Zutaten
Portionen
4
Schmorkohl
Weißkohlein kleiner Kopf, ohne Strunk gewogen etwa 850 g1 kg
Zwiebelnin halben Ringen2 Stk
Möhrengrob geraspelt2 Stk
Sonnenblumenöl4 EL
Tomatenmark2 EL
Heißes Wasser150 ml
Lorbeerblätter2 Stk
Salz1.5 TL
Zucker1 TL
Schwarzer Pfeffer0.5 TL
Apfelessigzum Abschmecken1 TL
Frischer Dillgehackt, optional2 EL
Zubereitung
So gelingt dir Tuschonaja Kapusta – russischer Schmorkohl
1
Kohl schneiden
Den Kohl vierteln, den Strunk herausschneiden und die Viertel quer in 3 bis 4 mm feine Streifen schneiden. In einer großen Schüssel mit einem Teelöffel Salz eine Minute durchkneten, bis er leicht glasig wird. Er fällt dadurch zusammen und gart gleichmäßiger.
2
Zwiebel und Möhre anschwitzen
Das Öl in einem weiten Schmortopf oder einer tiefen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Zwiebeln fünf Minuten glasig dünsten, die Möhren zugeben und weitere vier Minuten braten, bis sie weich werden.
3
Kohl in Portionen zugeben
Den Kohl in drei Portionen in den Topf geben und jede zwei Minuten zusammenfallen lassen, bevor die nächste folgt. 150 ml heißes Wasser angießen, den Deckel auflegen und 20 Minuten bei kleiner Hitze schmoren. Zweimal umrühren.
4
Tomatenmark und Gewürze
Tomatenmark, Lorbeer, Zucker, Pfeffer und das restliche Salz einrühren. Weitere 15 bis 20 Minuten mit halb aufgelegtem Deckel schmoren, bis der Kohl weich ist, aber noch leichten Biss hat und die Flüssigkeit fast verkocht ist.
5
Abschmecken
Den Essig einrühren, Lorbeerblätter entfernen und mit Salz und Zucker abschmecken. Fünf Minuten ziehen lassen und mit Dill bestreuen.
Profi-Tipps
Tuschonaja Kapusta – russischer Schmorkohl: Tipps aus der Praxis
Junger oder Lagerkohl: Früher Weißkohl aus dem Frühsommer ist nach 25 Minuten gar. Fester Herbst- und Lagerkohl braucht die vollen 45 Minuten.
Leicht anbraten: Wer Röstaroma mag, lässt den Kohl am Ende drei Minuten ohne Deckel bei höherer Hitze leicht ansetzen und rührt dann um.
Vorrat: Im Kühlschrank hält der Schmorkohl vier Tage und schmeckt am zweiten Tag besser als frisch. Einfrieren ist bis zu drei Monate möglich.
Ersatz für Tomatenmark: 200 g passierte Tomaten — Dann das Wasser weglassen.
Ersatz für Weißkohl: Spitzkohl — Garzeit auf insgesamt 20 Minuten verkürzen.
Häufige Fehler vermeiden
- Tomatenmark von Anfang an zugegeben: Die Säure verzögert das Weichwerden, der Kohl bleibt nach einer Stunde noch hart.
- Zu viel Wasser: Der Kohl kocht dann, statt zu schmoren, und schmeckt wässrig. Er gibt selbst viel Flüssigkeit ab.
- Zu grob geschnitten: Dicke Rippenstücke bleiben fest, während die Blätter schon zerfallen.
Variationen
Welche Abwandlungen gibt es?
Mit Würstchen oder Fleisch
300 g Wiener Würstchen in Scheiben in den letzten zehn Minuten mitschmoren oder zu Beginn 300 g Schweinefleischwürfel anbraten. Dann ist das Gericht eine Hauptmahlzeit und nicht mehr vegan.
Mit Sauerkraut
Ein Drittel des frischen Kohls durch abgespültes Sauerkraut ersetzen und den Essig weglassen. Geschmacklich nähert sich das dem polnischen Bigos.
Mit Pilzen
250 g Champignons in Scheiben mit den Zwiebeln braten, bis ihr Wasser verdampft ist. Passt gut in der Fastenzeit.
Häufige Fragen
Tuschonaja Kapusta – russischer Schmorkohl: die offenen Fragen
Kapusta bedeutet Kohl, tuschonaja heißt geschmort. Die Übersetzung lautet also Schmorkohl. Im Deutschen entspricht das Gericht dem geschmorten Weißkraut, wird aber mit Tomatenmark statt Kümmel und Speck gewürzt.
Fein geschnittener Herbstkohl braucht 40 bis 45 Minuten bei kleiner Hitze. Junger Kohl ist nach 25 Minuten weich. Fertig ist er, wenn sich ein Streifen leicht zerdrücken lässt, aber nicht zerfällt.
Zu Kotleti, Würstchen, Bratkartoffeln oder Kartoffelpüree. Abgekühlt dient er als Füllung für Piroschki, Wareniki und gedeckten Kohlkuchen.
Ja. Portionsweise in Dosen oder Beuteln hält sie sich drei Monate. Beim Auftauen tritt etwas Wasser aus, das beim Erhitzen in der Pfanne wieder verdampft.
Frischer Weißkohl aus deutschem Anbau wird von Juni bis November geerntet, die Hauptsaison ist der Herbst. Als Lagerware ist er bis ins Frühjahr erhältlich.
Bigos ist ein polnischer Eintopf aus Sauerkraut und frischem Kohl mit mehreren Fleisch- und Wurstsorten, oft mit Trockenpflaumen und Pilzen. Tuschonaja Kapusta ist einfacher, basiert auf frischem Kohl und kommt auch ohne Fleisch aus.
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