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Rezept

Blini

Von Johann··Aktualisiert am

Blini sind dünne Buchweizen-Pfannkuchen nach russischer Art – luftig, leicht säuerlich und traditionell das zentrale Gericht der Masleniza-Woche, der orthodoxen Butterwoche vor der Fastenzeit. Ihre runde, goldene Form gilt seit jeher als Sinnbild der Sonne, die den nahenden Frühling ankündigt. Der Teig muss dünnflüssig sein wie klassischer Crêpe-Teig – ist er zu dick, hilft etwas mehr Milch. Die allererste Blini in der Pfanne gilt traditionell als Testexemplar für Pfannentemperatur und Teigkonsistenz. Zwischen den fertigen Blini sollte immer ein Stück Butter liegen, so bleiben sie beim Stapeln weich statt trocken. Für eine süße Variante ein Esslöffel mehr Zucker in den Teig geben und mit Quark und Beeren servieren. In 40 Minuten fertig, für sechs Portionen.

Zur Zutatenliste
Vorbereitung
15 Min
Zubereitung
25 Min
Gesamt
40 Min
Portionen
6
Schwierigkeit
Mittel
FrühstückVegetarischFestlichMittel Russlanddeutsche Küche
Blini
Zutaten
Portionen
6
Teig
Mehl (Type 550)150 g
Buchweizenmehl100 g
Milch (lauwarm)400 ml
Ei2 Stk
Butter (geschmolzen)30 g
Zucker1 EL
Salz0.5 TL
Zum Servieren
Smetana (oder Schmand)200 g
Lachs- oder Forellenkaviaroptional100 g
Warenje oder Marmelade100 g

So startest du mit Blini

1
Teig zubereiten
Beide Mehlsorten in einer Schüssel mischen. Milch langsam unter Rühren zugeben, bis ein glatter Teig entsteht. Eier, geschmolzene Butter, Zucker und Salz unterrühren. Der Teig soll die Konsistenz von flüssiger Sahne haben.
Den Teig 15 Minuten ruhen lassen — das Mehl quillt auf und die Blini werden zarter.
15 Min
2
Pfanne erhitzen
Eine beschichtete Pfanne (ca. 20 cm) bei mittlerer Hitze erwärmen. Mit einem Stück Butter oder Öl auspinseln.
Die erste Blini ist traditionell ein Fehlversuch — sie zeigt, ob die Pfanne heiß genug ist.
3
Blini backen
Eine kleine Kelle Teig in die Pfanne geben, die Pfanne schwenken, damit der Teig den Boden dünn bedeckt. 1–2 Minuten backen, bis die Unterseite goldbraun ist. Wenden und die zweite Seite 30 Sekunden backen.
25 Min
4
Warm halten
Fertige Blini auf einen Teller stapeln und mit einem Tuch abdecken. Zwischen jede Blini ein kleines Stück Butter legen — das hält sie weich.
1 Min
5
Servieren
Blini mit Smetana, Kaviar oder Warenje servieren. Traditionell werden sie zu dreieckigen Päckchen gefaltet oder gerollt.

Blini: Tipps aus der Praxis

Teig-Dicke: Der Teig muss dünnflüssig sein — wie Crêpe-Teig. Ist er zu dick, gib etwas mehr Milch zu.
Süße Variante: 1 EL Zucker mehr in den Teig und mit Quark und Beeren servieren.
Pfanne einfetten: Die Pfanne vor jedem Blini mit einem in Öl getauchten Küchenpapier einfetten.
Warmhalten: Blini im Ofen bei 80 °C auf einem Rost warm halten.
Herzhafte Füllung: Blini mit Smetana + Lachs oder Smetana + Kaviar.

Häufige Fehler vermeiden

  • Die erste Blini nicht probieren — sie zeigt, ob Temperatur und Teigkonsistenz stimmen.
  • Zu wenig Fett in der Pfanne — die Blini kleben fest und reißen.
  • Den Teig zu dick in die Pfanne geben — Blini müssen hauchdünn sein.

Welche Abwandlungen gibt es?

Klassisch mit Weizenmehl
Nur Weizenmehl (250 g) statt der Mischung verwenden — das gibt weichere, elastischere Blini.
Mit Kräutern
Gehackten Dill oder Schnittlauch in den Teig geben — herzhafte Variante zu Lachs.
Reine Buchweizen-Blini
Nur Buchweizenmehl (200 g) — kräftiger, nussiger.
Hefe-Blini
Teig mit 15 g frischer Hefe und 30 Min Ruhezeit — dicker, luftiger.

Blini: die offenen Fragen

Dünnflüssig wie Crêpe-Teig – bei zu dickem Teig einfach etwas mehr Milch zugeben.

Sie gilt als Testexemplar, das zeigt, ob Pfanne und Teig die richtige Temperatur bzw. Konsistenz haben.

Zur Masleniza-Woche, dem orthodoxen Butterfest vor der Fastenzeit – ihre runde, goldene Form steht symbolisch für die Sonne.

Zwischen jede Lage ein kleines Stück Butter legen, das hält sie geschmeidig statt trocken.

Einen Esslöffel mehr Zucker in den Teig geben und mit Quark und Beeren statt Smetana und Kaviar servieren.

Buchweizen gibt den Blini ihr typisch nussiges Aroma und die braune Farbe. Früher war Weizenmehl in Russland teuer — Buchweizen war der erschwingliche Zusatz.

Nein, Kaviar ist die Festtagsvariante. Klassisch sind Smetana, Honig, Konfitüre oder geschmolzene Butter.

Ja! Blini lassen sich wunderbar vorbereiten und im Ofen warm halten. Am nächsten Tag in der Pfanne aufwärmen.

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