Tag der Tomaten
Tomatensalat, Caprese, Soßen, Smoothies

Woher kommt Tag der Tomaten?
Die Tomate stammt ursprünglich aus dem westlichen Südamerika, wo sie von indigenen Völkern bereits vor Jahrtausenden kultiviert wurde, bevor sie über Mittelamerika, insbesondere durch die Azteken in Mexiko, weiterentwickelt und schließlich im 16. Jahrhundert von spanischen Eroberern nach Europa gebracht wurde. In Europa galt die Tomate zunächst über Jahrhunderte als reine Zierpflanze und wurde vielerorts sogar als giftig eingestuft, da sie zur Familie der Nachtschattengewächse gehört, zu der auch tatsächlich giftige Pflanzen wie die Tollkirsche zählen. Erst im 18. Jahrhundert setzte sich die Tomate allmählich als Speisezutat durch, zunächst in Süditalien und Spanien, wo das warme Klima ideale Anbaubedingungen bot. Die italienische Küche machte die Tomate schließlich weltberühmt – ohne sie wären klassische Gerichte wie Pizza Margherita oder Pasta al Pomodoro undenkbar, wobei diese heute so untrennbar mit Italien verbundene Zutat historisch betrachtet eine vergleichsweise junge Ergänzung der italienischen Küche darstellt.
Warum wird der Tag gefeiert?
Der Tag der Tomaten würdigt eines der weltweit meistangebauten Gemüse – botanisch korrekt eigentlich eine Frucht, die aber in nahezu allen Küchen der Welt als Gemüse behandelt wird. In Deutschland zählt die Tomate zu den beliebtesten Gartenpflanzen für den privaten Anbau, mit einer enormen Sortenvielfalt von der klassischen runden Fleischtomate über aromatische Cherry- und Cocktailtomaten bis zu alten, oft gestreiften oder gerippten Sorten, die im Rahmen der Renaissance samenfester Sorten zunehmend Liebhaber finden. Regionale Anbaugebiete wie die Region um den Bodensee oder große Gewächshausbetriebe in den Niederlanden versorgen den deutschen Markt ganzjährig, wobei Freilandtomaten aus regionalem Anbau vor allem im Hochsommer, zur Hauptsaison, besonders aromatisch und günstig sind. Die Sortenvielfalt spiegelt sich auch geschmacklich wider: Von süßlich-mild bis kräftig-säuerlich reicht die Bandbreite, weshalb sich manche Sorten besser für Salate, andere eher für Saucen oder zum Einkochen eignen. In Spanien wird die Tomate beim berühmten Tomatina-Fest in Buñol auf spektakuläre Weise gefeiert: Dort bewerfen sich jährlich tausende Teilnehmer bei einer riesigen Tomatenschlacht mit überreifen Tomaten, ein Spektakel, das seit den 1940er Jahren Tradition hat und international bekannt geworden ist. In Deutschland stehen an diesem Tag eher kulinarische Aspekte im Vordergrund: Tomatensuppe, Caprese-Salat mit Mozzarella und Basilikum sowie selbstgemachte Tomatensauce zum Einkochen für den Winter zählen zu den beliebtesten Zubereitungsarten. Ernährungsphysiologisch gilt die Tomate zudem als guter Lieferant von Lycopin, einem sekundären Pflanzenstoff, dessen Bioverfügbarkeit durch Erhitzen und die Zugabe von etwas Öl deutlich verbessert wird, weshalb gekochte Tomatensauce oft als besonders wertvoll gilt. Auch der Anbau alter, samenfester Tomatensorten hat sich in den letzten Jahren zu einer eigenen kleinen Bewegung entwickelt, bei der Hobbygärtner gezielt Sorten mit ungewöhnlichen Formen und Farben, von tiefviolett bis gestreift-grün, kultivieren und deren Samen untereinander tauschen, um die genetische Vielfalt zu erhalten, die durch die industrielle Landwirtschaft zunehmend zurückgedrängt wurde. Auf regionalen Tomatenfesten und Saatgutbörsen werden solche seltenen Sorten oft zur Verkostung angeboten, wobei sich Geschmack und Textur teils deutlich von den standardisierten Supermarktsorten unterscheiden. Auch das Einlegen und Fermentieren grüner, unreifer Tomaten am Ende der Saison gilt in manchen Regionen als traditionelle Methode, um auch die letzte Ernte vor dem ersten Frost noch sinnvoll zu verwerten.
Die passenden Rezepte
Caprese mit Basilikum-Öl
Rezept ansehen →Çoban Salatası
Rezept ansehen →Gurken-Tomaten-Salat mit Smetana & Dill
Rezept ansehen →Was du am 8. August posten könntest
Häufige Fragen zu Tag der Tomaten
Was im August Saison hat
Tag der Tomaten fällt in den August. Passend dazu: saisonale Zutaten und Rezepte für diesen Monat.
Was als Nächstes kommt
110 Food Days
das ganze Jahr vorbereitet.
Jeder Food Day mit passendem Rezept-Vorschlag — kostenlos und frei zugänglich. Verpass keinen: der Saison-Newsletter erinnert dich einmal im Monat.