl und Backpulver in zwei Portionen über die Eimasse sieben und mit einem Teigschaber von unten nach oben unterheben. Nicht rühren, sonst fällt der Schaum zusammen.
3
Backen
Den Teig in die Form füllen, glatt streichen und auf der mittleren Schiene 28 bis 32 Minuten backen. Ein Holzstäbchen muss sauber herauskommen. In der Form 20 Minuten abkühlen lassen.
4
Tränken
Milch, 200 ml Sahne und Kondensmilch verrühren. Den lauwarmen Biskuit mit einem Holzspieß im Abstand von einem Zentimeter bis zum Boden einstechen. Die kalte Milchmischung in drei Etappen darübergießen und jeweils kurz einziehen lassen. Anfangs steht die Flüssigkeit am Rand, das ist richtig.
5
Karamell kochen
180 g Zucker in einem hellen Topf bei mittlerer Hitze ohne Rühren schmelzen, nur den Topf schwenken. Sobald der Zucker bernsteinfarben ist, vom Herd nehmen und die heiße Sahne vorsichtig in drei Schüben einrühren, es spritzt und dampft stark. Butter und Salz einrühren und zwei Minuten köcheln, bis die Sauce einen Löffelrücken überzieht.
6
Karamell auftragen und kühlen
Den Karamell 15 Minuten abkühlen lassen, bis er lauwarm und noch gießfähig ist. Gleichmäßig über den Kuchen verteilen. Abgedeckt mindestens sechs Stunden, besser über Nacht, in den Kühlschrank stellen. In Rechtecke schneiden und mit etwas Milch vom Boden der Form servieren.
Profi-Tipps
Was macht bei Trileçe den Unterschied?
Temperaturgefälle: Der Biskuit soll lauwarm, die Milch kalt sein. Ist beides heiß, wird der Boden matschig. Ist beides kalt, zieht die Milch schlecht ein.
Karamellfarbe: Ein heller Topfboden zeigt die Farbe zuverlässig. Zwischen bernsteinfarben und verbrannt liegen etwa 20 Sekunden.
Haltbarkeit: Im Kühlschrank hält Trileçe abgedeckt drei Tage. Am zweiten Tag ist die Konsistenz am besten.
Ersatz für Gezuckerte Kondensmilch: 200 ml ungezuckerte Kondensmilch (10 %) mit 80 g Zucker — Gezuckerte Kondensmilch steht im Supermarkt oft unter dem Namen Milchmädchen oder im russischen Regal als Sguschtschonka.
Ersatz für Selbst gekochter Karamell: 250 g fertige Karamellsauce oder Dulce de leche, mit 3 EL Sahne erwärmt — Spart zehn Minuten, schmeckt etwas süßer.
Häufige Fehler vermeiden
- Form gefettet: Am gefetteten Rand kann der fettfreie Biskuit nicht hochklettern und fällt in der Mitte ein.
- Karamell heiß aufgegossen: Er vermischt sich mit der Milch, statt als eigene Schicht obenauf zu liegen.
- Zu kurz gekühlt: Nach zwei Stunden schwimmt der Kuchen noch. Die Milch braucht Zeit, um in die Krume zu wandern.
Variationen
Varianten, die sich lohnen
Mit Himbeeren
Statt Karamell 300 g Himbeeren mit 60 g Zucker fünf Minuten kochen, passieren und als Spiegel auftragen.
Mit Kaffee
Zwei Teelöffel lösliches Espressopulver in der heißen Sahne für den Karamell auflösen.
Häufige Fragen
Fragen zu Trileçe
Der Name setzt sich aus „tri“ für drei und einer Ableitung des spanischen „leche“ für Milch zusammen. Gemeint sind die drei Milchprodukte, mit denen der Biskuit getränkt wird.
In diesem Rezept Vollmilch, Sahne und gezuckerte Kondensmilch. In der Türkei wird die Kondensmilch häufig durch mehr Milch mit Zucker ersetzt, manche Rezepte nennen auch Ziegen- oder Büffelmilch.
Das Prinzip entspricht dem lateinamerikanischen Tres-leches-Kuchen. In der Türkei wurde der Kuchen in den 2010er-Jahren populär und wird dort meist dem Balkan zugeschrieben, besonders Albanien. Wie er genau dorthin gelangte, ist nicht eindeutig belegt.
Davon ist abzuraten. Die Milch kristallisiert, und der Biskuit gibt beim Auftauen Flüssigkeit ab. Im Kühlschrank hält der Kuchen drei Tage.
Entweder wurde er zu wenig eingestochen oder er ist zu kompakt, weil der Eischaum beim Unterheben zusammengefallen ist. Auch die Kühlzeit spielt eine Rolle: Erst nach etwa sechs Stunden ist fast alles aufgenommen.
Ja, das ist sogar die bessere Lösung. Über Nacht verteilt sich die Milch gleichmäßig, und der Karamell wird schnittfest.
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