Walpurgisnacht
Grill-Content, Mai-Bowle, Frühlingsfeste

Woher kommt Walpurgisnacht?
Die Walpurgisnacht in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai geht auf die heilige Walburga zurück, eine im 8. Jahrhundert lebende angelsächsische Nonne und Missionarin, die im Frankenreich wirkte und später heiliggesprochen wurde. Ihr Gedenktag fiel historisch zufällig mit älteren, vorchristlichen Frühlings- und Fruchtbarkeitsbräuchen germanischer und keltischer Tradition zusammen, die den Übergang vom Winter zum Sommer markierten. Über Jahrhunderte verschmolzen diese heidnischen Bräuche mit dem christlichen Gedenktag, sodass sich die Walpurgisnacht zunehmend mit dem Volksglauben verband, in dieser Nacht würden sich Hexen zu einem großen Fest auf dem Blocksberg – identifiziert mit dem Brocken im Harz – versammeln. Diese Vorstellung wurde maßgeblich durch Johann Wolfgang von Goethes "Faust" popularisiert, in dem die Walpurgisnacht als zentrale Szene mit Hexensabbat und Teufelstreiben literarisch verewigt wurde und bis heute das kollektive Bild der Nacht prägt.
3 Fakten zu Walpurgisnacht
Quellen: harzlife.de — Die Walpurgisnacht: Hexen und Teufel im Harz
Warum wird der Tag gefeiert?
Die Walpurgisnacht wird in Deutschland, besonders im Harz und in Teilen Mitteldeutschlands, mit großen Feuern, Verkleidungen als Hexen und Teufel sowie ausgelassenen Feiern begangen, die den symbolischen Sieg des Frühlings über den Winter zelebrieren. Traditionell werden Hexenfeuer entzündet, um böse Geister zu vertreiben, ein Brauch, der sich aus vorchristlichen Reinigungsritualen entwickelt hat und heute vor allem als folkloristisches Spektakel gepflegt wird, unter anderem bei den bekannten Feiern in Thale und auf dem Brocken. Kulinarisch ist die Walpurgisnacht regional unterschiedlich geprägt: Vielerorts werden deftige Speisen wie Grillwurst oder Kartoffelgerichte am Lagerfeuer zubereitet, während in einigen Regionen traditionell auch Maibowle mit Waldmeister zum Fest gehört, ein aromatisiertes Getränk, das den Übergang in den Wonnemonat Mai einläutet. In Skandinavien wird die Nacht als "Valborgsmässoafton" ähnlich mit großen Freudenfeuern gefeiert und markiert dort traditionell auch das Ende der Studentenzeit an vielen Universitäten, verbunden mit ausgelassenen Feierlichkeiten. Auch der Tanz in den Mai am Vorabend des 1. Mai, bei dem vor allem junge Menschen bis Mitternacht auf Partys feiern, hat sich vielerorts mit der Walpurgisnacht-Tradition vermischt und ist heute fester Bestandteil vieler deutscher Kleinstädte und Großstadtviertel. In manchen Regionen ist zudem der Brauch verbreitet, in der Nacht Streiche zu spielen, etwa Gartenzäune zu verrücken oder Fahrräder zu verstecken, was von den Betroffenen meist mit Humor genommen wird. Die enge Verbindung zwischen dem Frühlingsfest und Speisen und Getränken rund ums Lagerfeuer macht die Walpurgisnacht bis heute zu einem geselligen Anlass, der Volksglauben, Literatur und modernes Feiervergnügen miteinander verbindet. Der Waldmeister, der klassischen Maibowle seinen charakteristischen Duft verleihend, muss dabei mit Bedacht dosiert werden, da er in großen Mengen den Inhaltsstoff Cumarin enthält, der Kopfschmerzen verursachen kann – ein Detail, das viele Rezepte inzwischen mit klaren Mengenangaben berücksichtigen. In manchen ländlichen Regionen ist zudem der Brauch verbreitet, in der Walpurgisnacht junge Birken vor den Häusern unverheirateter junger Frauen aufzustellen, ein sogenannter Maibaum-Brauch im Kleinformat, der in engem Zusammenhang mit dem größeren, überregional bekannten Maibaum-Aufstellen am 1. Mai steht. Die Feuer selbst werden in manchen Orten von örtlichen Feuerwehren organisiert und beaufsichtigt, um die Tradition sicher und geordnet fortzuführen.
Was du am 30. April posten könntest
Häufige Fragen zu Walpurgisnacht
Was im April Saison hat
Walpurgisnacht fällt in den April. Passend dazu: saisonale Zutaten und Rezepte für diesen Monat.
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