Tag der Currywurst
Absoluter Klassiker, auch super für vegane Varianten.

Woher kommt Tag der Currywurst?
Die Currywurst gilt als eine der bekanntesten deutschen Fast-Food-Erfindungen und wird für gewöhnlich auf Herta Heuwer zurückgeführt, die 1949 in West-Berlin eine Imbissbude betrieb. Der Überlieferung nach erhielt sie von britischen Soldaten Ketchup und Currypulver, die sie mit Worcestersauce zu einer neuen Würzsoße für gebratene Bratwurst verband – eine Rezeptur, die sie sich 1959 sogar patentieren ließ. Der Nachkriegsberlin-Kontext ist dabei entscheidend: In den Trümmerjahren der 1940er und 1950er Jahre entstanden zahlreiche günstige, schnell zubereitete Gerichte, die mit einfachen Zutaten satt machten, und die Currywurst traf mit ihrer Kombination aus deftiger Wurst und exotisch-scharfer Sauce offenbar einen Nerv der Zeit. Auch das Ruhrgebiet erhebt eigene Ansprüche auf die Erfindung, wo angeblich bereits kurz nach dem Krieg ähnliche Wurst-Curry-Kombinationen serviert wurden, sodass die genaue Herkunft bis heute zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet umstritten diskutiert wird. In beiden Regionen entwickelten sich in der Folge eigenständige Zubereitungstraditionen: die Berliner Variante meist ohne Darm ("ohne Haut"), die rheinisch-westfälische Currywurst dagegen häufig mit Naturdarm serviert.
Warum wird der Tag gefeiert?
Der Tag der Currywurst wird vor allem in Deutschland begangen, wo die Currywurst als eines der beliebtesten Streetfood-Gerichte überhaupt gilt – Schätzungen zufolge werden jährlich mehrere hundert Millionen Portionen verkauft, an Imbissbuden, Wurstständen und in speziellen Currywurst-Restaurants. In Berlin würdigt seit 2009 sogar ein eigenes Currywurst-Museum die Geschichte des Gerichts, musste jedoch 2018 aus wirtschaftlichen Gründen schließen, was von vielen Berlinern mit einigem Bedauern registriert wurde. Regional unterscheidet sich die Currywurst deutlich: In Berlin wird sie traditionell "ohne Darm" (ohne Wursthaut) serviert und mit einer eigenen, oft leicht süßlichen Currysauce übergossen, während im Ruhrgebiet die Wurst meist "mit Darm" und knackiger gebraten wird. Zu den klassischen Beilagen zählen Pommes frites, ein Brötchen oder schlicht eine Scheibe Weißbrot, mit dem die restliche Sauce aufgetunkt wird. Die Currysauce selbst basiert meist auf Ketchup oder Tomatenmark, verfeinert mit Currypulver, manchmal zusätzlich mit Paprikapulver, Chili oder einem Schuss Worcestersauce für zusätzliche Würze. Politiker nutzen den Besuch von Currywurst-Ständen bis heute gerne als volksnahe Geste im Wahlkampf, was die Wurst zu einem festen Bestandteil der deutschen Alltagskultur und sogar der politischen Symbolik gemacht hat. Auch international sorgt das Gericht für Aufsehen: Viele Touristen probieren die Currywurst als typisch deutsches Gericht, obwohl sie im Vergleich zu Sauerkraut oder Schweinshaxe eine noch recht junge Erfindung der Nachkriegszeit ist. In der Systemgastronomie und bei Fußballstadion-Imbissen zählt sie ohnehin zu den meistverkauften warmen Speisen überhaupt. Auch als kulturelles Symbol hat die Currywurst literarische Spuren hinterlassen, etwa durch Uwe Timms Novelle "Die Entdeckung der Currywurst" von 1993, die die Erfindungsgeschichte der Wurst-Curry-Kombination fiktional in der Nachkriegszeit verortet und zur Bekanntheit des Gerichts als Teil der deutschen Erinnerungskultur beigetragen hat. In vielen Städten gibt es zudem traditionsreiche Imbissbuden, die seit Jahrzehnten am selben Standort bestehen und von Generationen von Stammkunden besucht werden, was der Currywurst neben ihrem kulinarischen auch einen sozialen und stadtgeschichtlichen Stellenwert verleiht. Rund um den Tag der Currywurst veranstalten manche Imbisse und Vereine kleine Wettbewerbe um die beste Currysauce der Region, bei denen unterschiedliche Würzrezepturen verkostet und verglichen werden.
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Häufige Fragen zu Tag der Currywurst
Was im September Saison hat
Tag der Currywurst fällt in den September. Passend dazu: saisonale Zutaten und Rezepte für diesen Monat.
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