Tag der Zitrone
Zitronen-Content: Curd, Kuchen, Limo

Woher kommt Tag der Zitrone?
Die Zitrone, botanisch vermutlich eine natürliche Kreuzung aus Zitronatzitrone und Bitterorange, stammt ursprünglich aus Süd- und Ostasien, insbesondere aus der Region des heutigen Nordostindiens, Myanmars und Südchinas. Über den Handel entlang der Seidenstraße und durch arabische Händler gelangte die Zitrone im frühen Mittelalter in den Mittelmeerraum, wo sie sich vor allem in Sizilien, Süditalien und Südspanien als Kulturpflanze etablierte, begünstigt durch das milde mediterrane Klima. Im deutschsprachigen Raum war die Zitrone lange Zeit ein teures Importgut und galt bis weit in die Neuzeit hinein als Luxusfrucht, die sich nur wohlhabende Haushalte leisten konnten. Erst mit verbesserten Transportwegen im 19. und 20. Jahrhundert, insbesondere durch die Eisenbahn und später den internationalen Seehandel, wurde die Zitrone auch für breitere Bevölkerungsschichten in Mitteleuropa erschwinglich und alltagstauglich. Da Zitronen ein warmes, frostfreies Klima benötigen, ist ein kommerzieller Anbau in Deutschland praktisch nicht möglich, weshalb sämtliche in Deutschland verkauften Zitronen importiert werden, hauptsächlich aus Spanien, Italien, der Türkei und Südafrika, je nach Saison.
3 Fakten zu Tag der Zitrone
Quellen: Statista — Import von Zitrusfrüchten nach Deutschland nach Art
Warum wird der Tag gefeiert?
In der deutschen Küche ist die Zitrone heute aus kaum einem Bereich wegzudenken: Zitronensaft wird zum Säuern von Salatdressings, Fischgerichten und Süßspeisen verwendet, die Zitronenschale liefert intensives Aroma für Gebäck, Kuchen und Marinaden, und ganze Zitronenscheiben zieren Getränke wie Tee oder Wasser. Klassische deutsche Backwaren wie der Zitronenkuchen oder das Zitroneneis gehören zu den beliebtesten Sommerdesserts, während heißer Zitronentee traditionell als Hausmittel bei Erkältungen geschätzt wird, oft mit Honig gesüßt. In der italienischen und mediterranen Küche, die auch die deutsche Gastronomie stark beeinflusst hat, spielt die Zitrone eine noch zentralere Rolle, etwa in der sizilianischen Küche, wo sie sowohl in herzhaften als auch süßen Gerichten reichlich verwendet wird, oder im türkischen Raum, wo Zitronensaft klassisch zu gegrilltem Fleisch und Salaten gereicht wird. Konservierungstechniken wie das Einlegen von Zitronen in Salz, eine Technik aus der nordafrikanischen und arabischen Küche, gewinnen auch in Deutschland zunehmend an Bekanntheit und werden für intensiv aromatische Gewürzpasten verwendet. Auch als Reinigungsmittel im Haushalt sowie als natürliches Konservierungsmittel, etwa um das Braunwerden von aufgeschnittenem Obst zu verhindern, hat die Zitrone eine lange Alltagstradition. Ernährungsphysiologisch ist die Zitrone reich an Vitamin C und galt historisch als wichtiges Mittel gegen Skorbut, insbesondere auf langen Seereisen, wo britische Matrosen aufgrund des regelmäßigen Konsums von Zitrusfrüchten den Spitznamen "Limeys" erhielten. In der Kosmetik und Naturheilkunde wird Zitronensaft zudem traditionell für hausgemachte Gesichtswasser oder zur Aufhellung heller Haarpartien verwendet. International unterscheidet sich der Umgang mit der Zitrone stark: Während sie in Nordeuropa vor allem als Würz- und Säuerungsmittel dient, ist sie im Nahen Osten und in Nordafrika ein zentrales Grundnahrungsmittel, das ganze Gerichte prägt. Als vielseitige Zitrusfrucht ergänzt die Zitrone den Aktionstagskalender neben anderen aromatischen Zutaten wie Kräutern, mit denen sie in der Küche häufig kombiniert wird, etwa in mediterranen Marinaden oder Kräuter-Zitronen-Dressings.
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