Tag der Gurke
Gazpacho, Tzatziki, Gurkensalat

Woher kommt Tag der Gurke?
Die Gurke (Cucumis sativus) zählt zu den ältesten kultivierten Gemüsesorten der Welt und stammt ursprünglich aus dem Fuße des Himalaya-Gebirges in Südasien, wo sie bereits vor mehreren Jahrtausenden angebaut wurde. Über Handelsrouten gelangte die Gurke in die Antike, wo sie bei den Griechen und Römern geschätzt wurde – der römische Kaiser Tiberius soll der Legende nach so großen Wert auf ganzjährige Gurkenversorgung gelegt haben, dass eigens fahrbare Frühbeete konstruiert wurden, die je nach Sonnenstand im Garten verschoben werden konnten. Im Mittelalter verbreitete sich der Gurkenanbau über Klostergärten in weiten Teilen Mitteleuropas. Botanisch zählt die Gurke wie Kürbis und Melone zu den Kürbisgewächsen und besteht zu einem außergewöhnlich hohen Anteil aus Wasser, was sie zu einem der wasserreichsten Gemüsesorten überhaupt macht. In Deutschland hat besonders die Spreewaldgurke, die in sauren Gurken oder Gewürzgurken eingelegt wird, seit dem 19. Jahrhundert eine eigene, geschützte regionale Tradition entwickelt. Die weite Verbreitung des Gurkenanbaus in Osteuropa und Deutschland hängt eng mit der historischen Notwendigkeit zusammen, Gemüse ohne Kühltechnik über die kalten Wintermonate hinweg haltbar zu machen, weshalb sich das Einlegen in Salzlake oder Essig über Jahrhunderte als bewährte Konservierungsmethode etablierte.
3 Fakten zu Tag der Gurke
Quellen: Lebensmittelpraxis.de (Destatis-Zahlen) — Deutsche Betriebe ernten weniger Salatgurken
Warum wird der Tag gefeiert?
Der Tag der Gurke feiert eines der vielseitigsten Gemüse der deutschen Küche, das sowohl frisch als Salat- und Snackgemüse als auch eingelegt als Essiggurke fest im Alltag verankert ist. Die Spreewaldgurke gilt als bekannteste deutsche Gurkenspezialität und trägt seit 1999 den Status einer geschützten geografischen Angabe der Europäischen Union, was bedeutet, dass nur im Spreewald angebaute und traditionell eingelegte Gurken diesen Namen tragen dürfen. In der Region werden Gurken bis heute häufig in handwerklicher Tradition in großen Gläsern oder Fässern mit Dill, Senfkörnern und Essigsud eingelegt, ein Verfahren, das über Generationen weitergegeben wurde und touristisch stark vermarktet wird, etwa im Rahmen von Gurkenfesten und Hofläden entlang der Spreewald-Kanäle. Frische Gurken sind ganzjährig im Handel verfügbar, wobei Freilandgurken aus regionalem Anbau in den Sommermonaten besonders geschätzt werden, da sie meist aromatischer schmecken als beheizte Gewächshausware. Gurkensalat mit Dill und saurer Sahne gehört zu den beliebtesten deutschen Beilagen im Sommer, während die eingelegte Variante als Snack oder Beilage zu deftigen Gerichten wie Bratkartoffeln oder Buletten Tradition hat. In den letzten Jahren erfreut sich zudem die pikant-scharf eingelegte Gurke wachsender Beliebtheit, angeregt durch internationale Trends aus den USA und dem Nahen Osten. Auch als kalorienarmes Diät- und Erfrischungsgemüse spielt die Gurke bei bewusster Ernährung eine wichtige Rolle, etwa in Wasser mit Gurkenscheiben oder als Basis für kalte Sommersuppen. Kaltschale, eine traditionelle kalte Sommersuppe aus verschiedenen Regionen Deutschlands, wird in manchen Varianten mit Gurke zubereitet und gilt als erfrischende Alternative zu warmen Gerichten an heißen Tagen. Auch in der Hautpflege wird die Gurke traditionell wegen ihres hohen Wassergehalts und ihrer kühlenden Wirkung geschätzt, etwa als aufgelegte Scheiben, auch wenn wissenschaftliche Belege für einen tatsächlichen kosmetischen Nutzen begrenzt sind.
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Häufige Fragen zu Tag der Gurke
Was im Juni Saison hat
Tag der Gurke fällt in den Juni. Passend dazu: saisonale Zutaten und Rezepte für diesen Monat.
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