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Herbst · Saisonale Zutat

Holunder

Holunder hat im September Saison. Frische Holunderbeeren halten sich im Kühlschrank nur wenige Tage — zügiges Verkochen zu Saft oder Gelee ist die bessere Wahl. Klassische Kombinationen: Apfel, Zitrone, Zimt. Der Brennwert liegt bei etwa 73 kcal / 100 g.

Holunderbeeren sind kleine, tiefschwarze Beeren des Schwarzen Holunders, die roh und unreif reizende Stoffe enthalten und deshalb ausschließlich gekocht verzehrt werden. Verarbeitet zu Saft, Gelee oder Sirup entwickeln sie ein kräftig-fruchtiges Aroma. Die Saison läuft von August bis September, die Blüten davor schon im Mai und Juni.

Von Johann·Aktualisiert am
September – SeptemberHerbst ca. 73 kcal / 100 g
Saisonverlauf im Jahresüberblick
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Hochsaison
In Saison
Holunder

Holunder auf einen Blick

Schnellantwort

Holunderbeeren sind kleine, tiefschwarze Beeren des Schwarzen Holunders, die roh und unreif reizende Stoffe enthalten und deshalb ausschließlich gekocht verzehrt werden. Verarbeitet zu Saft, Gelee oder Sirup entwickeln sie ein kräftig-fruchtiges Aroma. Die Saison läuft von August bis September, die Blüten davor schon im Mai und Juni.

SaisonSeptember bis September
HauptsaisonSeptember
KategorieObst
SortenSchwarzer Holunder, Holunderblüten, Roter Holunder
Passt zuApfel, Zitrone, Zimt, Honig, Heidelbeeren
ZubereitungSirup, Gelee, Holunderwein, Kompott
LagerungFrische Holunderbeeren halten sich im Kühlschrank nur wenige Tage — zügiges Verkochen zu Saft oder Gelee ist die bessere Wahl.

Welche Sorten gibt es?

Schwarzer Holunder

Die übliche, essbare Art mit dunkelvioletten Beeren — muss vor dem Verzehr erhitzt werden.

Holunderblüten

Im Frühsommer geerntet, ergeben den bekannten Holunderblütensirup.

Roter Holunder

Giftig und nicht zum Verzehr geeignet — Verwechslungsgefahr beachten.

Wann hat Holunder Saison?

ZeitraumVerfügbarkeit
BeginnSeptember
HauptsaisonSeptember
EndeSeptember

Quelle: Bundeszentrum für Ernährung (bzfe.de)

Varianten im Vergleich

EigenschaftHolunderbeereHolunderblüteAronia
ErntezeitAugust/SeptemberMai/JuniSeptember
Roh verzehrbar?nein, muss gekocht werdenja, meist als Sirupja, aber sehr herb
VerwendungSaft, Gelee, SirupSirup, LimonadeSaft, getrocknet
Küchentipp: Reife Holunderbeeren müssen anders als die Blüten im Frühsommer immer gekocht werden — roh enthalten sie reizende Stoffe, die erst beim Erhitzen abgebaut werden.

Wie gesund ist Holunder?

NährwertPro 100 g
Kalorienca. 73 kcal / 100 g
Wasseranteilca. 80 %
Eiweißca. 0,7 g / 100 g
Kohlenhydrateca. 16 g / 100 g
Fettca. 0,5 g / 100 g
Ballaststoffeca. 7 g / 100 g
Vitamin Cguter Gehalt nach dem Kochen
Anthocyaneverantwortlich für die intensive dunkle Farbe
Holunderbeeren liefern nach dem Kochen gut Vitamin C und enthalten Anthocyane, denen eine antioxidative Wirkung zugeschrieben wird.

Woran erkennt man frischen Holunder?

  • Pralle, dunkelviolette bis schwarze Beeren
  • Vollständig reife Dolden — unreife, grünliche Beeren sind ungenießbar
  • Keine schimmeligen oder vertrockneten Stellen
  • Meist nur auf Wochenmärkten oder aus eigenem Anbau erhältlich
  • Sicher von schwarzem statt rotem Holunder unterscheiden
Frischetest: Reife Holunderbeeren sind tiefschwarz-glänzend und lösen sich leicht von der Dolde. Grünliche oder rote Beeren sind unreif und für die Verarbeitung ungeeignet.

Wie wird Holunder zubereitet?

Holunderbeeren werden mit einer Gabel von den Dolden abgestreift und vor der Verarbeitung immer erhitzt — roh oder ungekocht können sie Übelkeit auslösen.

1

Abrebeln

Die Beeren mit einer Gabel von den Dolden abstreifen.

2

Waschen

Gründlich unter kaltem Wasser abspülen.

3

Kochen

Mindestens 10–15 Minuten köcheln, um das Glykosid zu zerstören.

Zubereitungsmethoden

Sirup

Gekocht und mit Zucker zu Sirup verarbeitet — Basis für Holunder-Apfel-Sirup.

Gelee

Mit Gelierzucker gekocht, klassische Konservierung.

Holunderwein

Traditionell fermentiert zu einem kräftigen Fruchtwein.

Kompott

Mit Zucker und Gewürzen gekocht als Beilage.

Wozu passt Holunder?

ApfelKlassische Kombination in Sirup und Kompott
ZitroneBringt zusätzliche Frische und Säure
ZimtWürzige Wärme für Kompott
HonigNatürliche Süße als Ergänzung
HeidelbeerenKlassische Kombination in Sirup und Gelee

Wie lagert man Holunder richtig?

Frische Holunderbeeren halten sich im Kühlschrank nur wenige Tage — zügiges Verkochen zu Saft oder Gelee ist die bessere Wahl.

Einfrieren

Holunderbeeren lassen sich roh, von den Dolden gelöst, gut einfrieren — vor dem Verzehr trotzdem noch kochen, da das Einfrieren die reizenden Stoffe nicht abbaut.

Häufige Fehler vermeiden

  • Holunderbeeren roh essen — sie enthalten ein leicht giftiges Glykosid, das beim Erhitzen zerstört wird
  • Roten Holunder mit schwarzem verwechseln — roter Holunder ist giftig und nicht zum Verzehr geeignet
  • Zu kurz kochen — mindestens 10–15 Minuten sind nötig, um das Glykosid sicher zu zerstören
  • Unreife, grünliche Beeren verarbeiten — sie sind ungenießbar und sollten nicht verwendet werden

Häufige Fragen zu Holunder

Sind Holunderbeeren giftig?

Roh enthalten sie ein leicht giftiges Glykosid, das beim Kochen für mindestens 10–15 Minuten zerstört wird. Gekocht sind sie unbedenklich.

Wann ist Holunderbeeren-Saison in Deutschland?

Die Saison liegt im September.

Was ist der Unterschied zwischen schwarzem und rotem Holunder?

Schwarzer Holunder ist nach dem Kochen essbar, roter Holunder ist giftig und sollte nicht verwendet werden — eine sichere Bestimmung ist wichtig.

Wie macht man Holundersirup?

Die Beeren werden gekocht, ausgepresst und mit Zucker zu Sirup verarbeitet — oft in Kombination mit Apfel für mehr Süße und Aroma.

Kann man Holunderbeeren einfrieren?

Ja, roh von den Dolden gelöst und gewaschen einfrieren — vor dem Verzehr nach dem Auftauen aber unbedingt kochen.

Wie lagert man Holunderbeeren am besten?

Im Kühlschrank und zügig verarbeiten — sie sind sehr verderblich.

Was passt am besten zu Holunder?

Klassisch ist Apfel in Sirup und Kompott. Auch Zitrone und Zimt harmonieren sehr gut.

Lust auf saisonale Küche?

Holunder ist nur eine von vielen Zutaten im vollständigen Zutaten-Lexikon.