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Herbst · Saisonale Zutat

Rotkohl

Rotkohl hat von Oktober bis Dezember Saison, die Hauptsaison liegt im Oktober und November. Frisch aus deutschem Anbau gibt es Rotkohl im Oktober und November, in den übrigen Monaten ist Lagerware im Handel. Rotkohl ist einer der am längsten lagerfähigen Kohlsorten — kühl und dunkel gelagert hält sich ein ganzer Kopf mehrere Wochen bis Monate.

Rotkohl, in Süddeutschland und Österreich auch Blaukraut genannt, ist ein fester, violett-roter Kopfkohl mit mild-süßlichem, leicht herbem Geschmack. Seine Farbe reagiert empfindlich auf Säure und Basen — mit Essig gekocht bleibt sie leuchtend rot, mit basischen Zutaten kann sie ins Bläuliche kippen. Die Hauptsaison läuft von Oktober bis Februar.

Von Johann·Aktualisiert am
Oktober – DezemberHerbst ca. 23 kcal / 100 g
Saisonverlauf im Jahresüberblick
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Feb
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Jun
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Aug
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Okt
Nov
Dez
Hochsaison
In Saison
Rotkohl

Rotkohl auf einen Blick

Schnellantwort

Rotkohl, in Süddeutschland und Österreich auch Blaukraut genannt, ist ein fester, violett-roter Kopfkohl mit mild-süßlichem, leicht herbem Geschmack. Seine Farbe reagiert empfindlich auf Säure und Basen — mit Essig gekocht bleibt sie leuchtend rot, mit basischen Zutaten kann sie ins Bläuliche kippen. Die Hauptsaison läuft von Oktober bis Februar.

SaisonOktober bis Dezember
HauptsaisonOktober bis November
KategorieGemüse
SortenRunder Rotkohl, Spitzer Rotkohl, Filderkraut
Passt zuÄpfel, Ente & Gans, Rotwein, Wacholder, Kümmel, Honig
ZubereitungGeschmort (klassisch), Roh als Salat, Sauer eingelegt, Smoothie & Saft, Curry & Bowl, Rotkohl-Wraps
LagerungRotkohl ist einer der am längsten lagerfähigen Kohlsorten — kühl und dunkel gelagert hält sich ein ganzer Kopf mehrere Wochen bis Monate.

Welche Sorten gibt es?

Runder Rotkohl

Die klassische runde Form mit fest geschlossenen, tiefroten Blättern – ideal für die traditionelle Zubereitung als Schmorkohl.

Spitzer Rotkohl

Eine länglich-spitze Variante mit etwas feineren, zarteren Blättern, die weniger Garzeit benötigt als der runde Rotkohl.

Filderkraut

Eine besonders feinblättrige Spitzkohl-Variante aus Baden-Württemberg mit einem milden, süßlichen Aroma.

Wann hat Rotkohl Saison?

ZeitraumVerfügbarkeit
BeginnOktober
HauptsaisonOktober bis November
EndeDezember

Quelle: Bundeszentrum für Ernährung (bzfe.de)

Varianten im Vergleich

EigenschaftRotkohlWeißkohlGrünkohl
Geschmackmild-süßlich, leicht herbkräftiger, herberherb, kräftig
Farbe reagiert auf Säure?ja, starkneinnein
Typische Zubereitunggeschmort, mit Apfel/EssigSauerkraut, geschmortgedünstet, Eintopf
Küchentipp: Der Farbstoff im Rotkohl reagiert empfindlich auf den pH-Wert — ein Schuss Essig oder Apfel beim Kochen hält die Farbe leuchtend rot, ohne Säure kann der Kohl beim Garen ins unappetitliche Bläulich-Graue kippen.

Wie gesund ist Rotkohl?

NährwertPro 100 g
Kalorienca. 23 kcal / 100 g
Wasseranteilca. 90 %
Eiweißca. 1,4 g / 100 g
Kohlenhydrateca. 3,3 g / 100 g
Fettca. 0,2 g / 100 g
Ballaststoffeca. 2,4 g / 100 g
Vitamin C50 mg / 100 g
Anthocyanestarke Antioxidantien
Vitamin K38 μg / 100 g
Rotkohl verdankt seine leuchtende Farbe den Anthocyanen, die nicht nur Antioxidantien sind, sondern auch die Farbe je nach Boden-pH von Rot bis Blau variieren lassen.

Woran erkennt man frischen Rotkohl?

  • Der Kopf sollte fest geschlossen sein – lose Blätter und weiche Stellen deuten auf alte Ware hin
  • Die Schnittfläche am Strunk sollte hell und saftig aussehen, nicht bräunlich oder vertrocknet
  • Rotkohl mit kräftig roter Farbe ist aromatischer – blasse Köpfe haben weniger Geschmack
  • Achte auf das Gewicht – ein schwerer, kompakter Kopf ist frischer und saftiger als ein leichter
  • Bio-Rotkohl aus Deutschland oder den Niederlanden ist im Herbst die beste Wahl
Frischetest: Ein frischer Rotkohl-Kopf ist fest, schwer für seine Größe und hat glänzende, unbeschädigte äußere Blätter.

Wie wird Rotkohl zubereitet?

Ein Schuss Essig oder ein paar Apfelstücke im Kochwasser stabilisieren die charakteristische rote Farbe während des Garens.

1

Putzen und Schneiden

Entferne die äußeren, welken Blätter, halbiere den Kohl und schneide den Strunk keilförmig heraus. Den Rotkohl dann in feine Streifen hobeln oder schneiden.

2

Anschwitzen

Erhitze Butterschmalz in einem großen Topf, gib den Rotkohl hinzu und schwitze ihn unter Rühren 5 Minuten an, bis er zusammenfällt.

3

Schmoren

Füge Apfelessig, Rotwein, Apfelspalten, Lorbeerblatt, Nelken und etwas Zucker hinzu, decke den Topf ab und lasse den Rotkohl bei niedriger Hitze 60–90 Minuten schmoren.

Zubereitungsmethoden

Geschmort (klassisch)

Rotkohl mit Apfel, Zwiebeln, Nelken, Lorbeer und einem Schuss Rotwein oder Essig 60–90 Minuten schmoren – die traditionelle Beilage zu Braten.

Roh als Salat

Fein gehobelter Rotkohl mit Orangenessig, Öl, Salz und Pfeffer angemacht – nach 30 Minuten Ziehzeit ein frischer, knackiger Wintersalat.

Sauer eingelegt

Rotkohl in feine Streifen hobeln, mit Salz, Kümmel und Wacholderbeeren fermentieren – eine regionale Variante des Sauerkrauts.

Smoothie & Saft

Rotkohlsaft im Entsafter oder als Basis für grüne Smoothies – mit Apfel und Ingwer gemischt ein echter Vitamin-Booster.

Curry & Bowl

Geschmorter Rotkohl passt überraschend gut zu indischen Currys und Bowl-Gerichten mit Reis oder Quinoa.

Rotkohl-Wraps

Große, blanchierte Rotkohlblätter eignen sich als bunte und nährstoffreiche Alternative zu Tortillas für gefüllte Wraps.

Wozu passt Rotkohl?

ÄpfelApfel ist der klassische Begleiter im Rotkohl – die Säure hellt den Geschmack auf und balanciert die Süße.
Ente & GansRotkohl ist die Standardbeilage zu Weihnachtsgans oder Entenbrust – die süß-säuerliche Note ergänzt das fette Fleisch perfekt.
RotweinEin Schuss kräftiger Rotwein im Schmorkohl gibt Farbe und eine tiefe, fruchtige Note.
WacholderWacholderbeeren im Rotkohl bringen eine würzig-herbe Note, die besonders gut zu Wildgerichten passt.
KümmelKümmel ist der Klassiker für bekömmlichen Kohl – er verhindert Blähungen und gibt ein feines Aroma.
HonigHonig statt Zucker im Rotkohl sorgt für eine feinere, blumigere Süße und ein glänzendes Finish.

Rezepte, in denen Rotkohl vorkommt

In diesen 2 Rezepten sind Rotkohl nicht die Hauptzutat, spielen aber mit.

Wie lagert man Rotkohl richtig?

Rotkohl ist einer der am längsten lagerfähigen Kohlsorten — kühl und dunkel gelagert hält sich ein ganzer Kopf mehrere Wochen bis Monate.

Einfrieren

Fertig zubereiteter Rotkohl lässt sich gut portionsweise einfrieren — roh eignet er sich weniger gut, da er beim Auftauen an Struktur verliert.

Häufige Fehler vermeiden

  • Rotkohl zu lange zu kochen – er wird dann grau-braun und verliert seine leuchtende Farbe und Vitamine
  • Zu wenig Säure im Rotkohl – Essig oder Zitrone sind nötig, damit die rote Farbe erhalten bleibt
  • Rotkohl mit Natron zu behandeln – das zerstört die Farbe und Vitamine, auch wenn es das Weichwerden beschleunigt
  • Die äußeren Blätter wegzuwerfen – sie sind besonders aromatisch und gehören in den Schmortopf

Häufige Fragen zu Rotkohl

Wie bleibt Rotkohl beim Kochen rot?

Der Trick ist die Zugabe von Säure – ein Schuss Essig, Zitronensaft oder ein halber Apfel erhalten die leuchtend rote Farbe. Ohne Säure wird der Rotkohl grau-blau. Auch ein Stück Rote Bete im Topf hilft.

Kann man Rotkohl roh essen?

Ja, Rotkohl ist roh genießbar und sogar besonders gesund, da das wertvolle Vitamin C erhalten bleibt. Am besten fein hobeln, mit Dressing marinieren und 30 Minuten ziehen lassen.

Wie lange muss Rotkohl schmoren?

Klassischer geschmorter Rotkohl braucht bei niedriger Hitze 60–90 Minuten. Im Schnellkochtopf geht es in 15–20 Minuten, im Ofen bei 160 Grad braucht er etwa 90 Minuten.

Kann man Rotkohl auch im Glas kaufen?

Ja, Rotkohl aus dem Glas ist eine praktische Alternative, wenn es schnell gehen muss. Der Geschmack ist jedoch nicht mit frischem, selbstgeschmortem Rotkohl zu vergleichen – selbst gemachter ist aromatischer und hat mehr Biss.

Wann ist Rotkohl-Saison in Deutschland?

Die Hauptsaison liegt von Oktober bis Dezember.

Kann man Rotkohl einfrieren?

Ja, bereits geschmorter Rotkohl lässt sich gut einfrieren und hält bis zu 6 Monate. Roher Rotkohl sollte vorher blanchiert werden.

Was passt am besten zu Rotkohl?

Klassisch sind Äpfel und Ente oder Gans. Auch Wacholder und Kümmel harmonieren sehr gut.

Ist Rotkohl das Gleiche wie Rotkraut?

Ja — „Rotkohl“ und „Rotkraut“ meinen dieselbe Kohlsorte, nur regional unterschiedlich benannt: „Rotkraut“ ist die in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz übliche Bezeichnung.

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