🍳 Rezept · ❄️ Winter

Lokma

Von Johann·

Knusprig außen, weich innen werden Lokma durch den Temperaturkontrast: walnussgroße Teigportionen werden bei 170 bis 175 °C in 3 bis 4 Minuten goldbraun frittiert und danach eine Minute in kalten Sirup getaucht. Der Teig kommt ohne Ei aus und besteht nur aus Mehl, Trockenhefe, lauwarmem Wasser, etwas Zucker, Salz und Speisestärke; er muss 45 bis 60 Minuten gehen, bis er Blasen wirft. Den Sirup aus Zucker, Wasser und Zitronensaft vorher kochen und vollständig abkühlen lassen. Ergibt sechs Portionen, mit Zimt bestreut warm servieren.

Vorbereitung
20 Min
Zubereitung
20 Min
Gesamt
40 Min
Portionen
6
Schwierigkeit
Mittel
🍩 Dessert🥬 Vegetarisch🍯 Mit Sirup🌱 Ohne Ei🌱 Hauptzutat: Zimt🧆 Türkische Küche
Lokma
Zutaten
Portionen
6
Teig
WeizenmehlType 405300 g
Trockenhefe7 g
Lauwarmes Wasser400 ml
Zucker1 TL
Salz0.5 TL
Speisestärke1 EL
Sonnenblumenöl zum Frittieren700 ml
Sirup
Zucker300 g
Wasser300 ml
Zitronensaft1 EL
Zimt zum Bestreuenoptional1 TL
Zubereitung

So gelingt dir Lokma

1
Sirup zuerst
Zucker, Wasser und Zitronensaft 10 Minuten köcheln lassen, bis der Sirup leicht dicklich ist. Vollständig abkühlen lassen, denn heißer Sirup macht die Lokma matschig.
2
Weicher Teig
Mehl, Hefe, Zucker, Salz und Stärke mischen, das lauwarme Wasser nach und nach einrühren, bis ein zäh fließender Teig wie dicker Pfannkuchenteig entsteht.
3
Gehen lassen
Abgedeckt 45 bis 60 Minuten an einem warmen Ort, bis der Teig Blasen wirft und sich verdoppelt hat.
4
Öl auf 170 bis 175 °C
Mit Thermometer messen oder einen Holzstiel hineinhalten: Es sollten sofort Bläschen aufsteigen.
5
Portionieren und frittieren
Mit einem angefeuchteten Löffel oder Eisportionierer walnussgroße Portionen ins Öl gleiten lassen und 3 bis 4 Minuten goldbraun frittieren, dabei wenden. Nicht zu viele auf einmal. Wer zwei Löffel verwendet, kann den Teig mit einem Löffel abstechen und mit dem anderen ins Öl schieben. Das gelingt geübter als aus der Hand.
6
Sofort tränken
Mit der Schaumkelle herausheben, abtropfen lassen und 1 Minute in den kalten Sirup legen. Mit Zimt bestreuen und warm servieren.
Profi-Tipps

Was macht bei Lokma den Unterschied?

Kalt trifft heiß: Der Temperaturunterschied sorgt dafür, dass die Kruste knusprig bleibt und der Sirup nur oberflächlich eindringt.
Löffel befeuchten: Zwischen den Portionen in Wasser tauchen, dann klebt der Teig nicht.
Teig locker lassen: Er muss sehr weich sein. Fester Teig ergibt dichte, schwere Lokma. Wenn der Teig nach einigen Portionen dicker wird, einen Esslöffel lauwarmes Wasser einrühren.
Zitronensaft im Sirup: Er verhindert, dass der Sirup kristallisiert.
Ersatz für Trockenhefe: 21 g frische Hefe — In lauwarmem Wasser auflösen.

Häufige Fehler vermeiden

  • Öl zu heiß: außen braun, innen roh.
  • Sirup zu dünn: Die Lokma werden nass und weich.
  • Zu viele Lokma gleichzeitig: Das Öl kühlt ab und sie saugen Fett.
Variationen

Varianten, die sich lohnen

Mit Honig
Statt Sirup warmen Honig darüberträufeln, weniger süß.
Mit Schokolade
Mit geschmolzener Zartbitterschokolade überziehen und gehackte Pistazien aufstreuen.
Gefüllt
Ein Stück Walnuss oder Käse vor dem Frittieren in die Mitte geben.
Häufige Fragen

Fragen zu Lokma

Lokma sind frittierte Hefeteigbällchen, die in Zuckersirup getaucht werden. Das Wort bedeutet „Bissen“ oder „Happen“.

Lokma bestehen aus Hefeteig in Kugelform, Tulumba aus Brandteig in länglicher, gerillter Form. Beide werden frittiert und in Sirup getränkt.

Meist war der Sirup noch warm oder zu dünn, oder das Öl zu kühl. Sirup kalt halten und das Öl bei 170 bis 175 °C konstant halten.

Der Teig kann über Nacht im Kühlschrank gehen, der Sirup lässt sich Tage vorher kochen. Frittiert und getränkt werden sie frisch.

Am selben Tag essen. Am Folgetag sind sie weicher; im Ofen bei 180 °C kurz aufbacken.

Nein, der flüssige Teig läuft auseinander. Lokma müssen im Öl frittiert werden.

In türkischen Bäckereien und auf Festen. Zu Hause lassen sie sich mit einfachem Hefeteig machen.
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