🍳 Rezept · ❄️ Winter

Medowik

·Aktualisiert am

Medowik ist russischer Honigkuchen — viele dünne, würzige Böden mit einer seidigen Smetana-Creme, aufwändig, aber der beliebteste Festtagskuchen Russlands, in 105 Minuten fertig. Der Überlieferung nach entstand er im 19. Jahrhundert für eine Zarin, die Honig eigentlich nicht mochte — ein Hofkoch versteckte ihn so geschickt in den Böden, dass sie den Kuchen liebte. Die Böden backen sehr schnell, nach vier bis fünf Minuten sind sie fertig — sie sollen goldgelb bleiben und nicht braun werden. Statt reiner Smetana lässt sich eine Mischung aus 250 g Mascarpone und 250 g Smetana verwenden, für ein noch cremigeres Ergebnis. Der Kuchen zieht mindestens 6 Stunden, besser über Nacht — erst dann werden die Böden weich genug zum Schneiden, für zwölf Portionen zubereitet.

Vorbereitung
45 Min
Zubereitung
60 Min
Gesamt
105 Min
Portionen
12
Schwierigkeit
Profi
🍰 Kuchen🍯 Honig-Klassiker🎉 Festlich🔥 Mittel🌱 Hauptzutat: Zimt🥟 Russlanddeutsche Küche
Medowik
Zutaten
Portionen
12
Böden
Mehl (Type 550)400 g
Honig (flüssig)150 g
Zucker120 g
Butter80 g
Ei2 Stk
Natron1 TL
Zimt1 TL
Piment (gemahlen)0.5 TL
Creme
Smetana (oder Schmand)500 g
Staubzucker100 g
Vanillezucker1 Pkg
Zum Bestreuen
Kuchenbrösel (von den Böden)
Zubereitung

So backst du Medowik

1
Teig zubereiten
Honig, Zucker und Butter in einem Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Natron zugeben und umrühren — die Masse schäumt auf und wird hellbraun. Vom Herd nehmen. Eier einzeln unterrühren. Mehl und Gewürze zugeben und zu einem weichen Teig kneten. 30 Minuten kalt stellen.
Die Honigmischung darf nicht kochen — nur erwärmen, bis sich alles verbindet.
15 Min
2
Böden backen
Teig in 6–8 Portionen teilen. Jede Portion auf einem Backpapier dünn ausrollen (ca. 3 mm) und mit einem Teller (22–24 cm) einen Kreis ausstechen. Bei 180 °C 5 Minuten backen — die Böden sind sehr empfindlich, sofort vom Blech nehmen.
Die Teigreste aufbewahren und separat backen — für die Dekoration.
35 Min
3
Creme zubereiten
Smetana mit Staubzucker und Vanillezucker steif schlagen.
Smetana (30 % Fett) gut kalt stellen, sonst wird die Creme flüssig.
5 Min
4
Schichten
Einen Boden auf eine Tortenplatte legen, dünn mit Creme bestreichen. Nächsten Boden auflegen. Wiederholen, bis alle Böden aufgebraucht sind.
10 Min
5
Einstreichen und dekorieren
Die Torte rundherum mit der restlichen Creme einstreichen. Die übrig gebliebenen Teigreste zu feinen Bröseln verarbeiten und über die Torte streuen.
10 Min
6
Durchziehen
Mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank durchziehen lassen.
Der Medowik entfaltet sein volles Aroma erst am zweiten Tag.
6 Std
7
Servieren
In Stücke schneiden und kalt servieren. Dazu passt ein Glas Milch oder Tee.
Profi-Tipps

Worauf es beim Teig ankommt

Boden-Backen: Die Böden backen sehr schnell — nach 4–5 Minuten sind sie fertig. Nicht braun werden lassen, sie sollen goldgelb sein.
Creme-Variante: Statt Smetana eine Mischung aus 250 g Mascarpone und 250 g Smetana verwenden — noch cremiger.

Häufige Fehler vermeiden

  • Die Böden zu dick backen — dann werden sie hart und die Torte lässt sich nicht schneiden.
  • Zu wenig Ziehzeit — die Böden müssen weich werden, das dauert Stunden.
  • Die Creme zu flüssig — Smetana sollte mindestens 30 % Fett haben.
Variationen

Varianten, die sich lohnen

Mit Nüssen
Gehackte Walnüsse (100 g) zwischen die Cremeschichten streuen.
Mit Pflaumen
Zwischen den Cremeschichten fein geschnittene Dörrpflaumen verteilen.
Häufige Fragen

Fragen zu Medowik

Nur vier bis fünf Minuten — sie sollen goldgelb bleiben, nicht braun werden.

Eine Mischung aus 250 g Mascarpone und 250 g Smetana statt reiner Smetana verwenden.

Als beliebtester Festtagskuchen Russlands.

Der Überlieferung nach wurde der Kuchen im 19. Jahrhundert für eine honigscheue Zarin erfunden — historisch verlässlich belegt ist das nicht, gehört aber fest zur Erzähltradition des Kuchens.

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