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Rezept · Herbst

Şekerpare — Mürbe anatolische Grießplätzchen im warmen Zitronensirup getränkt

Von Johann··Aktualisiert am

Wenn zum Ende des Fastenmonats Ramadan das Zuckerfest (Şeker Bayramı) anbricht, steht in fast jedem anatolischen Haushalt ein großes Blech mit goldgelben, glänzenden Keksen bereit: Şekerpare (wörtlich: 'ein Stück Zucker'). Diese kleinen Kunstwerke verbinden die mürbe Textur eines Grießkekses mit der saftigen Süße eines orientalischen Sirupgebäcks. Beim Hineinbeißen zerfällt der Keks förmlich auf der Zunge: Er ist weder klebrig-schwer wie manche Baklava-Sorten noch trocken wie ein Kaffeekeks, sondern besitzt eine unvergleichliche, körnig-zarte Saftigkeit. Die Krönung ist eine ganze weiße Mandel, die vor dem Backen in die Mitte jedes Plätzchens gedrückt wird und beim Backen ein feines Marzipanaroma an den Teig abgibt. Ein Dessert, das Kinderaugen zum Leuchten bringt und jeden Gast verzaubert.

Zur Zutatenliste
Küche
Türkisch
Geeignet für
Zuckerfest (Bayram), Sonntagskaffee, Vorbereitungstage, Gebäckfans
Haltbarkeit
Wird nach 2 Tagen Durchziehen noch mürber und saftiger; hält sich 1 Woche bei Raumtemperatur.
Vorbereitung
20 Min
Zubereitung
25 Min
Gesamt
45 Min
Portionen
8
Schwierigkeit
Einfach
Mürber GrießkeksZitronensirupSchmilzt im Mund🇷 Bayram-Liebling Hauptzutat: Walnüsse Türkische Küche
Şekerpare — Mürbe anatolische Grießplätzchen im warmen Zitronensirup getränkt
Zutaten
Portionen
8
Der mürbe Grießteig
Weiche Butter (Zimmertemperatur)125 g
Puderzucker60 g
Feiner Weizengrieß (İrmik)60 g
Eier (Größe M)1 ganzes Ei + 1 Eiweiß in den Teig, 1 Eigelb zum Bestreichen2 Stück
Weizenmehl (Type 405)250 g
Backpulver1 TL
Vanillezucker1 Pck.
Prise Salz1 Prise
Sirup & Topping
Zucker300 g
Wasser350 ml
Zitronensaft1 EL
Ganze abgezogene Mandeln (oder Haselnüsse)20 Stück

So gelingt dir Şekerpare — Mürbe anatolische Grießplätzchen im warmen Zitronensirup getränkt

1
Zitronensirup kochen & abkühlen lassen
Zucker und Wasser in einem Topf aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Den Zitronensaft dazugeben und bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten sprudelnd kochen lassen, bis ein leichter Sirup entsteht. Vom Herd nehmen und auf lauwarme Temperatur abkühlen lassen.
Der Sirup darf nicht kochend heiß sein, wenn er auf die Kekse gegossen wird, damit der Teig nicht matschig wird.
2
Mürbeteig kneten
Die weiche Butter mit Puderzucker und Vanillezucker in einer Schüssel mit den Händen oder dem Schneebesen cremig rühren. 1 ganzes Ei und 1 Eiweiß (das Eigelb beiseitestellen) und den Grieß unterrühren. Das Mehl mit Backpulver und einer Prise Salz mischen und nach und nach unterkneten, bis ein weicher, nicht klebender, formbarer Teig entsteht.
Knete nicht zu lange – sonst entwickelt sich das Klebereiweiß im Mehl und die Kekse werden zäh statt mürbe.
3
Formen & mit Mandeln krönen
Aus dem Teig walnussgroße Kugeln (ca. 30 g) rollen. Leicht flachdrücken und mit etwas Abstand auf ein Backblech oder in eine Auflaufform setzen. In die Mitte jedes Teiglings eine ganze Mandel drücken. Die Oberfläche vorsichtig mit dem beiseitegestellten verquirlten Eigelb bepinseln.
Wer mag, zieht mit den Zinken einer Gabel ein feines Kreuzmuster über die Oberfläche.
4
Goldgelb backen
Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 22 bis 25 Minuten backen, bis die Şekerpare eine wunderschöne goldbraune Farbe haben und die Mandeln angeröstet sind.
5
Heiß tränken & ziehen lassen
Die Kekse sofort heiß aus dem Ofen nehmen. Den lauwarmen Sirup mit einer Kelle langsam und gleichmäßig über die heißen Plätzchen gießen. Das Blech stehen lassen, bis die Kekse den gesamten Sirup aufgesaugt haben (dauert ca. 1 bis 2 Stunden). Vollständig abgekühlt servieren.

Şekerpare — Mürbe anatolische Grießplätzchen im warmen Zitronensirup getränkt: Tipps aus der Praxis

Grieß ist das Geheimnis: Verwende feinen Weizengrieß (İrmik). Der Grieß saugt den Sirup auf, quillt nach dem Backen weiter und schenkt dem Şekerpare seinen unvergleichlich saftigen Schmelz.
Haselnüsse statt Mandeln: Sehr beliebt ist auch eine ganze geröstete Haselnuss in der Mitte – verleiht dem Gebäck eine köstliche Schokonuss-Nuance.
Noch besser am Folgetag: Backe Şekerpare am Vortag: Wenn der Sirup über Nacht gleichmäßig in den Kern des Kekses einzieht, schmeckt das Gebäck am nächsten Tag absolut göttlich.

Häufige Fehler vermeiden

  • Teig mit Mehl überladen: Der Teig muss weich sein; zu viel Mehl verhindert, dass die Kekse den Sirup aufsaugen können und sie bleiben innen trocken.
  • Heißer Sirup auf heißen Keksen: Führt dazu, dass die Kekse zu Brei zerfallen; der Sirup muss lauwarm sein.
  • Zu früh serviert: Gib den Keksen mindestens 2 Stunden Zeit, um den Sirup bis ins Zentrum zu trinken.

Welche Abwandlungen gibt es?

Şekerpare mit Kakao
Einen Esslöffel Kakao unter den Teig mischen – schokoladige Variante.
Şekerpare mit Pistazien
Statt Mandeln gehackte Pistazien in den Teig geben und darüberstreuen.

Şekerpare — Mürbe anatolische Grießplätzchen im warmen Zitronensirup getränkt: die offenen Fragen

'Şeker' bedeutet Zucker, 'Pare' Stück oder Bissen – also wörtlich 'Zuckerstückchen'.

Dank des Zuckersirups halten sie sich abgedeckt bei Raumtemperatur mindestens 7 bis 10 Tage frisch.

Nein, da durch das Einfrieren die Sirup-Grieß-Struktur wässrig wird. Einfach frisch zubereiten und genießen!

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