Tag der Kräuter-Ernte
Zweite Welle: Kräuter verarbeiten, einfrieren, trocknen

Woher kommt Tag der Kräuter-Ernte?
Kräuter werden seit Jahrtausenden sowohl zum Würzen als auch als Heilpflanzen genutzt, und die Haupterntezeit vieler mehrjähriger Küchenkräuter liegt im Spätsommer, wenn Pflanzen wie Thymian, Oregano, Rosmarin und Salbei ihren höchsten Gehalt an ätherischen Ölen erreicht haben. Anders als der Kräuter-Aktionstag im Mai, der eher den frischen Austrieb und die junge Ernte im Frühjahr feiert, steht der spätsommerliche Termin ganz im Zeichen des Haltbarmachens: Die Pflanzen haben zu diesem Zeitpunkt ihre volle Wuchskraft entwickelt und werden traditionell kurz vor der Blüte geschnitten, da dann das Aroma am intensivsten ist. Klosterküchen und bäuerliche Hausgärten pflegten diese Erntetermine über Jahrhunderte, da rechtzeitig geerntete und getrocknete Kräuter über den Winter für Würze und Hausmittel sorgten, lange bevor frisches Gemüse und Kräuter ganzjährig aus dem Supermarkt verfügbar waren. Historisch war das Wissen um den richtigen Erntezeitpunkt – meist an einem trockenen Vormittag nach dem Verdunsten des Taus – eine über Generationen weitergegebene bäuerliche Fertigkeit.
3 Fakten zu Tag der Kräuter-Ernte
Quellen: Statista Marktprognose — Gewürze & Kräuter Deutschland
Warum wird der Tag gefeiert?
Im Spätsommer, zur Haupterntezeit vieler Küchenkräuter, dreht sich in deutschen Gärten und auf Balkonen vieles um das Konservieren der Ernte für den Winter. Beliebte Methoden sind das Trocknen in luftigen Sträußen kopfüber an einem schattigen, gut belüfteten Ort, das Einfrieren in Eiswürfelform mit etwas Wasser oder Öl sowie das Ansetzen von Kräuterölen und -essigen, die über Monate haltbar sind und den Sommergeschmack konservieren. Besonders Basilikum, das empfindlich auf Kälte reagiert, wird oft zu Pesto verarbeitet und portionsweise eingefroren, während robustere Kräuter wie Thymian und Rosmarin auch getrocknet ihr Aroma gut bewahren. Schrebergärten und Kleingartenvereine nutzen die Spätsommersaison häufig für gemeinsame Erntetage, bei denen Mitglieder überschüssige Kräuter tauschen und Konservierungstipps austauschen, was in vielen Vereinen eine langjährige gesellige Tradition ist. Auch auf Wochenmärkten sind zu dieser Zeit besonders üppige, ausgewachsene Kräuterbüschel erhältlich, deren kräftiges Aroma sich deutlich von den zarten Frühjahrstrieben unterscheidet, die eher für den milderen Mai-Kräutertag typisch sind. Kräutergärten in Klosteranlagen, etwa nach dem Vorbild mittelalterlicher Klostergärten, werden im Spätsommer oft zu Führungen und offenen Erntetagen für Besucher geöffnet, bei denen historisches Wissen über Anbau, Ernte und Verwendung von Heil- und Küchenkräutern weitergegeben wird. Selbstgemachte Kräutersalze, bei denen frische Kräuter mit grobem Meersalz vermischt und getrocknet werden, erfreuen sich als würzige, lange haltbare Geschenkidee zunehmender Beliebtheit und werden häufig in kleinen Gläsern auf Herbstmärkten verkauft. Auch das gezielte Sammeln von Samen für die nächste Saison gehört im Spätsommer zum festen Ritual vieler Hobbygärtner: Reife Samenstände von Dill, Fenchel oder Koriander werden abgeschnitten, getrocknet und für die Aussaat im Folgejahr aufbewahrt, was zugleich die genetische Vielfalt samenfester Sorten im eigenen Garten erhält. In manchen Regionen werden zur Haupterntezeit zudem traditionelle Kräuterbüschel für kirchliche Segnungen gebunden, ein Brauch, der sich vielerorts mit dem katholischen Fest Mariä Himmelfahrt Mitte August überschneidet und Kräuter symbolisch mit Dank für die Ernte verbindet. Kräuterführungen durch Streuobstwiesen und naturnahe Gärten erfreuen sich im Spätsommer ebenfalls wachsender Beliebtheit, da erfahrene Kräuterkundige den Teilnehmenden zeigen, welche Wildkräuter neben den klassischen Gartenkräutern zusätzlich essbar und aromatisch sind.
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Häufige Fragen zu Tag der Kräuter-Ernte
Was im August Saison hat
Tag der Kräuter-Ernte fällt in den August. Passend dazu: saisonale Zutaten und Rezepte für diesen Monat.
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