Maronen auf einen Blick
Der Maronenröhrling ist ein aromatischer Speisepilz aus der Familie der Röhrlinge und ein naher Verwandter des Steinpilzes — mit der Marone vom Weihnachtsmarkt hat er trotz des Namens nichts zu tun. Er wächst bevorzugt in Nadelwäldern unter Fichten und Kiefern und ist an seinem kastanienbraunen Hut und den gelblichen Poren zu erkennen, die sich auf Druck blau verfärben. Die Saison läuft von August bis November.
| Saison | September bis Oktober |
| Hauptsaison | September |
| Kategorie | Pilze |
| Sorten | Maronenröhrling, Junge Exemplare, Getrocknete Maronen |
| Passt zu | Butter, Petersilie, Zwiebeln, Sahne, Knoblauch |
| Zubereitung | Suppe, Pasta, Braten, Trocknen |
| Lagerung | Maronenröhrlinge halten sich im Kühlschrank, luftig in Papier verpackt, ein bis zwei Tage — wie alle Wildpilze möglichst am Sammeltag verarbeiten. |
Welche Sorten gibt es?
Maronenröhrling
Brauner Hut mit gelblichen Röhren statt Lamellen unter dem Hut.
Junge Exemplare
Besonders zart und mild im Geschmack.
Getrocknete Maronen
Konzentriertes Aroma, ganzjährig haltbar.
Wann haben Maronen Saison?
| Zeitraum | Verfügbarkeit |
|---|---|
| Beginn | September |
| Hauptsaison | September |
| Ende | Oktober |
Varianten im Vergleich
| Eigenschaft | Maronenröhrling | Steinpilz | Edelkastanie (Marone) |
|---|---|---|---|
| Was ist es? | Speisepilz (Röhrling) | Speisepilz (Röhrling) | Baumfrucht (Nuss) |
| Erkennungsmerkmal | gelbliche Poren, blauen auf Druck | weiße bis olivgrüne Poren, blauen nicht | braune Frucht in stacheliger Hülle |
| Saison | August bis November | Juli bis Oktober | September bis November |
Wie gesund sind Maronen?
| Nährwert | Pro 100 g |
|---|---|
| Kalorien | ca. 25 kcal / 100 g |
| Wasseranteil | ca. 89 % |
| Eiweiß | ca. 3 g / 100 g |
| Kohlenhydrate | ca. 2 g / 100 g |
| Fett | ca. 0,4 g / 100 g |
| Ballaststoffe | ca. 2,2 g / 100 g |
| Vitamin B2 | guter Gehalt |
| Protein | ca. 3 g / 100 g |
Woran erkennt man frische Maronen?
- Feste, pralle Pilze ohne weiche oder schimmelige Stellen
- Keine madigen oder von Schnecken angefressenen Exemplare
- Frischer, pilziger Duft ohne fauligen Beigeschmack
- Im Zweifel von einem Pilzsachverständigen prüfen lassen
- Möglichst frisch verarbeiten, da Pilze schnell verderben
Wie werden Maronen zubereitet?
Maronenröhrlinge nur trocken putzen, nicht waschen. Bei älteren Exemplaren die weiche Röhrenschicht unter dem Hut entfernen, sie wird beim Braten sonst schleimig. Die Blaufärbung verschwindet beim Garen weitgehend. Hinweis: In Teilen Süddeutschlands reichern Maronenröhrlinge bis heute Radiocäsium aus dem Tschernobyl-Fallout an — das Bundesamt für Strahlenschutz rät, selbst gesammelte Wildpilze nur in üblichen Mengen zu essen.
Putzen
Erde und Nadeln mit einem Pinsel oder trockenen Tuch entfernen.
Schneiden
In Scheiben oder Stücke schneiden.
Garen
Gründlich durchbraten oder kochen.
Zubereitungsmethoden
Klassische Maronensuppe mit Sahne und Kräutern.
Mit Maronen verfeinerte, herbstliche Pasta.
In Butter angebraten — entwickelt das nussig-milde Aroma.
Getrocknet ganzjährig haltbar und intensiv im Aroma.
Wozu passen Maronen?
| Butter | Klassische Zubereitung für Waldpilze |
| Petersilie | Frische Würze nach dem Braten |
| Zwiebeln | Würzige Basis für Pilzgerichte |
| Sahne | Cremige Basis für Suppe und Pasta |
| Knoblauch | Würzt gebratene Pilze auf |
Die besten Maronen-Rezepte
Rezepte, in denen Maronen vorkommen
In diesen 1 Rezepten ist Maronen nicht die Hauptzutat, spielt aber mit.
Wie lagert man Maronen richtig?
Maronenröhrlinge halten sich im Kühlschrank, luftig in Papier verpackt, ein bis zwei Tage — wie alle Wildpilze möglichst am Sammeltag verarbeiten.
Einfrieren
Maronenröhrlinge vor dem Einfrieren putzen, in Scheiben schneiden und kurz anbraten. Alternativ lassen sie sich gut trocknen — getrocknet sind sie monatelang haltbar.
Häufige Fehler vermeiden
- Maronenröhrlinge mit Edelkastanien (Maronen) verwechseln — trotz ähnlichem Namen sind das völlig unterschiedliche Lebensmittel
- Pilze roh essen — sie müssen gründlich durchgegart werden
- Pilze in Plastik aufbewahren — sie verderben dort schneller
- Beim Sammeln unsichere Pilze mitnehmen — im Zweifel einen Pilzsachverständigen konsultieren
