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🎉 Food Day · 19. August 2026

Tag der Kartoffeln

Bratkartoffeln, Suppen, Rösti

📅 19.8.2026food🔥 4/5 Viral-Score🇩🇪 erstmals seit Jahren wieder über 60 kg/Jahr Pro-Kopf-Verbrauch DE🌱 ca. 264.700 ha (2023/24) Anbaufläche DE🥔 1950 waren es noch fast 200 kg pro Kopf Historischer Vergleich🔄 Aktualisiert am 28. Juli 2026⏳ Countdown ansehen
Tag der Kartoffeln

Woher kommt Tag der Kartoffeln?

Die Kartoffel (Solanum tuberosum) stammt aus dem Andenhochland Südamerikas, wo sie bereits vor mehr als 7.000 Jahren von indigenen Völkern wie den Inka kultiviert wurde. Spanische Eroberer brachten die Knolle im 16. Jahrhundert nach Europa, wo sie zunächst nur als exotische Zierpflanze in botanischen Gärten Beachtung fand, da man ihre grünen, giftigen Beeren mit denen der verwandten Tollkirsche verwechselte und der unterirdischen Knolle misstraute. Erst im 18. Jahrhundert setzte sich die Kartoffel als Nahrungsmittel in großen Teilen Europas durch, maßgeblich vorangetrieben durch Herrscher wie Friedrich den Großen von Preußen, der mit seinen sogenannten Kartoffelbefehlen den Anbau ab 1756 systematisch verordnete, um die Ernährungslage der Bevölkerung nach Missernten und Kriegen abzusichern. Der Legende nach ließ er Felder von Soldaten bewachen, um durch den scheinbaren Wert der Pflanze die Neugier und Nachahmung der Bauern zu wecken. Die Kartoffel erwies sich als ideale Ergänzung zum Getreideanbau, da sie auch auf kargen, sandigen Böden zuverlässig hohe Erträge lieferte und pro Fläche deutlich mehr Kalorien lieferte als Roggen oder Weizen, was sie zu einem entscheidenden Faktor gegen wiederkehrende Hungersnöte machte. In Irland führte die spätere Abhängigkeit von nur wenigen Sorten zu einer der folgenreichsten Katastrophen der europäischen Agrargeschichte: Als die Kartoffelfäule Mitte der 1840er Jahre großflächig Ernten vernichtete, löste dies die Große Hungersnot aus, in deren Folge Millionen Menschen starben oder auswanderten – ein Ereignis, das bis heute als eindringliche Mahnung vor zu geringer Sortenvielfalt in der Landwirtschaft gilt.

3 Fakten zu Tag der Kartoffeln

👑
Friedrich der Große

Friedrich II. von Preussen erliess 1756 den „Kartoffelbefehl“ – der Beginn der deutschen Kartoffel-Kultur.

🌍
Weltnahrungsmittel Nr. 3

Die Kartoffel ist nach Reis und Weizen das drittwichtigste Nahrungsmittel der Welt.

🇩🇪
Kartoffelsorten DE

In Deutschland sind über 200 Kartoffelsorten zugelassen – von festkochend bis mehlig.

Quellen: BLE — Pro-Kopf-Verbrauch von Kartoffeln erstmals wieder über 60 kg

Warum wird der Tag gefeiert?

Der Tag der Kartoffeln wird am 19. August gefeiert und würdigt damit den zweiten großen Kartoffel-Ehrentag im Jahr – bereits im Frühling, am 30. Mai, gibt es mit dem Tag der Kartoffel ein weiteres Fest rund um die Knolle, das eher den Start der neuen Erntesaison mit den ersten Frühkartoffeln in den Blick nimmt, während der August-Termin mitten in der Haupterntezeit der späten Sorten liegt. In Deutschland ist die Kartoffel mit einem der höchsten Pro-Kopf-Verzehrwerte Europas ein zentrales Grundnahrungsmittel und wird in mehreren hundert dokumentierten Sorten angebaut, von festkochenden Sorten für Salate über vorwiegend festkochende für Bratkartoffeln bis zu mehligkochenden Sorten für Püree und Klöße. Die Deutschen gelten traditionell als eines der kartoffelverliebtesten Völker Europas: Kartoffelsalat, Bratkartoffeln, Pellkartoffeln mit Quark und Kartoffelpüree gehören zu den festen Bestandteilen der Alltagsküche und variieren stark von Region zu Region, etwa beim Kartoffelsalat, der im Norden mit Mayonnaise und im Süden traditionell mit Brühe und Essig zubereitet wird. Rund um den Tag der Kartoffeln veranstalten viele Regionen im Spätsommer Erntefeste, bei denen historische Anbaumethoden gezeigt werden und alte, fast vergessene Sorten wie die Bamberger Hörnla oder die Blaue St. Galler wieder verkostet werden können. Landwirtschaftsmuseen nutzen den Anlass häufig, um alte Kartoffelroder und Handarbeitstechniken der Ernte vorzuführen, die vor der Mechanisierung über Generationen den bäuerlichen Alltag im Spätsommer prägten. Auch Schulklassen besuchen an diesem Tag gerne Bauernhöfe, um den Weg der Kartoffel vom Feld bis auf den Teller aus erster Hand mitzuerleben. Regionale Spezialitäten wie der thüringische Kartoffelkloß oder der schwäbische Kartoffelsalat mit Speck gelten vielerorts als identitätsstiftendes Traditionsgericht, über dessen korrekte Zubereitung in manchen Familien seit Generationen ebenso ausdauernd diskutiert wird wie über das richtige Verhältnis von Brühe zu Essig. Auch die Farbenvielfalt alter Sorten von violett über rosa bis gelbfleischig sorgt bei Verkostungen regelmäßig für Überraschung, da viele Konsumenten nur die wenigen im Supermarkt üblichen Standardsorten kennen.

Die passenden Rezepte

Was du am 19. August posten könntest

🍳
Bratkartoffeln deluxe

Knackige Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Speck.

Reel
🥗
Kartoffelsalat

Deutscher Kartoffelsalat mit Brühe und Senf.

Post
🧈
Kartoffelpüree

Cremiges Püree mit Muskat und Butter.

Story

Häufige Fragen zu Tag der Kartoffeln

Welche Kartoffelsorte für welche Zubereitung?
Festkochend (z. B. Linda) – für Salat und Pellkartoffeln. Mehlig (z. B. Ackersegen) – für Püree und Knödel. Vorwiegend festkochend (z. B. Laura) – Allrounder.
Kann man Kartoffelkeime essen?
Nein – grüne Stellen und Keime enthalten Solanin, das giftig ist. Großzügig wegschneiden oder die Kartoffel entsorgen.
Warum schmecken Kartoffeln aus Deutschland besser?
Durch den kürzeren Transportweg und die Vielfalt der Sorten – deutsche Kartoffeln werden geerntet, wenn sie reif sind, und nicht unreif verschifft.

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