Silvester
Party-Content: Fingerfood, Bowle, Raclette

Woher kommt Silvester?
Silvester, der letzte Tag des Jahres am 31. Dezember, ist nach dem heiligen Papst Silvester I. benannt, der am 31. Dezember 335 n. Chr. starb und dessen Todestag im gregorianischen Kalender bis heute auf diesen Tag fällt. Der Brauch, den Jahreswechsel ausgiebig zu feiern, reicht jedoch weit über die kirchliche Namensgebung hinaus zurück und verbindet sich in vielen Kulturen mit alten Vorstellungen vom Vertreiben böser Geister und dem Herbeiwünschen von Glück für das kommende Jahr – Feuerwerk und Lärm gelten in dieser Tradition als Mittel, um Dämonen zu vertreiben, ein Brauch, der sich unter anderem aus vorchristlichen Winterritualen entwickelt haben dürfte. Die kulinarischen Bräuche rund um Silvester unterscheiden sich international stark: Während in Deutschland Fondue, Raclette und der Berliner Pfannkuchen als Krapfen-Gebäck verbreitet sind, isst man in Italien Linsen als Glückssymbol für Wohlstand, in Spanien exakt zwölf Weintrauben zu den zwölf Mitternachtsschlägen und in Skandinavien häufig Fischgerichte. In Russland und unter Russlanddeutschen spielt zudem der festliche Kartoffelsalat "Salat Olivier" traditionell eine zentrale Rolle auf der Silvestertafel, oft als Herzstück eines reich gedeckten Neujahrstisches.
3 Fakten zu Silvester
Quellen: Handelsdaten.de — Silvester-Umsatz mit Feuerwerk, vpi — Silvesterfeuerwerk-Umsatz
Warum wird der Tag gefeiert?
In Deutschland ist Silvester traditionell mit ausgelassenen Feiern, Feuerwerk und dem gemeinsamen Verzehr von Fondue oder Raclette verbunden, bei dem Familie oder Freunde gemeinsam am Tisch ihr Essen selbst zubereiten – ein geselliges Ritual, das sich seit den 1970er Jahren in vielen deutschen Haushalten etabliert hat. Der Berliner Pfannkuchen, ein mit Marmelade gefülltes Hefegebäck, gehört ebenso zum festen Silvester-Repertoire wie der launige Brauch, einzelne Krapfen scherzhaft mit Senf statt Marmelade zu füllen. Um Mitternacht wird traditionell mit Sekt oder Champagner angestoßen, während in vielen Regionen gleichzeitig Feuerwerk den Himmel erhellt, ein Brauch, der zuletzt zunehmend wegen Umwelt- und Sicherheitsbedenken diskutiert wird. Bleigießen – heute aus Sicherheitsgründen meist mit Wachs statt Blei durchgeführt – zählt zu den beliebten Silvester-Ritualen, bei denen aus der zufälligen Form des erstarrten Materials Vorhersagen für das kommende Jahr abgeleitet werden. Da Silvester unmittelbar auf Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage folgt, verschmelzen die kulinarischen Traditionen beider Anlässe in vielen deutschen Familien: Während Heiligabend meist ruhiger und mit klassischen Festtagsgerichten wie Gans oder Kartoffelsalat mit Würstchen begangen wird, ist Silvester der ausgelassenere, gesellige Abschluss der Feiertage. In Russland und unter der russlanddeutschen Community hierzulande beginnt das eigentliche große Fest traditionell ohnehin erst zu Silvester statt zu Weihnachten, da Neujahr in der Sowjetzeit als das zentrale Winterfest etabliert wurde und der reich gedeckte Tisch mit Salat Olivier, Mandarinen und Sekt bis heute den Mittelpunkt der Feier bildet. Auch Punsch, Glühwein oder heißer Kinderpunsch sorgen an kalten Silvesterabenden für Wärme, während in norddeutschen Küstenregionen traditionell Grünkohl mit Kassler und Pinkel als deftiges Silvestergericht auf den Tisch kommt. Das gemeinsame Verfolgen der Silvesteransprachen und Feuerwerksübertragungen im Fernsehen gehört für viele deutsche Familien ebenso zum Abend wie das Öffnen einer Flasche Sekt kurz vor Mitternacht, begleitet vom traditionellen "Dinner for One" im Fernsehprogramm, das seit Jahrzehnten fester Bestandteil des deutschen Silvesterabends ist, obwohl der Sketch ursprünglich aus Großbritannien stammt und dort kaum bekannt ist.
Die passenden Rezepte
Blutwurst mit Sauerkraut und Kartoffelpüree
Rezept ansehen →Bratkartoffeln deluxe
Rezept ansehen →Draniki (russische Kartoffelpuffer)
Rezept ansehen →Was du am 31. Dezember posten könntest
Häufige Fragen zu Silvester
Was im Dezember Saison hat
Silvester fällt in den Dezember. Passend dazu: saisonale Zutaten und Rezepte für diesen Monat.
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