Zutaten
Portionen
6
Schmorgericht
Rindfleisch (Schulter/Wade)in 4 cm Würfel800 g
Paprika (rot)4 Stk
Champignons oder Steinpilze250 g
Zwiebeln3 Stk
Tomatenmark3 EL
Knoblauchzehen3 Zehen
Rinderbrühe500 ml
Trockener Rotwein200 ml
Paprikapulver (edelsüß)2 EL
Majoran (getrocknet)2 TL
Lorbeerblätter2 Stk
Salz & Pfeffer—
Pflanzenöl3 EL
Zum Verfeinern
Schmand oder Smetana100 g
Petersilie (gehackt)3 EL
Zubereitung
So kochst du Gulasch nach Jägerart (Schaschlyk-Topf)
1
Fleisch anbraten
Das Öl in einem großen Schmortopf erhitzen. Das Fleisch portionsweise rundum kräftig anbraten, bis es eine dunkle Kruste hat. Herausnehmen und beiseitestellen.
Portionsweise anbraten — der Topf darf nicht überfüllt sein, sonst brutzt das Fleisch statt zu braten.
10 Min
2
Gemüse anschwitzen
Zwiebeln würfeln und im gleichen Topf glasig dünsten. Knoblauch pressen und kurz mitbraten. Paprika würfeln, Champignons vierteln und alles 5 Minuten mitbraten. Tomatenmark zugeben und kurz anrösten.
10 Min
3
Fond aufbauen
Mit Rotwein ablöschen und den Bratensatz vom Topfboden lösen. Paprikapulver, Majoran und Lorbeerblätter zugeben. Die Rinderbrühe angießen und das Fleisch zurück in den Topf geben.
Paprikapulver nicht zu heiß anbraten — es wird bitter. Erst mit der Flüssigkeit zugeben.
5 Min
4
Schmoren
Alles aufkochen, dann die Hitze reduzieren, sodass es nur noch leise köchelt. Zugedeckt 90-120 Minuten schmoren, bis das Fleisch butterweich ist. Gelegentlich umrühren.
Je länger, desto besser — ab 90 Minuten wird es perfekt.
>90 Min
5
Abschmecken
Schmand unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Sauce sollte sämig sein — falls zu dünn, noch 10 Minuten offen einkochen. Lorbeerblätter entfernen.
10 Min
6
Servieren
Das Gulasch in tiefe Teller füllen und mit gehackter Petersilie bestreuen. Kartoffelstampf oder selbstgemachte Nudeln dazu reichen.
Profi-Tipps
Gulasch nach Jägerart (Schaschlyk-Topf): Würze und Bindung
Mehr Pilzgeschmack: Eine Handvoll getrocknete Steinpilze mit in der Brühe einweichen und fein gehackt mit anschwitzen.
Säure-Balance: Wenn die Sauce zu säuerlich ist, eine Prise Zucker oder etwas Sahne zugeben.
Resteverwertung: Übriges Gulasch kleinschneiden und als Füllung für Piroschki oder Wareniki verwenden.
Ersatz für Rotwein: Rinderbrühe + 1 EL Balsamico — Die Säure des Essigs ersetzt den Wein.
Ersatz für Champignons: Austernpilze oder Kräuterseitlinge — Festere Konsistenz, intensiveres Aroma.
Ersatz für Rindfleisch: Wildschwein oder Hirsch — Wild ist magerer — 3 EL Speck mit anbraten.
Häufige Fehler vermeiden
- Das Fleisch nicht scharf genug anzubraten — ohne Röstaromen bleibt die sauce flach.
- Zu viel Flüssigkeit auf einmal zugeben — das Fleisch kocht statt zu schmoren.
- Den Deckel zu früh abzunehmen — dadurch entweicht Dampf und das Fleisch trocknet aus.
Variationen
So wird Gulasch nach Jägerart (Schaschlyk-Topf) jedes Mal anders
Vom Schwein
Schweineschulter statt Rind — günstiger und nach 60 Minuten gar. Der Geschmack ist etwas milder.
Mit Bier
Statt Rotwein und Rinderbrühe ein dunkles Bier (500 ml) verwenden — malzige, würzige Note.
Schärfer
2 getrocknete Chilischoten oder 1 TL scharfes Paprikapulver mitkochen — ungarische Note.
Häufige Fragen
Häufig gefragt zu Gulasch nach Jägerart (Schaschlyk-Topf)
Ja! 30 Minuten bei vollem Druck statt 2 Stunden. Das Fleisch wird butterweich. Anschließend die Sahne zugeben und den Sud offen einkochen lassen.
Rinderschulter oder Rinderwade — sie haben viel Bindegewebe, das beim Schmoren zu Gelatine wird und die Sauce schön sämig macht. Filet ist zu mager und viel zu teuer.
Ja, sehr gut! Wie die meisten Schmorgerichte schmeckt es aufgewärmt noch besser. Im Kühlschrank hält es sich 4-5 Tage. Nach dem Auftauen nochmal 10 Minuten köcheln lassen.
Entweder die Hitze war zu hoch (das Fleisch schmort trocken) oder die Garzeit war zu kurz. Rinderschulter braucht mindestens 90 Minuten. Die kleine Bläschen sollten kaum sichtbar sein — also wirklich nur köcheln, nicht kochen.
Ein trockener Rotwein (z. B. Merlot oder Cabernet Sauvignon) gibt dem Gulasch eine kräftige Basis. Alternativ Rinderbrühe mit 1 EL Rotweinessig — die Säure ist wichtig.
Kartoffeln (Stampf oder Salzkartoffeln), selbstgemachte Eiernudeln oder Knödel — alles, was die würzige Sauce aufnehmen kann.
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