Herbstanfang
Herbst-Edition: Kürbis-Power-Woche starten

Woher kommt Herbstanfang?
Der Herbstanfang markiert astronomisch den Zeitpunkt der Tag-und-Nacht-Gleiche im September, wenn Tag und Nacht auf der Nordhalbkugel nahezu gleich lang sind und die Sonne von nun an täglich früher untergeht, während die Nächte zunehmend länger werden. Historisch war der Herbstbeginn für bäuerliche Gesellschaften von zentraler Bedeutung, da er traditionell den Übergang von der Erntezeit zur Vorbereitung auf den Winter markierte, weshalb sich rund um diesen Zeitpunkt in vielen Kulturen Ernte- und Dankfeste entwickelten. In Mitteleuropa fällt der astronomische Herbstanfang meist auf den 22. oder 23. September, während die meteorologische Definition, die auf klar abgrenzbaren Kalendermonaten basiert, den Herbst bereits am 1. September beginnen lässt – ein Unterschied, der regelmäßig zu Verwirrung führt. Kulinarisch markiert der Herbstanfang traditionell den Beginn der Erntezeit für zahlreiche Feld- und Baumfrüchte, von Kürbis über Äpfel bis zu Wurzelgemüse, die über Jahrhunderte die Grundlage der winterlichen Vorratshaltung bildeten. In der Landwirtschaft markiert der Herbstanfang zudem traditionell den Beginn wichtiger Feldarbeiten wie der Kartoffel- und Rübenernte sowie der Aussaat von Wintergetreide, das über die kalte Jahreszeit im Boden keimt und im folgenden Frühjahr früher erntereif ist als reines Sommergetreide.
3 Fakten zu Herbstanfang
Quellen: Statistisches Bundesamt — Rekordernte: 99.100 t Speisekürbisse 2021, Statistisches Bundesamt — Apfelernte 2025: 1.138.000 Tonnen
Warum wird der Tag gefeiert?
Rund um den Herbstanfang verändert sich in Deutschland spürbar der Speiseplan: Deftige, wärmende Gerichte wie Eintöpfe, Suppen und Aufläufe gewinnen an Bedeutung, während leichte Sommergerichte in den Hintergrund treten. Kürbis erlebt zu dieser Zeit den Beginn seiner Hochsaison und wird zu Suppen, Currys oder als Ofengemüse verarbeitet, während Wochenmärkte ihr Angebot zunehmend auf Wurzelgemüse wie Rote Bete, Pastinaken und Kürbis sowie auf Steinobst und die ersten Apfelsorten umstellen. Erntedankfeste, die vielerorts in Kirchengemeinden und ländlichen Regionen um diese Jahreszeit gefeiert werden, haben ihre Wurzeln in jahrhundertealten bäuerlichen Traditionen, bei denen die eingebrachte Ernte des Jahres gemeinsam gefeiert und für eine gute Saison gedankt wurde. Auch das Sammeln von Wildpilzen wie Steinpilzen und Pfifferlingen sowie das Einkochen von Marmeladen und Chutneys aus den letzten Obsternten gehören für viele Familien zu festen herbstlichen Ritualen, die den Übergang in die kältere Jahreszeit begleiten. Bauernmärkte und Hofläden bieten rund um den Herbstanfang häufig größere Auswahl an Lagergemüse an, das speziell für die Vorratshaltung über den Winter geeignet ist, etwa Kartoffeln, Zwiebeln und Kohlarten, die traditionell eine besonders lange Haltbarkeit besitzen. In vielen Familien markiert der Herbstanfang zudem den Start der Kerzenlicht- und Tee-Saison, begleitet von wärmenden Getränken wie Glühwein-Vorläufern, Punsch oder frisch gebrühtem schwarzem Tee mit Gewürzen wie Zimt und Nelken. Auch das erste Kürbisschnitzen für Halloween Ende Oktober fällt zeitlich in die Herbstsaison und hat sich in Deutschland in den letzten Jahrzehnten neben klassischen Erntedank-Bräuchen zusätzlich etabliert. In vielen Gärten beginnt zudem die Zeit der Zwiebel- und Knoblauchpflanzung für die kommende Saison, während gleichzeitig letzte Sommerkräuter geerntet und für den Winter getrocknet oder eingefroren werden.
Die passenden Rezepte
Was du am 23. September posten könntest
Häufige Fragen zu Herbstanfang
Was im September Saison hat
Herbstanfang fällt in den September. Passend dazu: saisonale Zutaten und Rezepte für diesen Monat.
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