Tag des Eiers
Der Tag des Eiers feiert das vielseitigste Lebensmittel der Welt – ob als Frühstücksei, Rührei, Spiegelei oder als unverzichtbare Zutat in der Küche.

Woher kommt Tag des Eiers?
Das Ei gehört zu den ältesten Nahrungsmitteln der Menschheit – bereits in der Jungsteinzeit wurden Eier von Wildvögeln gesammelt, bevor mit der Domestizierung des Bankivahuhns in Südostasien vor rund 8.000 Jahren die gezielte Hühnerhaltung und damit eine verlässliche Eierversorgung begann. Im antiken Rom und Griechenland galten Eier als Symbol für Fruchtbarkeit und neues Leben, eine Bedeutung, die sich bis heute in der christlichen Osterei-Tradition erhalten hat, wo das Ei als Sinnbild für die Auferstehung und den Beginn neuen Lebens dient. Über Jahrhunderte entwickelten sich in verschiedenen Kulturen eigene Bräuche rund um das Ei, vom Eierfärben in Osteuropa bis zum Verstecken von Ostereiern im deutschsprachigen Raum, dessen genauer Ursprung nicht abschließend geklärt ist, aber vermutlich mit der Fastenzeit zusammenhängt, in der das Verzehren von Eiern traditionell untersagt war und sich so ein Überschuss ansammelte, der zu Ostern verarbeitet und verschenkt wurde. Ernährungswissenschaftlich galt das Ei lange als umstritten wegen seines Cholesteringehalts, wird heute aber überwiegend als wertvolle Proteinquelle mit hoher biologischer Wertigkeit eingeordnet. Die Hühnerhaltung selbst hat sich seit der Domestizierung stark gewandelt: Während in traditionellen bäuerlichen Gesellschaften wenige Hühner im Hofgarten meist nur den Eigenbedarf einer Familie deckten, entwickelte sich die Legehennenhaltung im 20. Jahrhundert zu einem hochspezialisierten, industriell organisierten Wirtschaftszweig, dessen Haltungsbedingungen bis heute Gegenstand gesellschaftlicher Debatten sind.
4 Fakten zu Tag des Eiers
Quellen: gefluegelnews.de (BZL-Zahlen) — 249 Eier pro Kopf: Eierverbrauch in Deutschland steigt auch 2024
Warum wird der Tag gefeiert?
Der Tag des Eies wird international an unterschiedlichen Terminen gefeiert, in vielen Ländern am zweiten Freitag im Oktober als World Egg Day, der von der International Egg Commission ins Leben gerufen wurde, um auf die Bedeutung des Eies für eine ausgewogene, erschwingliche Ernährung aufmerksam zu machen. In Deutschland ist das Ei aus der Küche nicht wegzudenken – vom Frühstücksei über Rührei und Omelett bis zu Backwaren, in denen es als Bindemittel unverzichtbar ist. Die Kennzeichnungspflicht mit dem Erzeugercode auf jedem einzelnen Ei, eingeführt zur besseren Rückverfolgbarkeit und Haltungsform-Transparenz, gilt vielen Verbrauchern als Vorbild für Lebensmitteltransparenz, da sich am Code Haltungsform, Herkunftsland und Erzeugerbetrieb ablesen lassen. Debatten um Käfighaltung, Bodenhaltung, Freilandhaltung und Bio-Haltung prägen die öffentliche Diskussion rund um das Ei seit Jahrzehnten, wobei sich der deutsche Markt seit dem Verbot konventioneller Käfighaltung deutlich in Richtung höherer Haltungsformen verschoben hat. Zu Ostern erreicht der Eierkonsum traditionell seinen jährlichen Höhepunkt, wenn gefärbte, gekochte Eier zum Osterfrühstück gehören und in vielen Familien gemeinsam bunt bemalt werden, oft mit natürlichen Farbstoffen wie Zwiebelschalen oder Rote-Bete-Saft. Auch das Eierpecken, bei dem zwei hartgekochte Eier gegeneinander geschlagen werden, um zu sehen, wessen Schale hält, gehört in vielen deutschen Familien zum festen Osterritual. Kulinarisch erlebt das pochierte Ei durch die Frühstücks- und Brunch-Kultur der letzten Jahre eine Renaissance, etwa als Topping für Avocado-Toast oder klassisch zu Eggs Benedict. Auch die Farbe der Schale, die von reinweiß bis dunkelbraun reicht, ist rein rassebedingt und sagt nichts über Qualität oder Nährwert aus, was vielen Verbrauchern nicht bewusst ist. In der Backstube gilt das Ei als unverzichtbarer Allrounder, der Teige bindet, lockert und für Glanz auf Gebäck sorgt, weshalb viele klassische Rezepte für Rührkuchen, Biskuit oder Nudelteig ohne Ei kaum denkbar wären.
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Häufige Fragen zu Tag des Eiers
Was im Oktober Saison hat
Tag des Eiers fällt in den Oktober. Passend dazu: saisonale Zutaten und Rezepte für diesen Monat.
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