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Winter · Saisonale Zutat

Steckrübe

Steckrübe hat im Dezember und Januar Saison. Steckrüben halten sich kühl und dunkel gelagert (z. Klassische Kombinationen: Rindfleisch, Muskatnuss, Kartoffeln. Der Brennwert liegt bei etwa 37 kcal / 100 g.

Steckrübe, auch Kohlrübe genannt, ist eine kräftige Kreuzung aus Kohl und Rübe mit gelblichem Fruchtfleisch und mild-süßlichem, leicht kohlartigem Geschmack. Sie war historisch als „Kohlrübenwinter"-Nahrung bekannt und erlebt heute als robustes Wintergemüse ein Comeback. Die Hauptsaison läuft von September bis März.

Von Johann·Aktualisiert am
Dezember – JanuarWinter ca. 37 kcal / 100 g
Saisonverlauf im Jahresüberblick
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Feb
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Sep
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Dez
Hochsaison
In Saison
Steckrübe

Steckrübe auf einen Blick

Schnellantwort

Steckrübe, auch Kohlrübe genannt, ist eine kräftige Kreuzung aus Kohl und Rübe mit gelblichem Fruchtfleisch und mild-süßlichem, leicht kohlartigem Geschmack. Sie war historisch als „Kohlrübenwinter"-Nahrung bekannt und erlebt heute als robustes Wintergemüse ein Comeback. Die Hauptsaison läuft von September bis März.

SaisonDezember bis Januar
HauptsaisonDezember bis Januar
KategorieGemüse
SortenGelbe Steckrübe (Brassica napus), Weiße Steckrübe, Teltower Rübchen
Passt zuRindfleisch, Muskatnuss, Kartoffeln, Rosmarin, Zwiebeln, Apfel
ZubereitungPüree, Cremige Suppe, Ofengemüse, Eintopf & Suppe, Roh als Salat, Pasta & Pfanne
LagerungSteckrüben halten sich kühl und dunkel gelagert (z. B. im Keller) mehrere Monate — eine der am längsten haltbaren Gemüsesorten überhaupt.

Welche Sorten gibt es?

Gelbe Steckrübe (Brassica napus)

Die klassische Form mit gelbem Fruchtfleisch und einem süßlich-würzigen, leicht nussigen Aroma – die mit Abstand am häufigsten angebaute Sorte.

Weiße Steckrübe

Eine seltene Sorte mit hellerem, weißlichem Fruchtfleisch und einem milderen, weniger intensiven Geschmack als die gelbe Steckrübe.

Teltower Rübchen

Eine kleine, regionale Spezialität aus Brandenburg mit einem besonders feinen, würzigen Aroma – die Delikatesse unter den Rüben.

Wann hat Steckrübe Saison?

ZeitraumVerfügbarkeit
BeginnDezember
HauptsaisonDezember bis Januar
EndeJanuar

Quelle: Bundeszentrum für Ernährung (bzfe.de)

Varianten im Vergleich

EigenschaftSteckrübeKohlrabiPastinake
Größegroß, kräftigmittelmittel, länglich
Geschmackmild-süßlich, leicht kohlartigmild, süßlichsüß-nussig, würzig
Lagerfähigkeitsehr gut, Monatebegrenzt, Wochengut, Wochen
Küchentipp: Steckrüben sind deutlich länger lagerfähig als Kohlrabi und eignen sich dadurch besser als Wintervorrat — kühl und dunkel gelagert halten sie sich über Monate, während Kohlrabi schon nach wenigen Wochen an Qualität verliert.

Wie gesund ist Steckrübe?

NährwertPro 100 g
Kalorienca. 37 kcal / 100 g
Wasseranteilca. 88 %
Eiweißca. 1.2 g / 100 g
Kohlenhydrateca. 6.0 g / 100 g
Fettca. 0.3 g / 100 g
Ballaststoffeca. 3.5 g / 100 g
Vitamin C35 mg / 100 g
Kalium320 mg / 100 g
Ballaststoffe3.5 g / 100 g
Steckrüben sind ein unterschätztes Nährstoffwunder – sie enthalten mehr Vitamin C als Zitronen und sind dabei extrem kalorienarm.

Woran erkennt man frische Steckrübe?

  • Steckrüben sollten fest und schwer sein – leichte, schwammige Knollen haben an Aroma verloren und sind oft holzig
  • Die Schale sollte glatt und frei von Rissen oder weichen Stellen sein – Beschädigungen können auf Fäulnis hinweisen
  • Kleinere bis mittelgroße Steckrüben sind aromatischer und zarter als übergroße Exemplare
  • Bio-Steckrüben aus Deutschland oder Nordeuropa haben die beste Qualität und werden oft ohne chemischen Pflanzenschutz angebaut
  • Das Grün an der Oberseite sollte frisch aussehen – welkes Grün deutet auf eine ältere Knolle hin
Frischetest: Eine frische Steckrübe ist fest, schwer für ihre Größe und hat eine glatte, unbeschädigte Schale.

Wie wird Steckrübe zubereitet?

Die dicke Schale wird großzügig entfernt, da direkt darunter die faserigsten und bittersten Teile der Rübe sitzen.

1

Schälen

Die dicke Schale mit einem scharfen Messer oder Sparschäler großzügig entfernen – sie ist essbar, aber oft holzig und schmeckt bitter.

2

Würfeln

Die geschälte Knolle in gleichmäßige Würfel schneiden – je nach Verwendung klein (1–2 cm) für Suppen oder größer (3–4 cm) für Ofengemüse.

3

Garen

Steckrübenwürfel in Salzwasser 15–20 Minuten kochen oder im Ofen bei 200 Grad 25–30 Minuten rösten – sie werden weich und entwickeln ein süßliches Aroma.

Zubereitungsmethoden

Püree

Gekochte Steckrüben mit Butter, Sahne und Muskat gestampft – ein süßlich-würziges Püree, das eine perfekte Beilage zu Braten ist.

Cremige Suppe

Steckrüben mit Zwiebeln, Kartoffeln und Brühe gekocht, püriert und mit Sahne verfeinert – eine wärmende Wintersuppe.

Ofengemüse

Steckrübenwürfel mit Olivenöl, Rosmarin und Knoblauch vermengt und bei 200 Grad 25–30 Minuten geröstet – karamellisiert und unwiderstehlich.

Eintopf & Suppe

Steckrüben in Eintöpfen mit Kartoffeln, Möhren und Würstchen – der klassische Wintereintopf, wärmend und sättigend.

Roh als Salat

Junge, kleine Steckrüben roh in feine Streifen hobeln oder raspeln – mit Apfel, Karotten und einem Joghurt-Dressing ein knackiger Wintersalat.

Pasta & Pfanne

Steckrüben in feine Streifen geschnitten als Nudelersatz (Rüben-Nudeln) oder in der Pfanne mit Speck und Zwiebeln angebraten.

Wozu passt Steckrübe?

RindfleischSteckrüben und Rindfleisch in Eintöpfen oder als Beilage zu Rinderbraten – die süße Knolle harmoniert perfekt mit dem herzhaften Fleisch.
MuskatnussMuskatnuss ist die klassische Würze für Steckrüben-Püree – sie unterstreicht das süßlich-würzige Aroma der Knolle.
KartoffelnKartoffeln und Steckrüben im Püree oder Eintopf – die Kartoffeln geben die Bindung, die Steckrüben das Aroma.
RosmarinRosmarin und Steckrüben im Ofengemüse – das harzige Aroma des Rosmarins ergänzt die süße Note der Rübe perfekt.
ZwiebelnZwiebeln in Steckrüben-Gerichten geben eine würzige Basis und harmonieren perfekt mit der Süße der Rübe.
ApfelApfel im Steckrübensalat oder -eintopf – die fruchtige Säure des Apfels balanciert die Süße der Steckrübe aus.

Wie lagert man Steckrübe richtig?

Steckrüben halten sich kühl und dunkel gelagert (z. B. im Keller) mehrere Monate — eine der am längsten haltbaren Gemüsesorten überhaupt.

Einfrieren

Steckrüben vor dem Einfrieren schälen, würfeln und kurz blanchieren — so bleiben Textur und Geschmack nach dem Auftauen am besten erhalten.

Häufige Fehler vermeiden

  • Steckrüben zu lange zu lagern – nach 4 Wochen werden sie holzig und verlieren ihr süßes Aroma
  • Die Schale nicht zu entfernen – sie ist dick, holzig und bitter, großzügig abschälen
  • Steckrüben zu lange zu kochen – sie werden matschig und verlieren ihr feines Aroma
  • Steckrüben nur als Notfall-Gemüse zu betrachten – sie sind ein echtes Wintergemüse mit einzigartigem Geschmack

Häufige Fragen zu Steckrübe

Schmeckt Steckrübe wie Kohlrabi?

Nein, Steckrübe schmeckt süßlicher und würziger als Kohlrabi – das Aroma erinnert an eine Mischung aus Kohl, Karotte und Rübe. Durch das Garen entwickelt sie eine fast karamellige Süße.

Warum heißt die Steckrübe auch ‚Kohlrübe‘?

Die Steckrübe ist eine Kreuzung aus Kohl und Rübe – botanisch gehört sie zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Der Name ‚Kohlrübe‘ verweist auf diese Abstammung.

Kann man Steckrüben roh essen?

Ja, junge, kleine Steckrüben können roh gegessen werden – am besten in feine Streifen gehobelt oder geraspelt. Ältere Exemplare sind roh oft zu holzig und bitter.

Ist die Steckrübe das gleiche wie eine Kohlsprosse?

Nein, Steckrüben und Kohlsprossen (Rosenkohl) sind verschiedene Gemüsesorten. Die Steckrübe ist eine Rübe, Rosenkohl sind die Seitensprossen des Kohlgewächses.

Wie kriegt man Steckrüben süß?

Durch Rösten im Ofen werden die natürlichen Zucker karamellisiert – das gibt der Steckrübe eine wunderbare Süße. Auch kurzes Dünsten in Butter und Honig hilft.

Kann man Steckrüben für Babys kochen?

Ja, Steckrüben sind gut verträglich und können ab dem 8. Monat als Brei gegeben werden. Einfach kochen und pürieren – sehr mild und bekömmlich.

Warum wurde die Steckrübe früher so viel gegessen?

In Notzeiten, besonders im Ersten Weltkrieg (‚Steckrübenwinter‘ 1916/17), war die Steckrübe das einzige verfügbare Nahrungsmittel. Heute wird sie aus kulinarischem Interesse wiederentdeckt.

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