Zutaten
Portionen
16
Teig
WeizenmehlType 405 oder 550500 g
Frische Hefeoder 1 Päckchen Trockenhefe21 g
Lauwarme Milch150 ml
Naturjoghurt150 g
Pflanzenöl100 ml
Zucker1 TL
Salz1.5 TL
Ei1 Stk
Füllung und Garnitur
Türkischer Weißkäse oder Feta200 g
Glatte Petersilie0.5 Bund
Eigelb zum Bestreichen1 Stk
Schwarzkümmel (Çörek otu) oder Sesam2 EL
Zubereitung
Poğaça backen — Schritt für Schritt
1
Hefe aktivieren
Hefe und Zucker in der lauwarmen Milch auflösen und 10 Minuten stehen lassen, bis sich Bläschen bilden.
2
Trocken und nass mischen
Mehl und Salz in einer Schüssel vermengen, in die Mitte eine Mulde drücken und Hefemilch, Joghurt, Öl und Ei hineingeben.
3
Kneten
8 bis 10 Minuten zu einem weichen, elastischen Teig kneten. Er darf leicht kleben, soll sich aber vom Schüsselrand lösen.
4
60 Minuten gehen lassen
Abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat.
5
Füllung vorbereiten
Weißkäse mit einer Gabel zerdrücken und mit der fein gehackten Petersilie verrühren. Wer es herzhaft mag, würzt mit etwas Pul biber.
6
Kugeln, Scheiben, Taschen
Den Teig in 16 Kugeln teilen, jede zu einer Scheibe von 8 cm flach drücken, einen Löffel Füllung in die Mitte geben und den Teig zu einer Halbmond-Tasche zusammenklappen. Ränder fest andrücken.
7
Ei-Glasur und Saat
Poğaça mit der Naht nach unten auf ein Blech mit Backpapier setzen, mit Eigelb bestreichen und mit Schwarzkümmel oder Sesam bestreuen.
8
Backen und abdecken
Bei 180 °C Ober-/Unterhitze 22 bis 25 Minuten goldbraun backen. Warm mit einem Tuch abdecken, damit die Kruste weich bleibt.
Profi-Tipps
Poğaça: Backzeit und Konsistenz
Nähte fest zudrücken: Sonst läuft die Käsefüllung aus und die Brötchen werden trocken.
Einfrieren vor dem Backen: Rohe, geformte Poğaça lassen sich auf dem Blech einfrieren und direkt gebacken werden, etwa 8 Minuten länger.
Weiche Kruste: Wer es noch weicher möchte, bestreicht die gebackenen Brötchen mit einem Hauch Butter.
Ersatz für Frische Hefe: Trockenhefe (1 Päckchen) — Direkt ins Mehl mischen.
Ersatz für Schwarzkümmel: Sesam — Milder im Geschmack.
Häufige Fehler vermeiden
- Zu viel Mehl beim Kneten: Der Teig wird kompakt, die Brötchen trocken.
- Zu kurz gehen lassen: Die Poğaça bleiben dicht und gehen im Ofen kaum auf.
- Zu viel Füllung: Sie quillt aus den Nähten und verbrennt auf dem Blech.
Variationen
Poğaça abwandeln
Mit Kartoffeln
Gekochte, zerstampfte Kartoffeln mit Zwiebel und Pul biber. Mit Teig ohne Ei und Joghurt auch vegan.
Mit Oliven
Entsteinte, gehackte Oliven in den Teig kneten (Zeytinli Poğaça).
Mit Hackfleisch
Gewürztes Rinderhack mit Zwiebeln anbraten, abkühlen lassen und einfüllen (Kıymalı Poğaça).
Häufige Fragen
Was ihr zu Poğaça wissen solltet
Poğaça ist ein weiches türkisches Gebäck aus Hefe- oder Joghurtteig, das mit Weißkäse, Kartoffeln, Oliven oder Hackfleisch gefüllt wird. Man isst es zum Frühstück, zum Tee und als Snack.
Açma ist luftiger und wird meist in Ringform mit Mahlep gebacken. Poğaça ist herzhaft gefüllt und fester im Biss. Beide gehören zum klassischen türkischen Bäckerfrühstück.
Luftdicht verpackt bleiben sie bei Zimmertemperatur einen Tag weich und im Kühlschrank bis zu drei Tage. Zum Aufwärmen 5 Minuten bei 170 °C in den Ofen legen.
Ja, roh und gebacken. Rohe Poğaça gefroren backen und etwa 8 Minuten länger rechnen. Gebackene über Nacht auftauen und kurz aufbacken.
Ja, mit Backpulver. Der Teig wird etwas fester und weniger luftig. Auf 500 g Mehl rechnet man etwa 1 Päckchen Backpulver.
Zu schwarzem Tee, Ayran oder einem türkischen Frühstücksteller mit Oliven, Tomaten, Gurken und Weißkäse.
Im türkischen Supermarkt als „Çörek otu“, im Reformhaus oder im Gewürzregal vieler Supermärkte. Sesam ist ein einfacher Ersatz.
Das entscheidet das Etikett. Schafskäse und türkischer Weißkäse gibt es mit tierischem Lab und mit mikrobiellem Lab. Auf der Packung steht dann „mikrobielles Lab“ oder „für Vegetarier geeignet“. Mit einem so gekennzeichneten Käse ist das Rezept vegetarisch.
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