Zutaten
Portionen
8
Teig
Weizenmehl Type 550plus Mehl zum Arbeiten400 g
Lauwarmes Wasser180 ml
Ei (Größe M)1 Stk
Sonnenblumenöl3 EL
Salz1 TL
Essigmacht den Teig dehnbarer1 TL
Füllung
Kürbisfleisch (Muskatkürbis oder Hokkaido)grob geraspelt700 g
Salz0.5 TL
Zucker80 g
Zimt1 TL
Zum Bestreichen
Buttergeschmolzen60 g
Puderzuckeroptional1 EL
Zubereitung
Platschinda – Kürbistaschen der Schwarzmeerdeutschen backen — Schritt für Schritt
1
Teig kneten und ruhen lassen
Mehl und Salz mischen, Wasser, Ei, Öl und Essig zugeben und zehn Minuten zu einem glatten, weichen Teig kneten, der nicht mehr klebt. Zu einer Kugel formen, dünn mit Öl einreiben und unter einer angewärmten Schüssel 30 Minuten ruhen lassen. Ohne Ruhezeit zieht sich der Teig immer wieder zusammen.
2
Kürbis vorbereiten
Den geraspelten Kürbis mit einem halben Teelöffel Salz mischen und 15 Minuten stehen lassen. Dann in einem Küchentuch kräftig ausdrücken. Es treten 100 bis 150 ml Saft aus. Erst unmittelbar vor dem Füllen Zucker und Zimt untermischen, sonst zieht der Kürbis erneut Wasser.
3
Teig teilen
Den Ofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier belegen. Den Teig in acht Stücke von je etwa 80 g teilen und zu Kugeln formen.
4
Ausziehen
Eine Kugel auf der leicht geölten Arbeitsfläche erst mit dem Nudelholz zu einem Kreis von 20 cm ausrollen. Dann mit den Handrücken von der Mitte nach außen auf etwa 30 cm Durchmesser ausziehen, bis der Teig durchscheinend ist. Kleine Löcher stören nicht. Dünn mit geschmolzener Butter bepinseln.
5
Füllen und falten
Ein Achtel der Füllung, etwa drei gehäufte Esslöffel, in der Mitte zu einem Quadrat von 10 cm verteilen. Die vier Teigseiten nacheinander über die Füllung schlagen, sodass ein flaches Päckchen entsteht. Mit der Naht nach unten auf das Blech legen und leicht flach drücken.
6
Backen
Die Taschen mit Butter bestreichen und auf der mittleren Schiene 28 bis 32 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Nach dem Backen noch einmal mit Butter bepinseln, zehn Minuten abkühlen lassen und nach Wunsch mit Puderzucker bestäuben.
Profi-Tipps
Platschinda – Kürbistaschen der Schwarzmeerdeutschen: Backzeit und Konsistenz
Teigtemperatur: Lauwarmes Wasser und eine angewärmte Schüssel halten den Teig elastisch. Kalter Teig reißt beim Ausziehen.
Kürbissaft verwenden: Der ausgedrückte Saft lässt sich in Suppe, Smoothie oder Brotteig weiterverwenden.
Aufbewahren: In einer Dose halten die Taschen zwei Tage. Bei 160 °C acht Minuten aufgebacken schmecken sie wie frisch. Einfrieren ist gebacken bis zu zwei Monate möglich.
In der Pfanne: Viele Familien backen Platschinda in der Pfanne in wenig Öl aus, von jeder Seite etwa vier Minuten bei mittlerer Hitze.
Ersatz für Selbst gezogener Teig: Fertiger Strudelteig oder Yufka-Blätter — Spart die Ruhezeit. Die Blätter mit Butter bestreichen und doppelt legen.
Häufige Fehler vermeiden
- Kürbis nicht ausgedrückt: Der Saft läuft beim Backen aus, der Boden wird matschig und klebt am Papier.
- Zucker zu früh untergemischt: Die Füllung schwimmt, bevor die letzte Tasche gefaltet ist.
- Teig zu dick gelassen: Die mehrfach übereinanderliegenden Schichten bleiben innen teigig.
Variationen
Platschinda – Kürbistaschen der Schwarzmeerdeutschen abwandeln
Herzhaft mit Kürbis und Zwiebel
Zucker und Zimt weglassen, stattdessen eine in Öl gedünstete Zwiebel, Salz und reichlich schwarzen Pfeffer unter den Kürbis mischen. Diese Variante wird zu Suppe gegessen.
Mit Quark
Statt Kürbis 500 g abgetropften Quark mit einem Ei, 60 g Zucker und einer Prise Salz verrühren. Auch eine salzige Füllung mit Schafskäse ist verbreitet.
Mit Äpfeln
600 g säuerliche Äpfel grob raspeln, ausdrücken und mit Zucker und Zimt mischen.
Häufige Fragen
Was ihr zu Platschinda – Kürbistaschen der Schwarzmeerdeutschen wissen solltet
Das Wort geht auf das rumänische plăcintă zurück, das einen gefüllten Fladen oder Kuchen bezeichnet. Die deutschen Siedler in Bessarabien und im Schwarzmeergebiet haben Gericht und Namen übernommen. Daher gibt es viele Schreibweisen: Platschinda, Platschinta, Plazinda, Pletschinta.
Muskatkürbis ist saftig und süß und wird traditionell verwendet. Hokkaido ist trockener und lässt sich mit Schale raspeln. Butternut funktioniert ebenfalls.
Beides. Mit Zucker und Zimt ist es ein Gebäck zu Kaffee oder Milch. Mit Zwiebel und Pfeffer wird es als Beilage zu Suppe oder Borschtsch gereicht.
Ja. Geölt und in Folie gewickelt hält er im Kühlschrank einen Tag. Vor dem Ausziehen eine Stunde bei Raumtemperatur liegen lassen.
Der Teig ist nahezu derselbe. Strudel wird zu einer langen Rolle gewickelt und in Scheiben geschnitten, Platschinda sind einzelne flache, quadratische oder runde Taschen.
Ja, gebacken und ausgekühlt. Gefroren bei 170 °C etwa 15 Minuten aufbacken. Roh einfrieren ist nicht zu empfehlen, weil die Füllung Wasser zieht.
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