Zutaten
Portionen
4
Draniki-Teig
Kartoffeln (festkochend)800 g
Zwiebel1 Stk
Ei1 Stk
Mehl (Type 405)2 EL
Salz1 TL
Pfeffer0.5 TL
Zum Braten & Servieren
Pflanzenöl oder Butterschmalz4 EL
Smetana oder Schmand200 g
Dill (gehackt)2 EL
Zubereitung
Draniki (russische Kartoffelpuffer) zubereiten — wie zu Hause
1
Kartoffeln reiben
Kartoffeln schälen und zusammen mit der Zwiebel auf der groben Reibe reiben. Die Masse in ein sauberes Küchentuch geben und kräftig auspressen — so viel Flüssigkeit wie möglich entfernen.
Je trockener die Kartoffeln, desto knuspriger die Draniki.
10 Min
2
Teig zubereiten
Die ausgedrückte Kartoffel-Zwiebel-Masse in eine Schüssel geben. Ei, Mehl, Salz und Pfeffer zugeben. Gut vermischen.
5 Min
3
Braten
Öl in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Je 2 EL Kartoffelmasse in die Pfanne geben und mit dem Löffel zu flachen Puffern drücken. 3-4 Minuten pro Seite goldbraun braten.
Nicht zu große Puffer — sie werden innen sonst nicht gar.
20 Min
4
Abfetten
Die fertigen Draniki auf Küchenkrepp legen, um überschüssiges Fett abzutropfen. Im Ofen bei 100 °C warm halten, während der Rest gebraten wird.
2 Min
5
Servieren
Draniki heiß servieren — mit einem großzügigen Klecks Smetana und gehacktem Dill. Nach Belieben mit Lachs oder Kaviar belegen.
Profi-Tipps
Die Stellschrauben bei Draniki (russische Kartoffelpuffer)
Käse-Idee: 30 g geriebenen Parmesan unter die Kartoffelmasse mischen — extra Knusprigkeit.
Knoblauch-Draniki: Eine gepresste Knoblauchzehe in die Kartoffelmasse geben.
Apfel-Draniki: Einen geriebenen Apfel (säuerlich) unter die Kartoffelmasse mischen — ergibt süßliche Puffer.
Ersatz für Festkochende Kartoffeln: Mehlig kochende Kartoffeln — Weicher innen, knuspriger außen.
Ersatz für Smetana: Griechischer Joghurt — Leichter, säuerlicher Geschmack.
Ersatz für Pflanzenöl: Butterschmalz — Gibt mehr Röstaromen.
Warmhalten: Fertige Draniki bei 100 °C im Ofen warmhalten — sie bleiben dort bis zu 30 Minuten knusprig.
Häufige Fehler vermeiden
- Die Kartoffeln nicht auszupressen — die Draniki werden matschig.
- Zu wenig Öl in der Pfanne — die Puffer kleben fest.
- Die Pfanne nicht heiß genug — die Draniki saugen sich mit Fett voll.
Variationen
Draniki (russische Kartoffelpuffer) abwandeln
Mit Zucchini
Die Hälfte der Kartoffeln durch geraspelte Zucchini ersetzen — leichter und frischer.
Mit Möhren
Eine geraspelte Karotte unter die Kartoffelmasse mischen — süßliche Note.
Süße Draniki
1 EL Zucker + 1 TL Zimt in die Masse — mit Apfelmus servieren.
Häufige Fragen
Was ihr zu Draniki (russische Kartoffelpuffer) wissen solltet
Die Kartoffeln müssen sehr gut ausgepresst werden (Küchentuch nehmen). Zu viel Feuchtigkeit macht die Puffer weich. Außerdem reichlich Fett in der Pfanne verwenden und nicht zu viele Puffer auf einmal braten.
Nein, geriebene Kartoffeln werden sofort grau und verlieren Stärke. Falls keine Zeit: die geriebenen Kartoffeln mit Zitronensaft beträufeln.
Festkochende Kartoffeln — sie haben mehr Stärke und werden knuspriger. Mehlig kochende Kartoffeln werden innen weicher, was manche bevorzugen.
Ja, auf einem Backblech mit Backpapier: 200 °C, 10 Minuten pro Seite. Nicht so knusprig wie aus der Pfanne, aber fettärmer.
Smetana mit Dill ist klassisch. Auch Apfelmus, Lachs oder Kaviar — ja, Draniki mit Kaviar ist eine russische Delikatesse.
Draniki (дранікі) geht auf das ostslawische Verb „drac'/drat'“ zurück, das reiben oder raspeln bedeutet — wörtlich sind es also „die Geriebenen“. Der Name beschreibt genau den Arbeitsschritt, der das Gericht ausmacht: die grob geriebene rohe Kartoffel. In Belarus gelten Draniki als Nationalgericht, verbreitet sind sie im gesamten ostslawischen Raum.
Bei 100 °C im Ofen auf einem Rost (nicht gestapelt) — so bleiben sie bis zu 30 Minuten knusprig, ohne durchzuweichen.
Deruny ist der ukrainische Name für praktisch dasselbe Gericht — die Bezeichnung ändert sich an der Grenze, nicht das Rezept. Latkes (jüdische Küche) verwenden meist Zwiebeln in der Masse und werden traditionell zu Chanukka gegessen. Rösti (Schweiz) besteht aus vorgekochten, geraspelten statt rohen Kartoffeln und wird als ganzer Fladen statt einzelner Puffer gebraten.
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