🍂 Herbst · Saisonale Zutat

Meerrettich

Meerrettich ist die scharfe Wurzel aus der Familie der Kreuzblütler und hat von Oktober bis März sowie von Oktober bis Dezember ihre Hauptsaison. Die weiße Wurzel ist aus der deutschen Küche nicht wegzudenken und verleiht Gerichten eine unverwechselbare Schärfe.

📅 OktoberMärz🍂 Herbstca. 48 kcal / 100 g
Saisonverlauf im Jahresüberblick
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Hochsaison
In Saison
Kurzinfo

Meerrettich auf einen Blick

Schnellantwort

Meerrettich ist die scharfe Wurzel aus der Familie der Kreuzblütler und hat von Oktober bis März sowie von Oktober bis Dezember ihre Hauptsaison. Die weiße Wurzel ist aus der deutschen Küche nicht wegzudenken und verleiht Gerichten eine unverwechselbare Schärfe.

SaisonOktober bis März
HauptsaisonOktober bis Dezember
KategorieGemüse
SortenBayerischer Meerrettich, Spätsorte (Wintermeerrettich), Ungarischer Meerrettich
Passt zuRindfleisch, Räucherfisch, Apfel, Kartoffeln, Schinken, Bergkäse
ZubereitungFrisch gerieben, Meerrettich-Soße, Süß-saure Variante, Gekochter Meerrettich, Suppen & Cremes, Fermentiert & eingelegt
LagerungUnbehandelter Meerrettich hält sich im Gemüsefach des Kühlschranks in ein feuchtes Tuch gewickelt 3–4 Wochen. Bereits geriebener Meerrettich sollte mit etwas Essig gemischt im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb einer Woche verbraucht werden.
Was ist Meerrettich?

Sorten & Varianten

Bayerischer Meerrettich

Die bekannteste deutsche Sorte mit einer besonders kräftigen, aromatischen Schärfe und einem leicht süßlichen Abgang.

Spätsorte (Wintermeerrettich)

Diese robustere Sorte wird später geerntet und eignet sich besonders gut für die Winterlagerung, da sie länger frisch bleibt.

Ungarischer Meerrettich

Eine Sorte mit etwas milderer Schärfe und einem feineren, aromatischeren Geschmack – oft für cremige Saucen verwendet.

Saison

Wann hat Meerrettich Saison?

ZeitraumVerfügbarkeit
BeginnOktober
HauptsaisonOktober bis Dezember
EndeMärz

Quelle: Bundeszentrum für Ernährung (bzfe.de)

Einkauf

Frischen Meerrettich erkennen

  • Meerrettich sollte fest und prall sein – schrumpelige oder weiche Wurzeln sind alt und haben an Schärfe verloren
  • Die Schale sollte glatt und hellbraun bis beige sein, ohne dunkle Flecken oder weiche Stellen
  • Frischer Meerrettich verströmt bereits beim leichten Rubbeln den typischen scharfen Geruch
  • Dickere Wurzeln sind oft milder, dünnere Wurzeln schärfer – wähle je nach gewünschter Schärfe
  • Bevorzuge loses Ware – verpackter Meerrettich verliert oft an Aroma und kann schlaff werden
🧪 Frischetest: Ritze die Schale leicht an – frischer Meerrettich verströmt sofort den typischen scharfen, schwefligen Geruch. Bleibt der Geruch aus, ist die Wurzel alt und geschmacksarm.
Zubereitung

Meerrettich vorbereiten & zubereiten

Meerrettich wird fast immer roh verarbeitet, da beim Kochen die scharfen Senföle verloren gehen und nur eine milde Süße übrig bleibt.

1

Schälen

Die braune Schale mit einem Sparschäler oder Messer dünn abschälen – die weiße, aromatische Schicht darunter ist der wertvollste Teil der Wurzel.

2

Reiben

Den geschälten Meerrettich auf der feinen Reibe reiben – am besten unter fließendem Wasser, um die Augen zu schützen, oder mit einer Küchenmaschine.

3

Ansäuern

Den geriebenen Meerrettich sofort mit etwas Essig oder Zitronensaft beträufeln – das stoppt die enzymatische Reaktion und bewahrt die Schärfe.

Zubereitungsmethoden

🫙 Frisch gerieben

Die klassische Zubereitung: Meerrettich frisch reiben und mit etwas Sahne, Apfel oder Essig verrühren – pur zu Tafelspitz oder Räucherfisch.

🥣 Meerrettich-Soße

Aus geriebenem Meerrettich, Sahne, Senf und Gewürzen entsteht eine würzig-scharfe Soße zu Rindfleisch, Braten oder Fisch.

🥗 Süß-saure Variante

Meerrettich mit geriebenem Apfel und etwas Essig angemacht – die milde Süße des Apfels bricht die Schärfe und ergibt eine köstliche Beilage.

🧂 Gekochter Meerrettich

In Salzwasser gegarte Meerrettichstücke verlieren die Schärfe und schmecken mild-süßlich – als Gemüsebeilage oder im Püree.

🍲 Suppen & Cremes

Meerrettich-Cremesuppe oder Kartoffelsuppe mit Meerrettich – die Schärfe wird durch die warme Flüssigkeit abgemildert und entfaltet ein feines Aroma.

🫚 Fermentiert & eingelegt

In Scheiben geschnittener Meerrettich hält sich in Essig eingelegt monatelang und dient als scharfe Würze für Salate und kalte Gerichte.

Kombinationen

Wozu passt Meerrettich?

🥩 RindfleischDie klassische Kombination – scharfer Meerrettich zu Tafelspitz oder Roastbeef ist in der deutschen Küche unverzichtbar.
🐟 RäucherfischMeerrettich aus dem Glas oder frisch gerieben ist der perfekte Begleiter zu Räucherforelle, Lachs und Makrele.
🍎 ApfelApfel-Meerrettich ist eine der besten Kombinationen – die Süße des Apfels mildert die Schärfe und schafft eine harmonische Note.
🥔 KartoffelnSalzkartoffeln oder Kartoffelpüree mit Meerrettich ist eine einfache, aber geniale Kombination aus der deutschen Hausmannskost.
🥓 SchinkenMeerrettich zu gekochtem Schinken oder Kasseler verleiht dem Fleisch eine würzig-scharfe Note.
🧀 BergkäseFrisch geriebener Meerrettich auf kräftigem Bergkäse auf Brot – eine einfache, aber geniale Brotzeit.
Lagerung

Meerrettich richtig lagern & einfrieren

Unbehandelter Meerrettich hält sich im Gemüsefach des Kühlschranks in ein feuchtes Tuch gewickelt 3–4 Wochen. Bereits geriebener Meerrettich sollte mit etwas Essig gemischt im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb einer Woche verbraucht werden.

Einfrieren

Geschälter und in Scheiben oder Stücke geschnittener Meerrettich lässt sich problemlos einfrieren – die Schärfe bleibt erhalten. Geriebener Meerrettich gefriert ebenso gut, sollte aber portioniert werden.

Häufige Fehler vermeiden

  • Meerrettich mit zu kochen – die scharfen Senföle gehen verloren, und es bleibt nur eine milde Süße übrig
  • Geriebenen Meerrettich ohne Säurezugabe stehen zu lassen – die Schärfe verflüchtigt sich innerhalb von Minuten
  • Meerrettich aus dem Glas zu verwenden, wenn die frische Wurzel Saison hat – der Unterschied ist enorm
  • Die Schale zu dick abzuschälen – direkt unter der Schale sitzen die meisten Aromastoffe
FAQ

Häufige Fragen zu Meerrettich

Frischer Meerrettich enthält das Senfölglycosid Sinigrin. Beim Reiben wird das Enzym Myrosinase freigesetzt, das Sinigrin in scharfes Allylsenföl umwandelt – genau dieser Prozess erzeugt die typische Schärfe.
Die Schärfe lässt sich durch Zugabe von Essig oder Zitronensaft stabilisieren. Die Säure stoppt die enzymatische Reaktion und konserviert die Schärfe. Bereits gerieben und angesäuert hält sich Meerrettich im Kühlschrank bis zu 2 Wochen.
Ja, Meerrettich lässt sich hervorragend einfrieren. Am besten schälen und in Stücke schneiden oder gleich reiben – dann portionsweise einfrieren. Die Schärfe bleibt im Tiefkühler bis zu 6 Monate erhalten.
Ja, die scharfen Senföle wirken antibakteriell, schleimlösend und durchblutungsfördernd. Bei Erkältungen oder Nebenhöhlenentzündungen kann frisch geriebener Meerrettich die Symptome lindern – ein bewährtes Hausmittel.
Die Hauptsaison liegt von Oktober bis Dezember, mit Lagerware bis März.
Unbehandelt in ein feuchtes Tuch gewickelt im Kühlschrank hält er sich 3–4 Wochen.
Klassisch ist Rindfleisch, etwa zu Tafelspitz. Auch Räucherfisch und Apfel harmonieren sehr gut.

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