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Saucen, Pasten & Würzmittel · Vorrat

Sojasauce (Traditionell gebraute Shoyu)

Sojasauce ist eine fermentierte Würzsauce aus Sojabohnen, Weizen, Salz und Wasser, die Gerichten Salz und Umami gibt. Sie stammt aus China und wurde in Japan zu Shoyu weiterentwickelt. Beim Brauen reifen Sojabohnen und gerösteter Weizen mit Edelschimmel (Koji) und Salzlake über Monate, danach wird gepresst und oft pasteurisiert. Daraus entstehen Sorten wie Koikuchi (die klassische dunkle japanische Sojasauce), Usukuchi (heller, salziger) und Tamari (weizenarm). Chinesische Sojasaucen unterscheiden sich in hell und dunkel: hell für Würze, dunkel für Farbe. In der Saisonküche rundet sie Pilzpfannen im Herbst, Spargel und Pak Choi im Frühjahr und Gemüse-Wok im Sommer ab. Sie wird zum Marinieren, Dippen und Ablöschen verwendet.

Von Johann·Aktualisiert am
ganzjährig, keine Saison hält ungeöffnet 2–3 Jahre, offen 6–12 Monate kühl
Sojasauce (Traditionell gebraute Shoyu)

Sojasauce (Traditionell gebraute Shoyu) im Steckbrief

GruppeSaucen, Pasten & Würzmittel
Saisonkeine, ganzjährig im Handel
Haltbarkeitungeöffnet 2–3 Jahre, offen 6–12 Monate kühl
LagerungUngeöffnete Flaschen lagerst du dunkel und kühl bei Zimmertemperatur. Nach dem Öffnen hält sich Sojasauce im Kühlschrank länger frisch, weil Farbe und Aroma weniger schnell nachlassen.
SortenKoikuchi Shoyu (Dunkle klassische Sojasauce), Tamari (Glutenarm oder glutenfrei), Usukuchi Shoyu (Helle Sojasauce), Chinesische Dunkle Sojasauce (Lao Chou)
ErsatzTamari, Worcestershiresauce, Misopaste in Wasser gelöst
Ganzjährig im Vorrat: Sojasauce (Traditionell gebraute Shoyu) hat keine Erntesaison. Was gerade frisch dazu passt, zeigt dir der Saisonkalender.

Wie lagerst du Sojasauce (Traditionell gebraute Shoyu) richtig?

Ungeöffnete Flaschen lagerst du dunkel und kühl bei Zimmertemperatur. Nach dem Öffnen hält sich Sojasauce im Kühlschrank länger frisch, weil Farbe und Aroma weniger schnell nachlassen.

Haltbarkeit

ungeöffnet 2–3 Jahre, offen 6–12 Monate kühl

Häufige Fehler

  • Billige chemische Sauce gekauft: Sauce aus saurem Soja-Hydrolysat schmeckt flach, stechend und ruiniert feine Gerichte.
  • Nach dem Öffnen ungekühlt im warmen Küchenschrank gelagert: Oxidiert an der Luft, wird fast schwarz und verliert ihr feines, blumiges Bukett.
  • Zusätzliches Salz verwendet: Sojasauce enthält ca. 14–16 % Salz; wer vorher salzt, versalzt das Gericht garantiert.

Welche Sorten gibt es?

Koikuchi Shoyu (Dunkle klassische Sojasauce)

Der japanische Goldstandard: Zu gleichen Teilen aus Soja und Weizen gebraut – ausgewogen, voll, tiefbraun; der Allrounder für Sushi, Saucen und Schmortöpfe.

Tamari (Glutenarm oder glutenfrei)

Traditionell das abtropfende Nebenprodukt der Miso-Herstellung: Fast ausschließlich aus Sojabohnen ohne oder mit minimalem Weizen gebraut – extrem dunkel, dickflüssig, reich an Umami.

Usukuchi Shoyu (Helle Sojasauce)

Kürzer fermentiert mit etwas mehr Salz – blasser in der Farbe, um helle Brühen und Gemüse nicht dunkel zu verfärben, aber salziger im Antrunk.

Chinesische Dunkle Sojasauce (Lao Chou)

Länger gereift und oft mit etwas Karamell angereichert – dickflüssiger und süßlicher, primär genutzt, um Fleisch und Saucen eine rotbraune Lackfarbe zu schenken.

Worauf du beim Kauf achtest

  • Zutatenliste studieren: Keine Geschmacksverstärker (E621), kein Karamellfarbstoff, keine Säuerungsmittel.
  • Dunkle Glasflaschen bevorzugen: Licht lässt die feinen Ester und Aromen in der Sauce oxidieren.
  • Für Zöliakie-Betroffene: Spezielle als 'Glutenfrei' deklarierte Tamari-Sojasaucen kaufen.

Wofür du Sojasauce (Traditionell gebraute Shoyu) verwendest

Teriyaki-Glasur

Sojasauce mit Mirin, Sake und braunem Zucker sanft einköcheln, bis ein sirupartiger Glanz entsteht.

Sashimi-Tauche

Rohen Lachs oder Thunfisch nur ganz kurz mit der Fischseite (nicht mit dem Reis!) in erstklassige Shoyu dippen.

Pilz-Pfanne ablöschen

Scharf angebratene Waldpilze mit einem Esslöffel Sojasauce und Butter ablöschen – pure Geschmacksexplosion.

Passt gut zu

Ingwer & KnoblauchDie klassische aromatische Basis aller fernöstlichen Marinaden.
Gute ButterJapanische 'Bata-Shoyu' (Butter-Sojasauce) auf gegrilltem Mais oder Pilzen ist ein Hochgenuss.
Sesamöl & ReisessigBildet perfekt ausgewogene Vinaigrettes für asiatische Salate.
Honig & AhornsirupSüße balanciert den hohen Salzgehalt zu unwiderstehlichen Glasuren.

Womit kannst du Sojasauce (Traditionell gebraute Shoyu) ersetzen?

Tamari

1:1 und gut für glutenfreie Küche, sofern das Etikett „glutenfrei“ trägt. Sie schmeckt etwas runder und weniger salzig.

Worcestershiresauce

Etwa 1:1 für herzhafte Marinaden und Eintöpfe, weniger für asiatische Gerichte. Sie ist säuerlicher und hat Tamarinde und Anchovis.

Misopaste in Wasser gelöst

1 Teelöffel Miso in 1 Esslöffel Wasser statt 1 Esslöffel Sojasauce. Das Ergebnis ist würzig-malzig und weniger salzig.

Tipps aus der Küche

  • Tauche Sushi und Sashimi mit der Fischseite in die Sauce, nicht mit dem Reis. So saugt sich der Reis nicht voll und zerfällt nicht.
  • Gib Sojasauce zum Ablöschen von Pilzen oder Gemüse erst, wenn sie schon Farbe haben. Der Zucker in der Sauce karamellisiert schnell und wird sonst bitter.
  • Salze Gerichte mit Sojasauce erst am Ende nach. Sie bringt schon viel Salz mit, und du kannst nach dem Abschmecken noch nachwürzen.

Nährwerte von Sojasauce (Traditionell gebraute Shoyu)

Kalorien53 kcal / 100 g
Eiweiß8.1 g / 100 g
Kohlenhydrate4.9 g / 100 g
Fett0 g / 100 g
Ballaststoffe0.8 g / 100 g
Besonders reich anNatürliches Mononatriumglutamat (Umami), Natrium (ca. 5,5 g), Niacin (Vitamin B3), Phosphor, Antioxidative Melanoidine

Häufige Fragen zu Sojasauce (Traditionell gebraute Shoyu)

Es ist nicht zwingend, weil Sojasauce viel Salz enthält. Im Kühlschrank bleiben Aroma und Farbe aber länger frisch, besonders bei hochwertigen, dünnen Sorten.

Verdorbene Sojasauce riecht muffig, schmeckt flach oder bitter, und es kann Schimmel am Flaschenhals auftreten. Eine dunkle Farbe und leicht schwächeres Aroma sind noch kein Verderb.

Klassische Sojasauce wird mit Weizen gebraut und enthält Gluten. Für Zöliakie brauchst du Sojasauce oder Tamari mit ausdrücklicher Kennzeichnung als glutenfrei.

Helle Sojasauce würzt, ist dünnflüssig und salziger. Dunkle ist länger gereift, oft mit Karamell oder Melasse versetzt, dickflüssiger und süßlicher; sie färbt Fleisch und Saucen.

Ja. Eingekocht wird sie dicker und süßlicher, passt als Glasur für Teriyaki und Geflügel. Rühre dabei, damit nichts anbrennt.

Sie enthält rund 14 bis 18 % Salz, also deutlich mehr als Brühe. Salzreduzierte Sorten gibt es, aber auch sie solltest du als Salzquelle mitrechnen und das Gericht danach nur vorsichtig nachsalzen.

Dein Vorrat, die Saison und ein Rezept

Sojasauce (Traditionell gebraute Shoyu) ist eine von 55 Grundzutaten im Vorrat. Dazu passt, was gerade frisch geerntet wird.