Zum Inhalt springen
Sommer · Saisonale Zutat

Radicchio

Radicchio hat im Juni und Juli Saison, mit dem Höhepunkt im Juni. Radicchio hält sich im Kühlschrank-Gemüsefach, in Folie gewickelt, bis zu zwei Wochen — er ist deutlich lagerfähiger als zartblättrige Salate. Klassische Kombinationen: Orange, Birne, Walnüsse. Der Brennwert liegt bei etwa 13 kcal / 100 g.

Radicchio ist ein rot-weißer, kräftig bitterer Salat aus der Chicorée-Familie, dessen feste, runde Köpfe optisch an Rotkohl erinnern. Ursprünglich aus Norditalien stammend, wird er heute auch in Deutschland angebaut. Die Saison läuft von September bis November.

Von Johann·Aktualisiert am
Juni – JuliSommer ca. 13 kcal / 100 g
Saisonverlauf im Jahresüberblick
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Hochsaison
In Saison
Radicchio

Radicchio auf einen Blick

Schnellantwort

Radicchio ist ein rot-weißer, kräftig bitterer Salat aus der Chicorée-Familie, dessen feste, runde Köpfe optisch an Rotkohl erinnern. Ursprünglich aus Norditalien stammend, wird er heute auch in Deutschland angebaut. Die Saison läuft von September bis November.

SaisonJuni bis Juli
HauptsaisonJuni
KategorieSalat
SortenRadicchio di Chioggia, Radicchio di Treviso, Radicchio Tardivo
Passt zuOrange, Birne, Walnüsse, Honig, Balsamico, Pecorino
ZubereitungRoh / Salat, Grillen, Risotto, Braten, Backen / Gratin
LagerungRadicchio hält sich im Kühlschrank-Gemüsefach, in Folie gewickelt, bis zu zwei Wochen — er ist deutlich lagerfähiger als zartblättrige Salate.

Welche Sorten gibt es?

Radicchio di Chioggia

Rund und kompakt mit weißen Adern — die klassische, bekannteste Sorte.

Radicchio di Treviso

Länglich geformt, milder im Geschmack als die runde Variante.

Radicchio Tardivo

Spätsorte mit gekräuselten Blättern und besonders milder, leicht süßlicher Note.

Wann hat Radicchio Saison?

ZeitraumVerfügbarkeit
BeginnJuni
HauptsaisonJuni
EndeJuli

Quelle: Bundeszentrum für Ernährung (bzfe.de)

Varianten im Vergleich

EigenschaftRadicchioChicoréeZuckerhut
Bitterkeitstark, mit Süßestarkmild
Farberot-weißgelblich-weißhellgrün
Typische Zubereitungroh, gegrillt, überbackenroh oder überbackenroh
Küchentipp: Kurz gegrillt oder in der Pfanne angebraten verliert Radicchio einen Teil seiner Bitterkeit und entwickelt eine leichte Süße — eine Zubereitung, die bei milderem Zuckerhut kaum nötig ist.

Wie gesund ist Radicchio?

NährwertPro 100 g
Kalorienca. 13 kcal / 100 g
Wasseranteilca. 94 %
Eiweißca. 1,4 g / 100 g
Kohlenhydrateca. 1,4 g / 100 g
Fettca. 0,2 g / 100 g
Ballaststoffeca. 1,5 g / 100 g
Bitterstoffesekundäre Pflanzenstoffe, traditionell mit der Verdauung assoziiert
Vitamin Kguter Gehalt
Radicchio ist sehr kalorienarm und enthält Bitterstoffe, denen traditionell eine verdauungsfördernde Wirkung zugeschrieben wird.

Woran erkennt man frischen Radicchio?

  • Feste, kompakte Köpfe ohne welke Außenblätter
  • Kräftige rot-weiße Färbung
  • Keine braunen oder schleimigen Stellen am Strunk
  • Schwer für seine Größe — ein Zeichen für saftiges Fruchtfleisch
  • Möglichst frische Ware, da Bitterstoffe mit der Lagerzeit zunehmen können
Frischetest: Ein frischer Radicchio-Kopf ist fest geschlossen, schwer für seine Größe und hat glänzende, pralle Blätter. Braune Ränder oder ein weicher Kopf zeigen ältere Ware an.

Wie wird Radicchio zubereitet?

Der weiße Strunk in der Mitte ist besonders bitter und wird meist herausgeschnitten, bevor die Blätter weiterverarbeitet werden.

1

Äußere Blätter entfernen

Welke oder beschädigte Außenblätter abziehen.

2

Vierteln

Den Kopf längs in Viertel oder Achtel schneiden.

3

Strunk kürzen

Den harten Strunkansatz keilförmig entfernen.

Zubereitungsmethoden

Roh / Salat

In Streifen geschnitten, gemischt mit milderen Salaten für einen ausgewogenen Bitterton.

Grillen

Geviertelt auf dem Grill — mildert die Bitterstoffe und bringt Röstaromen.

Risotto

Klassisch italienisch in cremiges Risotto eingearbeitet.

Braten

In Streifen kurz in der Pfanne angebraten, wird dabei milder im Geschmack.

Backen / Gratin

Mit Käse überbacken — die Hitze rundet die Bitterkeit ab.

Wozu passt Radicchio?

OrangeSüß-säuerlicher Kontrast zur Bitterkeit
BirneFruchtige Ergänzung für Salate
WalnüsseKnuspriger Kontrast
HonigMildert die Bitterstoffe im Dressing
BalsamicoKlassisches Dressing für Bittersalate
PecorinoWürzige Ergänzung für Risotto und Salat

Wie lagert man Radicchio richtig?

Radicchio hält sich im Kühlschrank-Gemüsefach, in Folie gewickelt, bis zu zwei Wochen — er ist deutlich lagerfähiger als zartblättrige Salate.

Einfrieren

Roh eignet sich Radicchio nicht zum Einfrieren, da die Blätter beim Auftauen welk werden — er wird ausschließlich frisch verwendet.

Häufige Fehler vermeiden

  • Zu lange lagern — die Bitterstoffe nehmen mit der Zeit zu
  • Roh ohne Ausgleich servieren — milde Begleiter wie Orange oder Honig gleichen die Bitterkeit aus
  • Zu zaghaft grillen oder braten — erst durch ausreichende Hitze mildert sich die Bitterkeit deutlich
  • Den Salat einfrieren wollen — die Struktur wird dabei vollständig zerstört

Häufige Fragen zu Radicchio

Wann ist Radicchio-Saison in Deutschland?

Die Hauptsaison liegt im Juni. Durch Anbau in beheizten Gewächshäusern ist Radicchio aber über einen längeren Zeitraum im Handel erhältlich.

Wie mildert man die Bitterkeit von Radicchio?

Grillen oder Braten mildert die Bitterstoffe deutlich. Auch süße oder säuerliche Begleiter wie Orange, Birne oder Honig gleichen die Bitterkeit gut aus.

Was ist der Unterschied zwischen den Radicchio-Sorten?

Radicchio di Chioggia ist rund und kompakt, Radicchio di Treviso länglich und milder, Radicchio Tardivo eine besonders milde Spätsorte mit gekräuselten Blättern.

Kann man Radicchio roh essen?

Ja, klassisch in Salaten, am besten gemischt mit milderen Blattsalaten, um die Bitterkeit auszugleichen.

Kann man Radicchio einfrieren?

Nein, wie die meisten Blattsalate eignet er sich nicht zum Einfrieren, da die Blätter beim Auftauen schlaff und wässrig werden.

Wie lagert man Radicchio am besten?

Im Kühlschrank im Gemüsefach, in ein feuchtes Tuch gewickelt — so hält er sich 5–7 Tage.

Was passt am besten zu Radicchio?

Klassisch sind Orange, Birne und Walnüsse. Auch Honig und Balsamico harmonieren sehr gut mit der Bitterkeit.

Lust auf saisonale Küche?

Radicchio ist nur eine von vielen Zutaten im vollständigen Zutaten-Lexikon.