Tag der Birne
Birnen-Tarte, Salat, Kompott

Woher kommt Tag der Birne?
Die Birne zählt neben dem Apfel zu den ältesten in Europa kultivierten Kernobstarten und geht auf Wildbirnen zurück, die bereits in der Antike im Mittelmeerraum sowie in Vorderasien wuchsen. Griechen und Römer kultivierten bereits zahlreiche Birnensorten und verbreiteten diese im Zuge der römischen Expansion nördlich der Alpen, wo sich die Birne in der Folge über Jahrhunderte fest etablierte. Im Mittelalter wurde die Sortenzucht vor allem in Klostergärten fortgeführt, die als wichtige Zentren des Obstbaus galten und zahlreiche neue Sorten hervorbrachten. Die eigentliche Blütezeit der europäischen Birnenzucht lag im 17. bis 19. Jahrhundert, insbesondere in Frankreich und Belgien, wo zahlreiche der bis heute bekannten Sorten wie die Gute Luise oder die Williams Christ gezüchtet wurden. In Deutschland fand die Birne vor allem auf Streuobstwiesen ihren festen Platz, oft in Kombination mit Apfel- und Zwetschgenbäumen angebaut, wodurch sich über Generationen zahlreiche regionaltypische Landsorten entwickelten. Wichtige deutsche Anbaugebiete liegen unter anderem in Sachsen, im Alten Land sowie in verschiedenen Streuobstregionen Süddeutschlands.
3 Fakten zu Tag der Birne
Quellen: finanznachrichten.de (Destatis-Zahlen) — Gute Birnenernte erwartet: voraussichtlich 40.200 Tonnen
Warum wird der Tag gefeiert?
Die Birnensaison in Deutschland erstreckt sich je nach Sorte von August bis in den Oktober hinein, wobei frühe Sorten bereits im Spätsommer reifen, während spätere Sorten sich gut lagern lassen und bis in den Winter hinein genießbar bleiben. Anders als Äpfel reifen viele Birnensorten nach der Ernte nach und sollten daher bewusst kurz vor der Vollreife gepflückt werden, da vollreif geerntete Birnen am Baum schnell mehlig und überreif werden. Klassisch deutsche Zubereitungen reichen von rohem Verzehr über Birnenkompott bis zu Birnenkuchen, häufig kombiniert mit Zimt oder Vanille. Ein bekanntes Traditionsgericht ist, wie bereits beim Bohnentag erwähnt, der norddeutsche Eintopf "Bohnen, Birnen und Speck", bei dem die milde Süße der Birne einen reizvollen Kontrast zum herzhaften Speck und den grünen Bohnen bildet. Auch das Einkochen zu Birnenkompott sowie das Trocknen zu sogenannten "Kletzen" oder "Hutzeln", gedörrten Birnenscheiben, die traditionell im Winter zu Kompott oder als Brotbeilage verwendet wurden, zählt zu den alten Konservierungsmethoden, die besonders in Süddeutschland und Österreich verbreitet waren. In manchen Regionen ist zudem Birnendicksaft, auch Birnenkraut genannt, ein traditioneller Brotaufstrich, der durch langes Einkochen des Saftes ohne Zuckerzusatz entsteht und dem Rübenkraut ähnelt. Wie beim Apfel spielt auch bei der Birne der Streuobstwiesen-Anbau eine wichtige Rolle für den Erhalt alter, regionaltypischer Sorten, von denen viele im kommerziellen Handel längst nicht mehr erhältlich sind, aber auf lokalen Streuobstwiesen und in privaten Gärten weiterleben. Diese alten Sorten unterscheiden sich oft deutlich von den wenigen im Supermarkt dominierenden Sorten wie der Williams Christ oder der Abate Fetel, sowohl im Aussehen als auch im Geschmack, der von sehr süß bis kräftig-würzig reichen kann. Ernährungsphysiologisch liefert die Birne Ballaststoffe, Kalium und Vitamin C bei mildem, gut verträglichem Geschmack, weshalb sie auch häufig als erstes Obst in der Beikost für Säuglinge empfohlen wird. Als spätsommerlich-herbstliches Obst ergänzt die Birne den Aktionstagskalender neben dem Apfel und den Zwetschgen, mit denen sie sich die gemeinsame Herkunft von den deutschen Streuobstwiesen teilt.
Die passenden Rezepte
Birnen-Schokoladen-Tarte
Rezept ansehen →Sternanis-Birnen-Kompott
Rezept ansehen →Birnen-Roquefort-Walnuss-Salat
Rezept ansehen →Was du am 26. April posten könntest
Häufige Fragen zu Tag der Birne
Was im April Saison hat
Tag der Birne fällt in den April. Passend dazu: saisonale Zutaten und Rezepte für diesen Monat.
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