Tag der Mandel
Marzipan, Mandelmilch, Gebäck

Woher kommt Tag der Mandel?
Mandeln zählen zu den ältesten kultivierten Baumfrüchten der Menschheit und wurden bereits vor rund 4.000 Jahren im Nahen Osten angebaut. Botanisch handelt es sich bei der Mandel nicht um eine echte Nuss, sondern um den Kern einer Steinfrucht, verwandt mit Pfirsich und Aprikose. In der Antike galten Mandeln als Luxusgut und wurden sowohl im alten Ägypten als auch im Römischen Reich als wertvolles Handelsgut geschätzt – im Grab Tutanchamuns wurden ebenfalls Mandeln als Grabbeigabe gefunden. Über den Mittelmeerraum gelangte der Mandelbaum schließlich nach Spanien und Italien, wo bis heute bedeutende Anbaugebiete liegen, auch wenn inzwischen Kalifornien mit seinem trockenen, sonnenreichen Klima zum weltweit größten Mandelproduzenten aufgestiegen ist und einen Großteil des globalen Bedarfs deckt. In der deutschen Küche haben Mandeln durch den Orienthandel und später durch die Zuckerbäckerkunst des Mittelalters und der frühen Neuzeit Einzug gehalten, besonders in Form von Marzipan, das aus gemahlenen Mandeln und Zucker hergestellt wird.
3 Fakten zu Tag der Mandel
Quellen: lebensmittelmagazin.de — Tag der Mandel: Wie in Berlin aus der Knabberei feines Marzipan wird
Warum wird der Tag gefeiert?
Der Tag der Mandeln würdigt die vielseitige Verwendung der Mandel in Küche und Ernährung. In Deutschland ist die Mandel besonders eng mit der Weihnachtsbäckerei verbunden: Mandelhörnchen, Marzipan-Konfekt, Zimtsterne und zahlreiche weitere Plätzchensorten wären ohne gemahlene oder gehobelte Mandeln kaum denkbar. Die Stadt Lübeck gilt seit Jahrhunderten als deutsches Zentrum der Marzipanherstellung, wohin einst über die Hanse hochwertige Mandeln aus dem Mittelmeerraum importiert wurden, und beherbergt bis heute traditionsreiche Marzipan-Manufakturen, die ihre Rezepturen häufig über Generationen weitergeben. Neben der süßen Verwendung haben Mandeln in den letzten Jahren als gesunder Snack und Bestandteil pflanzenbasierter Ernährung stark an Bedeutung gewonnen: Mandelmilch zählt inzwischen zu den beliebtesten pflanzlichen Milchalternativen in deutschen Supermärkten, und Mandelmus findet sich zunehmend als Brotaufstrich oder Zutat in Smoothies und Backwaren. Ernährungswissenschaftlich gelten Mandeln als guter Lieferant für ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E, Magnesium und pflanzliches Eiweiß, weshalb sie häufig als Bestandteil ausgewogener Ernährung empfohlen werden. Der weltweite Mandelanbau ist allerdings auch wegen seines hohen Wasserverbrauchs in Diskussion, da insbesondere die kalifornische Produktion in ohnehin trockenen Regionen erhebliche Mengen an Bewässerungswasser benötigt, was Umweltorganisationen regelmäßig kritisch thematisieren. In der Konditorei gilt die Verarbeitung von Mandeln zu feinem Marzipan oder Krokant nach wie vor als anspruchsvolle Handwerkskunst, die lange Erfahrung mit Temperatur und Zuckergehalt erfordert, um die charakteristische glatte, formbare Konsistenz zu erreichen. Auch als Backzutat außerhalb der Weihnachtszeit spielen Mandeln in Deutschland eine wichtige Rolle: Mandelkuchen, Florentiner und die berühmte Bienenstich-Torte mit ihrer karamellisierten Mandeldecke gehören zu den festen Bestandteilen deutscher Konditoreitradition. In der Naturkosmetik und Küche wird zudem Mandelöl geschätzt, das durch Kaltpressung gewonnen wird und sich sowohl zum Kochen und Backen als auch als Pflegeprodukt eignet. Rund um den Tag der Mandeln nutzen manche Reformhäuser und Feinkostläden den Anlass, um über die verschiedenen Verarbeitungsformen der Mandel aufzuklären, von der rohen, ungeschälten Mandel über blanchierte und gehobelte Varianten bis zu geröstetem Mandelmus, dessen Geschmack sich durch die Röstung deutlich intensiviert.
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Häufige Fragen zu Tag der Mandel
Was im Februar Saison hat
Tag der Mandel fällt in den Februar. Passend dazu: saisonale Zutaten und Rezepte für diesen Monat.
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