Tag des Crêpes
Crêpes & Galettes — französischer Food-Tag

Woher kommt Tag des Crêpes?
Der Crêpe, ein hauchdünner, aus Weizen- oder Buchweizenmehl gebackener Pfannkuchen, stammt aus der Bretagne im Nordwesten Frankreichs, wo er seit Jahrhunderten Teil der regionalen bäuerlichen Küche ist. Historisch wurde der Crêpe in der Bretagne vor allem aus Buchweizenmehl (Galette de Sarrasin) hergestellt, da Buchweizen auf den kargen, sandigen Böden der Region besser gedieh als Weizen und als günstiges Grundnahrungsmittel diente. Der süße Crêpe aus feinerem Weizenmehl entwickelte sich parallel und wurde traditionell zu besonderen Anlässen gebacken, etwa zu Mariä Lichtmess am 2. Februar, einem katholischen Fest, an dem in Frankreich bis heute traditionell Crêpes gebacken werden, um symbolisch die Rückkehr des Lichts nach dem Winter und eine gute Ernte im kommenden Jahr zu erbitten. Von der Bretagne aus verbreitete sich der Crêpe im 20. Jahrhundert über ganz Frankreich und wurde durch Straßenstände, sogenannte Crêperies, zu einem populären Streetfood, das schließlich auch international, unter anderem in Deutschland, bekannt wurde, wo Crêpe-Stände heute auf Weihnachtsmärkten, Jahrmärkten und in Fußgängerzonen fest etabliert sind.
3 Fakten zu Tag des Crêpes
Quellen: Taste France Magazine — La Chandeleur, der Tag der Crêpes!
Warum wird der Tag gefeiert?
In Deutschland ist der Crêpe vor allem als süßes Streetfood bekannt, das an mobilen Ständen frisch auf einer runden Eisenplatte gebacken und mit unterschiedlichsten Füllungen serviert wird, von klassischer Nuss-Nougat-Creme über Zucker und Zimt bis zu frischem Obst und Sahne. Auf Weihnachtsmärkten, Stadtfesten und in Fußgängerzonen zählen Crêpe-Stände zu den festen Publikumsmagneten, wobei die Zubereitung mit dem charakteristischen Verstreichen des flüssigen Teigs auf der heißen Platte einen hohen Unterhaltungswert für Zuschauer hat. In der Bretagne selbst wird bis heute streng zwischen der süßen Crêpe aus Weizenmehl und der herzhaften Galette aus Buchweizenmehl unterschieden: Die Galette wird traditionell mit Schinken, Käse und Ei gefüllt und als vollwertige, herzhafte Mahlzeit serviert, während die süße Crêpe klassischerweise als Nachspeise gilt. Diese Unterscheidung ist in Deutschland weniger bekannt, wo der Begriff Crêpe meist pauschal für die süße Variante verwendet wird, während herzhafte Galettes bislang eine Nischenexistenz in spezialisierten französischen Restaurants oder Bistros führen. Zum katholischen Fest Mariä Lichtmess am 2. Februar wird in Frankreich bis heute der Brauch gepflegt, Crêpes zu backen und dabei traditionell eine Münze in der Hand zu halten, während man die Crêpe in der Pfanne wendet – gelingt dies, soll dies Glück und Wohlstand für das kommende Jahr bringen. In Deutschland ist dieser spezifische Brauch kaum verbreitet, doch der Crêpe selbst hat sich unabhängig davon als beliebtes Alltagsgericht etabliert, das sowohl zuhause in der Pfanne gebacken als auch unterwegs an Ständen gekauft wird. Regionale deutsche Variationen orientieren sich meist eng am französischen Original, wobei gelegentlich auch lokale Füllungen wie Apfelmus oder regionale Konfitüren zum Einsatz kommen. Der internationale Vergleich zeigt zudem Parallelen zu anderen dünnen Pfannkuchenspezialitäten, etwa dem russischen Blini oder dem ungarischen Palatschinken, die auf ähnlichen Grundprinzipien beruhen, sich aber in Teigzusammensetzung und traditioneller Füllung unterscheiden. Als verwandtes, aber eigenständiges Gebäck lässt sich der Crêpe zudem gut neben der Waffel einordnen, mit der er sich die europäische Herkunft aus einfachem Getreideteig teilt, auch wenn sich Zubereitungstechnik und Textur deutlich unterscheiden.
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