Radicchio auf einen Blick
Radicchio ist ein rot-weißer, kräftig bitterer Salat aus der Chicorée-Familie, dessen feste, runde Köpfe optisch an Rotkohl erinnern. Ursprünglich aus Norditalien stammend, wird er heute auch in Deutschland angebaut. Die Saison läuft von September bis November.
| Saison | Juni bis Juli |
| Hauptsaison | Juni |
| Kategorie | Salat |
| Sorten | Radicchio di Chioggia, Radicchio di Treviso, Radicchio Tardivo |
| Passt zu | Orange, Birne, Walnüsse, Honig, Balsamico, Pecorino |
| Zubereitung | Roh / Salat, Grillen, Risotto, Braten, Backen / Gratin |
| Lagerung | Radicchio hält sich im Kühlschrank-Gemüsefach, in Folie gewickelt, bis zu zwei Wochen — er ist deutlich lagerfähiger als zartblättrige Salate. |
Welche Sorten gibt es?
Radicchio di Chioggia
Rund und kompakt mit weißen Adern — die klassische, bekannteste Sorte.
Radicchio di Treviso
Länglich geformt, milder im Geschmack als die runde Variante.
Radicchio Tardivo
Spätsorte mit gekräuselten Blättern und besonders milder, leicht süßlicher Note.
Wann hat Radicchio Saison?
| Zeitraum | Verfügbarkeit |
|---|---|
| Beginn | Juni |
| Hauptsaison | Juni |
| Ende | Juli |
Varianten im Vergleich
| Eigenschaft | Radicchio | Chicorée | Zuckerhut |
|---|---|---|---|
| Bitterkeit | stark, mit Süße | stark | mild |
| Farbe | rot-weiß | gelblich-weiß | hellgrün |
| Typische Zubereitung | roh, gegrillt, überbacken | roh oder überbacken | roh |
Wie gesund ist Radicchio?
| Nährwert | Pro 100 g |
|---|---|
| Kalorien | ca. 13 kcal / 100 g |
| Wasseranteil | ca. 94 % |
| Eiweiß | ca. 1,4 g / 100 g |
| Kohlenhydrate | ca. 1,4 g / 100 g |
| Fett | ca. 0,2 g / 100 g |
| Ballaststoffe | ca. 1,5 g / 100 g |
| Bitterstoffe | sekundäre Pflanzenstoffe, traditionell mit der Verdauung assoziiert |
| Vitamin K | guter Gehalt |
Woran erkennt man frischen Radicchio?
- Feste, kompakte Köpfe ohne welke Außenblätter
- Kräftige rot-weiße Färbung
- Keine braunen oder schleimigen Stellen am Strunk
- Schwer für seine Größe — ein Zeichen für saftiges Fruchtfleisch
- Möglichst frische Ware, da Bitterstoffe mit der Lagerzeit zunehmen können
Wie wird Radicchio zubereitet?
Der weiße Strunk in der Mitte ist besonders bitter und wird meist herausgeschnitten, bevor die Blätter weiterverarbeitet werden.
Äußere Blätter entfernen
Welke oder beschädigte Außenblätter abziehen.
Vierteln
Den Kopf längs in Viertel oder Achtel schneiden.
Strunk kürzen
Den harten Strunkansatz keilförmig entfernen.
Zubereitungsmethoden
In Streifen geschnitten, gemischt mit milderen Salaten für einen ausgewogenen Bitterton.
Geviertelt auf dem Grill — mildert die Bitterstoffe und bringt Röstaromen.
Klassisch italienisch in cremiges Risotto eingearbeitet.
In Streifen kurz in der Pfanne angebraten, wird dabei milder im Geschmack.
Mit Käse überbacken — die Hitze rundet die Bitterkeit ab.
Wozu passt Radicchio?
| Orange | Süß-säuerlicher Kontrast zur Bitterkeit |
| Birne | Fruchtige Ergänzung für Salate |
| Walnüsse | Knuspriger Kontrast |
| Honig | Mildert die Bitterstoffe im Dressing |
| Balsamico | Klassisches Dressing für Bittersalate |
| Pecorino | Würzige Ergänzung für Risotto und Salat |
Die besten Radicchio-Rezepte
Wie lagert man Radicchio richtig?
Radicchio hält sich im Kühlschrank-Gemüsefach, in Folie gewickelt, bis zu zwei Wochen — er ist deutlich lagerfähiger als zartblättrige Salate.
Einfrieren
Roh eignet sich Radicchio nicht zum Einfrieren, da die Blätter beim Auftauen welk werden — er wird ausschließlich frisch verwendet.
Häufige Fehler vermeiden
- Zu lange lagern — die Bitterstoffe nehmen mit der Zeit zu
- Roh ohne Ausgleich servieren — milde Begleiter wie Orange oder Honig gleichen die Bitterkeit aus
- Zu zaghaft grillen oder braten — erst durch ausreichende Hitze mildert sich die Bitterkeit deutlich
- Den Salat einfrieren wollen — die Struktur wird dabei vollständig zerstört
