Zutaten
Portionen
4
Zutaten für 4 Portionen
Gekochte Kartoffeln vom Vortag (festkochend)geschält und in dicke Scheiben geschnitten700 g
Gekochtes Rindfleisch (z. B. Tafelspitz)in mundgerechte Blättchen oder Würfel geschnitten300 g
Geräucherter Bauchspeckfein gewürfelt100 g
Zwiebelnin Halbringe geschnitten2 Stück
Butterschmalzzum Braten3 EL
Ganze Kümmelkörneraromatisch1 TL
Getrockneter Majoranzwischen den Fingern zerrieben1 EL
Eier (Größe M)für die Spiegeleier4 Stück
Frische Petersiliegehackt2 EL
Salz und schwarzer Pfefferfrisch gemahlen1 TL
Tiroler Gröstl mit Spiegelei kochen: die Reihenfolge
1
Speck & Zwiebeln anbraten
In einer großen gusseisernen Pfanne 1 EL Butterschmalz erhitzen und die Speckwürfel knusprig auslassen. Zwiebeln zufügen und bei mittlerer Hitze ca. 6 Minuten goldbraun anschwitzen. Aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.
8
2
Kartoffeln kross braten
Restliches Butterschmalz in derselben Pfanne stark erhitzen. Die Kartoffelscheiben hineingeben und zunächst 4–5 Minuten ohne Rühren anbraten lassen, bis sich an der Unterseite eine feste goldbraune Kruste bildet. Erst dann vorsichtig wenden, damit die Scheiben ganz bleiben. Mit Kümmel, Salz und Pfeffer würzen.
12
3
Fleisch zugeben & grösteln
Das geschnittene Rindfleisch, die Zwiebel-Speck-Mischung und den getrockneten Majoran zu den knusprigen Kartoffeln geben. Alles zusammen bei mittlerer Hitze nochmals 4–5 Minuten unter gelegentlichem Wenden durchrösten ('grösteln'), bis das Fleisch heiß und leicht kross angebraten ist.
6
4
Spiegeleier braten & servieren
In einer separaten Pfanne 4 Spiegeleier braten (das Eigelb muss flüssig bleiben!). Das Tiroler Gröstl direkt in der heißen Eisenpfanne anrichten, die Spiegeleier darauflegen, mit frischer Petersilie bestreuen und traditionell mit Krautsalat servieren.
5
Tiroler Gröstl mit Spiegelei: Tipps aus der Praxis
Vortagskartoffeln verwenden: Frisch gekochte Kartoffeln enthalten zu viel freies Wasser und Feuchtigkeit. Erst nach 12–24 Stunden im Kühlschrank kristallisiert die Stärke (Retrogradation), wodurch die Kartoffeln perfekt knusprig bräunen, ohne zu zerfallen.
Gusseisenpfanne für Röstaromen: Eine schwere Eisen- oder Gusseisenpfanne speichert die Hitze optimal und erzeugt die unnachahmliche Röstkruste.
Häufige Fehler vermeiden
- Ständig in der Pfanne rühren: Wer ungeduldig rührt, zermatscht die Kartoffeln zu Brei. Ruhig braten lassen, bis sich Krusten bilden.
- Zu mageres Fleisch nehmen: Rinderschmorbraten mit etwas intramuskulärem Fett bleibt beim Rösten saftig; trockenes Magerfleisch wird zäh.
Welche Abwandlungen gibt es?
Wurstgröstl
Schnellere Alm-Variante mit Tiroler Knackwurst oder Augsburger statt Rindfleisch.
Vegetarisches Gröstl
Mit Waldpilzen, geräuchertem Tofu oder Bergkäsewürfeln.
Tiroler Gröstl mit Spiegelei: die offenen Fragen
Traditionell serviert man warmen Tiroler Krautsalat mit Kümmel und krossen Speckwürfeln.
Ja, in der Pfanne mit etwas Schmalz wieder kross aufbraten – schmeckt hervorragend.
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