Tag des ganzen Korns
Der Tag des ganzen Korns würdigt die Bedeutung von Vollkornprodukten für eine gesunde Ernährung. Ganze Körner liefern Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe und sind die Grundlage einer ausgewogenen Ernährung.

Woher kommt Tag des ganzen Korns?
Getreide ist seit der Jungsteinzeit vor etwa 12.000 Jahren das Fundament der menschlichen Ernährung. Die "ganzen Körner" – also Vollkorn – enthalten alle Bestandteile des Korns: Keimling, Mehlkörper und die wertvolle Randschicht (Kleie), die besonders reich an Ballaststoffen, B-Vitaminen und Mineralstoffen wie Magnesium und Zink ist. In Deutschland hat die Vollkornbrot-Tradition eine besonders lange Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht, als grobes Roggen- und Schwarzbrot die Grundnahrung breiter Bevölkerungsschichten war, während fein gesiebtes Weißbrot lange den wohlhabenderen Ständen vorbehalten blieb. Erst mit der Industrialisierung der Mühlentechnik im 19. Jahrhundert wurde helles Auszugsmehl für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich, was den Anteil an Vollkornprodukten im Alltag zunächst zurückgehen ließ, bevor die Ernährungswissenschaft die gesundheitlichen Vorzüge des vollen Korns wieder ins Bewusstsein rückte.
Warum wird der Tag gefeiert?
Der "Tag des ganzen Korns" (National Whole Grain Day) wurde in den USA 2013 erstmals begangen, um auf die gesundheitlichen Vorteile von Vollkornprodukten gegenüber stark verarbeitetem Auszugsmehl aufmerksam zu machen. In Deutschland werden über 3.000 verschiedene Brotsorten gebacken – die meisten enthalten Vollkornmehl, was die Deutsche Brotkultur 2014 zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe machte. Ernährungsverbände nutzen den Tag, um für den täglichen Verzehr von Vollkornprodukten zu werben, da diese im Vergleich zu Weißmehlprodukten den Blutzuckerspiegel stabiler halten und länger sättigen. Bäckereien und Reformhäuser bieten an diesem Tag häufig Verkostungen an, bei denen Vollkornbrot, -nudeln und -müsli direkt mit ihren raffinierten Pendants verglichen werden können, um Verbrauchern den geschmacklichen und ernährungsphysiologischen Unterschied konkret erfahrbar zu machen. Ernährungsberater weisen an diesem Tag zudem gerne darauf hin, dass nicht jedes dunkle Brot automatisch Vollkornbrot ist, da Karamellfärbung oft eine Vollkorn-Optik vortäuscht, ohne dass tatsächlich das volle Korn verarbeitet wurde.
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