Zutaten
Portionen
6
Suppe
Rinderbrust oder Rindernacken600 g
Wasser2 l
Rundkornreis80 g
Zwiebeln2 Stk
Tomatenmark2 EL
Tkemali (Pflaumensauce)ersatzweise 2 EL Zitronensaft3 EL
Lorbeerblatt2 Stk
Salz2 TL
Walnuss-Gewürzpaste
Walnüsse, gemahlen100 g
Knoblauchzehen4 Stk
Chmeli-Suneli (georgische Gewürzmischung)2 TL
Frischer Koriander0.5 Bund
Pfeffer, Chilinach Geschmacknach Geschmack
Zubereitung
Charcho – georgische Rindfleischsuppe auf den Herd — Schritt für Schritt
1
Fleisch garen
Rindfleisch mit Wasser und Lorbeer aufkochen, abschäumen und 60 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis es weich ist.
2
Aus der Brühe nehmen
Fleisch herausnehmen, in Würfel schneiden. Die Brühe durch ein Sieb geben. Die Brühe aufheben und durch ein feines Sieb geben. Das Fleisch in mundgerechte Würfel schneiden, damit jede Portion gleichmäßig Fleisch enthält.
3
Zwiebeln
Zwiebeln würfeln und mit Tomatenmark 5 Minuten in Öl anbraten.
4
Suppe ansetzen
Brühe, Zwiebel-Mark-Mischung und Reis zusammen 15 Minuten köcheln lassen.
5
Paste rühren
Walnüsse, Knoblauch, Gewürze und Koriander mit etwas Brühe zu einer Paste verrühren. Die Walnusspaste mit einer Kelle heißer Brühe glattrühren, bevor sie in den Topf kommt. So verteilt sie sich ohne Klumpen.
6
Verfeinern
Die Paste, Tkemali und das Fleisch in die Suppe geben, 10 Minuten ziehen lassen. Nicht mehr stark kochen.
7
Abschmecken
Mit Salz, Pfeffer und frischem Koriander servieren.
Profi-Tipps
Worauf es bei der Konsistenz ankommt
Walnüsse zuletzt: Hitze zerstört das Aroma. Die Paste erst am Ende zugeben.
Säure feinjustieren: Tkemali ist sauer-würzig. Probieren und schrittweise zugeben.
Am nächsten Tag besser: Charcho zieht durch und schmeckt aufgewärmt noch runder.
Frischer Koriander: Koriander ist Pflicht und gehört großzügig auf die Suppe. Wer ihn nicht mag, nimmt Petersilie.
Ersatz für Tkemali: Zitronensaft und etwas Pflaumenmus — Ahmt die Süß-Säure nach.
Ersatz für Chmeli-Suneli: Koriander, Bockshornklee, Paprika — Je ein Teelöffel gemischt.
Häufige Fehler vermeiden
- Suppe nach dem Zugeben der Walnüsse gekocht: Sie wird bitter.
- Zu wenig Säure: Die Suppe schmeckt flach.
- Reis zu früh zugegeben: Er zerkocht.
Variationen
Varianten, die sich lohnen
Mit Lammfleisch
Lamm statt Rind.
Mit Hähnchen
Hähnchenkeulen sind schneller gar, in 30 Minuten.
Häufige Fragen
Fragen zu Charcho – georgische Rindfleischsuppe
Charcho ist eine georgische Suppe aus Rindfleisch, Reis, Walnüssen und Gewürzen. Sie ist dickflüssig und leicht säuerlich.
Nein, sie stammt aus Georgien. In der Sowjetunion wurde die georgische Küche weit verbreitet, und Charcho ist so in viele Haushalte russlanddeutscher Familien gelangt.
In russischen und georgischen Supermärkten, teils im Gewürzregal.
Ja, bis zu drei Monate. Beim Aufwärmen nicht stark kochen.
Sie wird mit Chili gewürzt, die Schärfe lässt sich aber nach Belieben anpassen.
Zu Fladenbrot oder Lawasch.
Kräftig, nussig, leicht säuerlich und würzig. Die Walnüsse machen die Suppe cremig, Tkemali sorgt für die Säure.
Eine vegetarische Variante mit Kichererbsen oder Bohnen ist möglich, weicht aber vom Original ab.
Meist wurden Walnüsse zu lange mitgekocht oder verbrannte Zwiebeln verwendet. Die Paste erst am Ende zugeben.
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