❄️ Winter · Saisonale Zutat

Chicorée

Chicorée ist ein kompakter, gelblich-weißer Blattsalat, der bewusst im Dunkeln getrieben wird, um seine milde Farbe und den charakteristischen bitteren Geschmack zu entwickeln — bei Lichteinfall würde er grün und noch bitterer werden. Er wird roh in Salaten oder überbacken gegessen. Die Hauptsaison läuft von Oktober bis März.

Von Johann·Aktualisiert am
📅 Januar – Februar❄️ Winter✓ ca. 19 kcal / 100 g
Saisonverlauf im Jahresüberblick
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
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Aug
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Okt
Nov
Dez
Hochsaison
In Saison
Chicorée
Inhaltsverzeichnis
Kurzinfo

Chicorée auf einen Blick

Schnellantwort

Chicorée ist ein kompakter, gelblich-weißer Blattsalat, der bewusst im Dunkeln getrieben wird, um seine milde Farbe und den charakteristischen bitteren Geschmack zu entwickeln — bei Lichteinfall würde er grün und noch bitterer werden. Er wird roh in Salaten oder überbacken gegessen. Die Hauptsaison läuft von Oktober bis März.

SaisonJanuar bis Februar
HauptsaisonJanuar bis Februar
KategorieGemüse
SortenGroßer Chicorée (Cichorium intybus var. foliosum), Roter Chicorée, Radicchio (Roter Chicorée)
Passt zuSpeck, Blauschimmelkäse, Orange, Honig, Walnüsse, Birne
ZubereitungRoh als Salat, Geschmort, Überbacken, Gegrillt, In der Pfanne, Als Wrap-Ersatz
LagerungChicorée sollte dunkel gelagert werden, da Licht ihn grün und bitterer macht — im Kühlschrank-Gemüsefach, in Papier statt durchsichtiger Folie, hält er sich etwa eine Woche.
Was ist Chicorée?

Welche Sorten gibt es?

Großer Chicorée (Cichorium intybus var. foliosum)

Die klassische Sorte mit großen, festen Schösslingen und einem milden, leicht bitteren Geschmack – die mit Abstand häufigste Sorte im Handel.

Roter Chicorée

Eine seltene Variante mit rötlich-violetten Blättern und einem milderen, weniger bitteren Geschmack als der weiße Chicorée.

Radicchio (Roter Chicorée)

Eine italienische Verwandte mit runden, rot-weißen Köpfen und einem charakteristischen bitteren Aroma – eigentlich eine andere Form des Chicorée.

Saison

Wann hat Chicorée Saison?

ZeitraumVerfügbarkeit
BeginnJanuar
HauptsaisonJanuar bis Februar
EndeFebruar

Quelle: Bundeszentrum für Ernährung (bzfe.de)

Vergleich

Varianten im Vergleich

EigenschaftChicoréeRadicchioZuckerhut
Anbauim Dunkeln getriebenFreilandFreiland, winterhart
Bitterkeitstarkstark, mit Süßemild
Typische Zubereitungroh oder überbackenroh, gegrillt, überbackenroh
Küchentipp: Chicorée ist die einzige der drei Sorten, die bewusst im Dunkeln gezogen wird — Lichteinfall lässt ihn grün und noch bitterer werden, weshalb er meist in geschlossenen Kisten oder unter Abdeckung wächst.
Nährwerte

Wie gesund ist Chicorée?

NährwertPro 100 g
Kalorienca. 19 kcal / 100 g
Wasseranteilca. 94 %
Eiweißca. 1.2 g / 100 g
Kohlenhydrateca. 2.5 g / 100 g
Fettca. 0.2 g / 100 g
Ballaststoffeca. 1.5 g / 100 g
Vitamin C7 mg / 100 g
Folsäurevorhanden
Intybin (Bitterstoff)fördert Verdauung
💡 Die Bitterstoffe des Chicorée (Intybin) regen die Verdauung an und fördern die Fettverdauung – ideal nach schweren Mahlzeiten.
Einkauf

Woran erkennt man frischen Chicorée?

  • Chicorée soll fest und geschlossen sein – lockere oder aufgeklappte Schösslinge sind alt oder falsch gelagert
  • Die Blätter sollten hellgelb bis weißlich sein – grüne Blätter deuten auf Lichteinfall und damit bitteren Geschmack hin
  • Die Schnittfläche am unteren Ende sollte frisch und nicht braun verfärbt sein
  • Chicorée im Kühlschrank aufbewahren – bei Raumtemperatur wird er schnell bitter und schlaff
  • Bio-Chicorée hat das beste Aroma und wurde schonend ohne chemische Keimhemmer angebaut
🧪 Frischetest: Ein frischer Chicorée-Kopf ist fest geschlossen, gelblich-weiß und hat glänzende, unbeschädigte Blätter. Grün verfärbte oder aufgeblätterte Köpfe sind bereits älter oder falsch gelagert.
Zubereitung

Wie wird Chicorée zubereitet?

Der bittere, kegelförmige Strunk in der Mitte lässt sich mit einem kleinen Schnitt herausschneiden, um die Bitterkeit des ganzen Kopfs abzumildern.

1

Putzen

Die äußeren, eventuell welken Blätter entfernen und den Strunk am unteren Ende keilförmig herausschneiden – dort sitzt die meiste Bitterkeit.

2

Waschen

Chicorée kurz unter kaltem Wasser abspülen und trockentupfen – nicht zu lange wässern, da er sich sonst vollsaugt.

3

Schneiden

Chicorée je nach Verwendung halbieren, in Streifen schneiden oder die Blätter einzeln ablösen – für Salate in feine Streifen, zum Schmoren halbieren.

Zubereitungsmethoden

🥗 Roh als Salat

Chicorée in feine Streifen geschnitten mit einem Dressing aus Zitrone, Honig und Walnussöl – der Klassiker unter den Wintersalaten.

🔥 Geschmort

Halbierte Chicorée-Schösslinge in Butter oder Olivenöl mit etwas Zucker und Orangensaft geschmort – die Bitterkeit wird durch die Süße gemildert.

🧀 Überbacken

Blanchierte Chicorée-Hälften mit Schinken und Käse überbacken (Chicorée au gratin) – ein klassisches Wintergericht aus der französischen Küche.

🥓 Gegrillt

Halbierte Chicorée-Schösslinge mit Öl bestreichen und 4–5 Minuten pro Seite grillen – die Hitze karamellisiert die Bitterkeit.

🍳 In der Pfanne

Chicorée in Streifen mit Speck und Zwiebeln in der Pfanne angebraten – eine herzhafte Beilage zu Braten.

🥪 Als Wrap-Ersatz

Große Chicorée-Blätter als Low-Carb-Wrap für Füllungen mit Frischkäse, Lachs oder Putenbrust – knackig und kalorienarm.

Kombinationen

Wozu passt Chicorée?

🥓 SpeckChicorée und Speck sind ein klassisches Duo – die rauchige Note des Specks bricht die feine Bitterkeit des Chicorée perfekt.
🧀 BlauschimmelkäseChicorée und Gorgonzola oder Roquefort – die Schärfe des Käses und die Bitterkeit des Chicorée ergeben eine harmonische Kombination.
🍊 OrangeOrangenfilets im Chicorée-Salat – die fruchtige Süße balanciert die Bitterkeit des Chicorée perfekt aus.
🍯 HonigHonig im Chicorée-Dressing oder beim Schmoren – die Süße des Honigs mildert die Bitterkeit des Wintergemüses.
🌰 WalnüsseWalnüsse im Chicorée-Salat geben einen nussigen Crunch und ergänzen die bittere Note ideal.
🍎 BirneBirnenspalten im Chicorée-Salat – die süße, saftige Birne und der bittere Chicorée ergeben eine perfekte Kombination.
Weitere Rezepte

Rezepte, in denen Chicorée vorkommt

In diesen 1 Rezepten ist Chicorée nicht die Hauptzutat, spielt aber mit.

Lagerung

Wie lagert man Chicorée richtig?

Chicorée sollte dunkel gelagert werden, da Licht ihn grün und bitterer macht — im Kühlschrank-Gemüsefach, in Papier statt durchsichtiger Folie, hält er sich etwa eine Woche.

Einfrieren

Roh eignet sich Chicorée nicht zum Einfrieren, da die Blätter beim Auftauen welk werden — er wird ausschließlich frisch verwendet.

Häufige Fehler vermeiden

  • Chicorée zu hell zu lagern – durch Lichteinfall werden die Blätter grün und der Geschmack wird bitter
  • Den Strunk nicht keilförmig herauszuschneiden – dort sitzt die meiste Bitterkeit des Chicorée
  • Chicorée zu lange zu kochen – er wird matschig und verliert seinen charakteristischen Biss
  • Chicorée nur roh zu essen – geschmort oder gegrillt entfaltet er ein völlig neues, süßlich-mildes Aroma
FAQ

Häufige Fragen zu Chicorée

Die Bitterkeit kommt vom Stoff Intybin, der vor allem im Strunk und in den äußeren Blättern sitzt. Durch Herausschneiden des Strunks und kurzes Wässern kann die Bitterkeit reduziert werden.

Chicorée wird in zwei Phasen angebaut: Zuerst wächst die Wurzel auf dem Feld, dann werden die Schösslinge in völliger Dunkelheit in Treibkästen getrieben. Ohne Dunkelheit würden die Blätter grün und bitter.

Ja, Chicorée wird traditionell roh als Salat gegessen. Er ist knackig, erfrischend und hat eine feine Bitterkeit, die durch süße Dressings oder Früchte ausgeglichen werden kann.

Den Strunk keilförmig herausschneiden, die Blätter kurz in lauwarmes Wasser legen oder mit Zitronensaft beträufeln. Durch Schmoren oder Grillen wird die Bitterkeit karamellisiert.

Ja, Chicorée ist extrem kalorienarm (19 kcal/100 g) und enthält Bitterstoffe, die die Verdauung fördern. Er liefert außerdem Vitamin C, Folsäure und Kalium.

Chicorée ist für Babys ab dem 8. Monat geeignet, wenn er gut gekocht und püriert wird. Die Bitterkeit ist nach dem Kochen deutlich milder.

Chicorée hat helle, feste Schösslinge und schmeckt mild-bitter. Radicchio ist rot-weiß, hat runde Köpfe und schmeckt kräftiger, schärfer-bitter.

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