Zutaten
Portionen
6
Für die Gulaschsuppe
Rinderwade oder Rinderhalsin 2 cm große Würfel geschnitten800 g
Zwiebelnfein gewürfelt (gleiches Gewicht wie Fleisch ist das Geheimnis)3 Stück
Schweineschmalztraditionell unverzichtbar3 EL
Ungarisches Paprikapulver edelsüß (Édesnemes)höchste Qualität aus Szeged3 EL
Knoblauchzehenfein gehackt3 Zehen
Ganze Kümmelkörnerfein gehackt1 TL
Festkochende Kartoffelngeschält und gewürfelt500 g
Möhren & Petersilienwurzelin Scheiben geschnitten2 Stück
Ungarische weiße Spitzpaprika (TV Paprika)gewürfelt2 Stück
Reife Tomateenthäutet und gewürfelt1 Stück
Rinderbrühe oder Wasserzum Kochen1.5 l
Salznach Geschmack1 EL
Für die Csipetke (Zupfnudeln)
Weizenmehlglatt80 g
Ei (Größe M)frisch1 Stück
Salzfein1 Prise
So kochst du Original Ungarische Gulyásleves (Gulaschsuppe)
1
Zwiebelbasis & Paprikapulver ansetzen
Schweineschmalz in einem Schmortopf schmelzen. Die Zwiebeln bei milder Hitze ca. 10 Minuten glasig-goldgelb dünsten (sie dürfen nicht bräunen!). Den Topf kurz von der Herdplatte ziehen! Das edelsüße Paprikapulver einrühren und sofort 50 ml Wasser zugießen (wichtig: Paprikapulver in kochendem Fett verbrennt binnen Sekunden und wird bitter!).
15
2
Fleisch im eigenen Saft schmoren
Topf zurück auf die Hitze stellen, die Rindfleischwürfel, Knoblauch und gehackten Kümmel zugeben. Salzen und bei geschlossenem Deckel im eigenen Saft bei milder Hitze ca. 45 Minuten schmoren lassen, bis das Fleisch fast zart ist.
45
3
Gemüse zugeben & Suppe kochen
Möhren, Petersilienwurzel, Spitzpaprika und Tomate zugeben. Mit Brühe oder Wasser auffüllen. Nach 15 Minuten Kochzeit die Kartoffelwürfel hineingeben und weitere 15 Minuten köcheln lassen, bis alles weich ist.
30
4
Csipetke zupfen & servieren
Aus Mehl, Ei und Salz einen festen Teig kneten. Mit Daumen und Zeigefinger kleine Teigstückchen (ca. 1 cm, 'Csipetke' = Gezupftes) direkt in die kochende Suppe zupfen. 3–4 Minuten kochen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Heiß mit frischem Weißbrot und scharfer Paprikapaste (Erős Pista) servieren.
10
Original Ungarische Gulyásleves (Gulaschsuppe): Würze und Bindung
Topf vom Herd ziehen beim Paprika: Das ist die goldene Grundregel der ungarischen Küche: Paprikapulver enthält natürlichen Zucker. Trifft es auf heißes Schmalz über 100 °C, karamellisiert und verbrennt es sofort. Immer abseits der Hitze einrühren und rasch ablöschen.
Schweineschmalz statt Öl: Echtes Schweineschmalz löst die fettlöslichen Geschmacks- und Farbstoffe des Paprikas viel intensiver als Pflanzenöl und verleiht der Suppe den charakteristischen Tiefgang.
Häufige Fehler vermeiden
- Mehl zur Bindung nehmen: Eine traditionelle Gulyásleves wird niemals mit Mehl gebunden. Die natürliche Bindung entsteht allein aus dem Schmelz der Zwiebeln und der Stärke der Kartoffeln.
- Fleisch scharf anbraten wie Gulasch: In Ungarn wird das Rindfleisch für Gulyás nicht braun angebraten, sondern sanft im Zwiebel-Paprika-Sud gedünstet.
Original Ungarische Gulyásleves (Gulaschsuppe) abwandeln
Bográcsgulyás
Die ursprüngliche Version im gusseisernen Kessel über Buchenholzfeuer gekocht mit herrlichem Raucharoma.
Babgulyás (Bohnengulaschsuppe)
Zusätzlich mit Wachtelbohnen und geräuchertem Schweinefleisch zubereitet.
Was ihr zu Original Ungarische Gulyásleves (Gulaschsuppe) wissen solltet
Gulyásleves ist eine reichhaltige Suppe mit Kartoffeln und Csipetke; Pörkölt ist ein dick eingekochtes Fleischragù in reduzierter Zwiebelsauce ohne Kartoffeln.
Traditionell wird sie mild bis pikant gekocht. Die Schärfe wird am Tisch individuell mit frischen scharfen Paprikaringen oder scharfer Paste dosiert.
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