Welt-Tapas-Tag
Spanisch — super für Fingerfood- und Snack-Platten.

Woher kommt Welt-Tapas-Tag?
Tapas haben ihren Ursprung im südlichen Spanien, wobei die genaue Entstehungsgeschichte von mehreren Legenden umrankt wird. Die bekannteste erzählt, dass ein spanischer König – oft wird Alfons X. von Kastilien genannt – nach einer Krankheit ärztlich angewiesen wurde, kleine Häppchen zu Wein zu sich zu nehmen, und daraufhin per Erlass verfügte, dass in den Tavernen des Landes zu jedem ausgeschenkten Wein ein kleiner Snack gereicht werden müsse. Eine andere, praktischere Erklärung führt den Begriff auf das spanische Verb "tapar" (bedecken) zurück: Wirte legten Brot- oder Schinkenscheiben auf die Weingläser, um Fliegen und Staub fernzuhalten, was sich mit der Zeit zu einer eigenen kleinen Speise entwickelte. Historisch gesichert ist, dass sich die Tapas-Kultur vor allem in Andalusien und den umliegenden Regionen ab dem 19. Jahrhundert in Bars und Tavernen etablierte, wo Kleinigkeiten wie Oliven, Manchego-Käse oder eingelegte Sardellen zum Wein serviert wurden, bevor sich daraus im 20. Jahrhundert eine eigenständige, das gesellige Beisammensein zelebrierende Esskultur entwickelte, die heute weit über Spanien hinaus bekannt ist.
3 Fakten zu Welt-Tapas-Tag
Quellen: costanachrichten.com — Tapas sind in Spanien Lebensart: Die Top Ten der beliebten Häppchen
Warum wird der Tag gefeiert?
Der Welt-Tapas-Tag wird jährlich Mitte Juni gefeiert und soll die spanische Tradition des geselligen, kleinteiligen Essens international bekannter machen. In Spanien gehört das "Ir de tapas" – von Bar zu Bar ziehen und überall eine kleine Spezialität probieren – zu den zentralen sozialen Ritualen, besonders in Städten wie Sevilla, Granada und San Sebastián, die für ihre besonders vielfältige Tapas-Szene bekannt sind. In San Sebastián haben sich aus der klassischen Tapa die sogenannten Pintxos entwickelt, kunstvoll gestaltete Kleinigkeiten auf einer Scheibe Brot, die oft mit einem Zahnstocher fixiert und nach Anzahl der verzehrten Spieße an der Bar abgerechnet werden. Klassiker der Tapas-Küche sind Patatas Bravas, Gambas al Ajillo, Tortilla Española, Jamón Ibérico und Croquetas, die inzwischen auch in deutschen Großstädten in spezialisierten Tapas-Bars fest etabliert sind und dort häufig als geselliges Format für gemeinsame Abende mit mehreren kleinen Gerichten zum Teilen dienen. Das Konzept des Teilens mehrerer kleiner Gerichte anstelle eines einzelnen Hauptgangs hat über die Tapas-Kultur hinaus auch andere Küchen beeinflusst und findet sich mittlerweile in Restaurantkonzepten wieder, die bewusst mit "Sharing Plates" werben, ein Trend, der sich seit den 2010er Jahren auch in der deutschen gehobenen Gastronomie verbreitet hat. Manche spanische Regionen, etwa Granada, haben zudem die Tradition bewahrt, zu jedem bestellten Getränk automatisch eine kostenlose Tapa zu reichen, was Touristen oft überrascht und als besonders gastfreundlich empfunden wird. In deutschen Städten haben sich rund um den Welt-Tapas-Tag vielerorts kleine Tapas-Touren etabliert, bei denen mehrere Bars oder Restaurants gemeinsam ein Bar-Hopping-Konzept mit spanischen Häppchen anbieten, angelehnt an das spanische Original. Auch bei privaten Feiern hat sich das Tapas-Format als unkomplizierte Alternative zum klassischen Drei-Gänge-Menü etabliert, da mehrere kleine, oft kalte oder leicht vorzubereitende Gerichte auf einmal aufgetischt werden können und den Gastgeber während des Abends weniger an den Herd binden als ein aufwendiges Hauptgericht.
Die passenden Rezepte
Was du am 18. Juni posten könntest
Häufige Fragen zu Welt-Tapas-Tag
Was im Juni Saison hat
Welt-Tapas-Tag fällt in den Juni. Passend dazu: saisonale Zutaten und Rezepte für diesen Monat.
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