Tag der Zwetschge
Zwetschgenkuchen, Kompott, Chutney

Woher kommt Tag der Zwetschge?
Die Zwetschge, eine Unterart der Pflaume mit länglicher Form, fester, gelblich-grüner Fruchtfleischfarbe und gut lösbarem Stein, stammt ursprünglich aus dem Kaukasus- und Kaspiraum, von wo aus sie über den Balkan und den Mittelmeerraum nach Mitteleuropa gelangte. Bereits die Römer kultivierten verschiedene Pflaumenarten nördlich der Alpen, doch die eigentliche Verbreitung der Zwetschge in Deutschland erfolgte vor allem im Mittelalter über Klostergärten und den Handel entlang wichtiger Handelsrouten. Der Name "Zwetschge" leitet sich vermutlich von einer slawischen Bezeichnung ab und verweist auf die enge historische Verbindung des Anbaus mit dem Balkan- und Donauraum, wo Zwetschgen bis heute traditionell zu Schnaps gebrannt werden. In Deutschland etablierten sich vor allem Streuobstwiesen und Hausgärten als klassische Anbauorte, da der Zwetschgenbaum vergleichsweise anspruchslos ist und auch in klimatisch raueren Lagen gut gedeiht. Historisch wichtige Anbaugebiete liegen unter anderem in Baden-Württemberg, insbesondere im Bodenseeraum, sowie in Sachsen, wo die Zwetschge traditionell eng mit der regionalen Weihnachtsbäckerei verbunden ist, etwa beim berühmten Dresdner Pflaumentoffel.
3 Fakten zu Tag der Zwetschge
Quellen: Statista — Anbaufläche von Pflaumen, Zwetschgen, Mirabellen und Renekloden in Deutschland
Warum wird der Tag gefeiert?
Die Hauptsaison der Zwetschge liegt in Deutschland im Spätsommer, meist von August bis in den September hinein, wenn die Früchte reif, süß und aromatisch sind. Klassisch wird die Zwetschge zu Kuchen verarbeitet: Der Zwetschgendatschi, ein bayerisches Hefe- oder Mürbeteiggebäck mit halbierten Zwetschgen, zählt zu den bekanntesten deutschen Saisonkuchen und wird traditionell mit Streuseln oder Zimtzucker bestreut. In Sachsen und Thüringen ist Zwetschgenkuchen mit Streuseln ebenso verbreitet, während Zwetschgenkompott und Zwetschgenmus als Beilage zu Kartoffelgerichten oder als Brotaufstrich eine lange Tradition haben. Das Einkochen zu Mus, oft stundenlang ohne zusätzlichen Zucker eingekocht, um die natürliche Süße zu konzentrieren, war historisch eine wichtige Methode, um die Ernte der oft ertragreichen Bäume über den Winter haltbar zu machen. Auch das Trocknen zu Dörrzwetschgen sowie das Einlegen in Alkohol als "Rumtopf"-Zutat gehören zu den traditionellen Konservierungsmethoden. In manchen Regionen, besonders im süddeutschen und österreichischen Raum, wird aus Zwetschgen zudem hochprozentiger Obstbrand, der Zwetschgenschnaps oder Slibowitz, destilliert, eine Tradition, die eng mit dem Balkanraum verwandt ist, wo ähnliche Pflaumenbrände unter dem Namen Rakija oder Slivovitz verbreitet sind. Botanisch wird die Zwetschge oft mit der runderen, meist blau-violetten Pflaume verwechselt, unterscheidet sich aber durch ihre ovale Form, den fest anhaftenden, gut lösbaren Kern und den etwas festeren Biss, der sie besonders gut zum Backen geeignet macht, da sie beim Erhitzen nicht so leicht zerfällt. Ernährungsphysiologisch liefern Zwetschgen Ballaststoffe, Vitamin C und Kalium und gelten traditionell als leicht verdauungsförderndes Obst. Auf Streuobstwiesen tragen alte Zwetschgensorten zur genetischen Vielfalt bei und sind wie beim Apfel wichtige Lebensräume für Insekten und Vögel. Der Aktionstag fällt in die spätsommerliche Erntezeit und ordnet sich thematisch neben andere Obst-Aktionstage wie den Tag der Birnen oder den Tag des Deutschen Apfels ein, die gemeinsam die reiche Obsternte der Streuobstwiesen im Spätsommer und Frühherbst feiern.
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Häufige Fragen zu Tag der Zwetschge
Was im August Saison hat
Tag der Zwetschge fällt in den August. Passend dazu: saisonale Zutaten und Rezepte für diesen Monat.
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